PolitikIran: Kein Ultimatum seitens der USA im Atomstreit
SDA
20.2.2026 - 16:29
ARCHIV - Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: Vahid Salemi/AP/dpa
Keystone
Irans Aussenminister weist ein angebliches US-Ultimatum im Atomstreit zurück und zeigt sich zuversichtlich, dass beide Seiten zu einem diplomatischen Abkommen finden werden.
Keystone-SDA
20.02.2026, 16:29
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«Es gibt überhaupt kein Ultimatum und wir sprechen lediglich über ein schnelles Abkommen, an dem beide Seiten interessiert sind», sagte Abbas Araghtschi in einem Interview des US‐Senders MS NOW.
Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump eine Frist für ein Abkommen mit dem Iran genannt und 10 bis 15 Tage als ausreichend bewertet. Das sei «so ziemlich das Maximum». Zugleich drohte er: «Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich.» Kurz zuvor hatte Trump bereits gewarnt, die Welt werde «wahrscheinlich in den nächsten zehn Tagen herausfinden», in welche Richtung es mit dem Iran gehen werde.
Teheran will Entwurf vorbereiten
Araghtschi bezeichnete die jüngsten Gespräche in Genf mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff sowie Trumps Schwiegersohn Jared Kushner nun als «sehr gut». Seinen Angaben zufolge einigten sich beide Seiten in Genf auf «Leitprinzipien» sowie auf Grundzüge für die Ausgestaltung eines Abkommens. Teheran werde nun einen Entwurf vorbereiten, der beim nächsten Treffen geprüft werden soll. Der schwierige Teil der Verhandlungen bestehe lediglich darin, sicherzustellen, dass das Abkommen für beide Seiten fair, vorteilhaft und gerecht ausfalle, so der iranische Chefdiplomat. Er wies Berichte zurück, wonach die USA vom Iran eine vollständige Aussetzung der Urananreicherung forderten. «Die USA haben keine Nullanreicherung verlangt», sagte Araghtschi. Zur Debatte stehe lediglich, dass die Anreicherung – und damit das iranische Atomprogramm – friedlich sei und bleibe. Im Gegenzug fordere der Iran die Aufhebung der Sanktionen, so der Minister.
Bei den Verhandlungen geht es um Irans umstrittenes Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Islamische Republik in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Teheran beteuert, das Atomprogramm diene zivilen Zwecken, nicht der Entwicklung von Atomwaffen.
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«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
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