PolitikIran lehnt Beschränkungen für Atomprogramm ab
SDA
28.1.2026 - 16:46
ARCHIV - Mohammed Eslami, Leiter der iranischen Atomenergiebehörde (AEOI), hört während seiner gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Grossi, zu. Foto: Vahid Salemi/AP/dpa
Keystone
Der Iran weist Forderungen von US-Präsident Donald Trump zurück, sein Atomprogramm einzuschränken.
Keystone-SDA
28.01.2026, 16:46
SDA
Irans Atomchef Mohamed Eslami sagte laut iranischer Nachrichtenagentur Isna, der Iran habe wie die USA das Recht, eine fortgeschrittene Nukleartechnologie zu nutzen. «Wir lehnen daher die amerikanischen Forderungen nach jeglichen Beschränkungen unseres Atomprogramms ab.»
Zuvor hatte Trump dem Iran mit einem militärischen Eingreifen wie in Venezuela gedroht. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump: «Hoffentlich wird der Iran schnell an den Verhandlungstisch kommen und ein faires und gerechtes Abkommen aushandeln – KEINE ATOMWAFFEN –, das für alle Parteien gut ist.» Trump droht andernfalls mit einem Militäreinsatz.
Der Iran erklärt seit Jahren, sein Atomprogramm diene zivilen Zwecken, während die USA – ebenso wie europäische Staaten – der Führung in Teheran vorwerfen, eine nukleare Bewaffnung anzustreben. Im Wiener Atomabkommen von 2015 hatte sich die Islamische Republik bereits einmal verpflichtet, das Nuklearprogramm einzuschränken. Im Gegenzug sollten Sanktionen aufgehoben werden. 2018, in seiner ersten Amtszeit, kündigte Trump die Vereinbarung jedoch einseitig auf.
Trump fordert vom Iran unter anderem, vollständig auf eine heimische Urananreicherung zu verzichten. Ausserdem soll der Iran seine Bestände an hochangereichertem Uran an Drittstaaten übergeben.
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Der Iran möchte laut Aussenminister Abbas Araghtschi nur über sein Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen sprechen. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten Themen sein müssten.
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