Iran-Konflikt Trotz Waffenruhe-Vereinbarung: Erneut Kämpfe im Libanon +++ Hisbollah gegen Waffenstillstand

SDA

5.6.2026 - 05:24

Strategische Festung im Libanon: Israel nimmt Kreuzritter-Burg mit bewegter Geschichte ein

Strategische Festung im Libanon: Israel nimmt Kreuzritter-Burg mit bewegter Geschichte ein

Israel weitet die Einsätze im Südlibanon aus. Die Einnahme einer Kreuzritterfestung könnte dabei strategische Vorteile bringen. Die Hisbollah-Miliz feuert wieder auf Israel.

01.06.2026

Am 28. Februar starteten die USA und Israel Angriffe auf den Iran. Teheran reagiert mit Gegenangriffen, die nicht nur Israel treffen. Der Krieg hat sich inzwischen auf die gesamte Region ausgeweitet, ein Ende des Konflikts ist nicht in Sicht. Die Entwicklungen im Ticker.

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Keystone-SDA, Redaktion blue News

Das Wichtigste im Überblick

  • Israel und die USA haben am 28. Februar den Iran angegriffen.
  • Ajatollah Ali Chamenei, der oberste Führer des Iran, sowie weitere Mitglieder der iranischen Führung wurden bei einem der Angriffe am 28. Februar getötet.
  • Nach der Tötung von Ayatollah Ali Chamenei ist dessen Sohn Modschtaba Chamenei zu seinem Nachfolger ernannt worden.
  • Als faktisch mächtigster Mann im Iran galt zuletzt Ali Laridschani; der Generalsekretär des Rates für nationale Sicherheit wurde bei einem israelischen Luftangriff am 17. März getötet. 
  • Donald Trump hat die Begründung für den Waffengang mehrmals geändert.
  • Was zuvor wichtig war, kannst du hier nachlesen.

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    Alle weiteren Entwicklungen zum Krieg im Iran werden künftig im Nahostkonflikt-Ticker kommuniziert.

  • Freitag, 5. Juni 2026, 2.19 Uhr

    Trotz Waffenruhe-Vereinbarung: Erneut Kämpfe im Libanon

    Ungeachtet der zwischen Israel und dem Libanon vereinbarten Waffenruhe geht der Konflikt zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel weiter. Bei einem erneuten Angriff der proiranischen Miliz auf die im Süden des Libanons stationierten Truppen wurde ein israelischer Soldat getötet, wie die Armee am Abend mitteilte. Die Hisbollah hatte kurz zuvor die in der Nacht zum Donnerstag in Washington zwischen dem Libanon und Israel vereinbarten Bedingungen für eine Waffenruhe abgelehnt.

    Die libanesische Regierung ist keine Konfliktpartei in dem Krieg und hat nur begrenzten Einfluss auf die Hisbollah. Nach dem tödlichen Hisbollah-Angriff bombardierte die israelische Armee nach eigenen Angaben Infrastruktur der Miliz. In der Nacht gab die Hisbollah einen weiteren Raketenangriff auf die israelischen Truppen im Süden des Libanons bekannt. Unabhängig überprüfen liess sich das nicht. Von Israels Armee gab es dazu zunächst keine Mitteilung.

    Eine israelische weht über einem zerstörten Gebäude im Süden des Libanon. (4. Juni 2026)
    Eine israelische weht über einem zerstörten Gebäude im Süden des Libanon. (4. Juni 2026)
    Bild: Keystone/AP Photo/Ariel Schalit
  • 14.41 Uhr

    Hisbollah macht bei Waffenruhe nicht mit

    Die Hisbollah im Libanon lehnt die jüngst getroffenen Bedingungen für eine Waffenruhe mit Israel ab. «Das angekündigte Abkommen ist ein Fahrplan zur Zerstörung eines Teils des libanesischen Volkes und zur Unterwerfung des übrigen Teils», hiess es in einer im Fernsehen verlesenen Erklärung von Hisbollah-Chef Naim Kassim.

    Kassim lehnte insbesondere Forderungen nach einer Entwaffnung der vom Iran unterstützten Organisation ab. Eine Auslegung der Waffenruhe, nach der die Hisbollah ihre Angriffe einstellen müsse, während die israelischen Angriffe andauerten, komme einer «Kapitulation» gleich.

    Kassim betonte, die Hisbollah habe niemandem zugesagt, auf «Widerstand oder Vergeltung» zu verzichten. Solange die Angriffe anhielten, werde die Organisation ihre militärischen Aktionen fortsetzen. «Wir lehnen jede Verknüpfung zwischen der Existenz des Widerstands und dem Ende der Aggression oder dem Rückzug Israels ab», hiess es.

    Zugleich erklärte Kassim, die Hisbollah befürworte einen umfassenden Waffenstillstand, der das Ende aller israelischen Angriffe, den Rückzug Israels aus libanesischem Gebiet, die Rückkehr der Vertriebenen und den Wiederaufbau einschliessen müsse.

  • 15 Uhr

    Kritik an Waffenruhe auch aus Israel

    Auch Israels Polizeiminister Itamar Ben-Gvir kritisierte die Vereinbarung zwischen Israel und dem Libanon bereits als «schweren Fehler». Die Einigung sei das Ergebnis falscher Ratschläge an die politische Führung und werde nach seiner Einschätzung die Hisbollah stärken.

    Verteidigungsminister Israel Katz wies die Kritik zurück und sprach laut Medienberichten von «grossen Errungenschaften» im Libanon auf militärischer und politischer Ebene. Die Vereinbarung spiegele die von Israel geschaffene Realität wider und könne perspektivisch einen Friedensvertrag mit dem Libanon ermöglichen.

    Nach Darstellung von Katz sieht die Vereinbarung auch eine fortgesetzte Präsenz der israelischen Armee in einer sogenannten «Sicherheitszone» im Grenzgebiet sowie operative Handlungsfreiheit vor. 

  • 14.05 Uhr

    Kongress bremst Trump aus – der wettert nun gegen «böse Republikaner und alle Dummokraten»

    Das Repräsentantenhaus will Donald Trump beim Krieg im Iran einschränken – siehe Eintrag 1.53 Uhr. Nun hat der 79-Jährige auf die Abstimmung reagiert.

    «Gestern stimmte das Repräsentantenhaus in einer bedeutungslosen Abstimmung mit 4 bösen Republikanern und allen Dummokraten dafür, meine Kriegsbefugnisse einzuschränken, und das mitten in meinen letzten Verhandlungen zur Beendigung des Krieges mit der Islamischen Republik Iran», schreibt Trump auf Truth Social.

    Weiter fragt der 79-Jährige: «Wer würde so etwas Unpatriotisches tun? Sie wissen, wo die Verhandlungen stehen. Die Demokraten sind vom Trump derangement syndrom angeheizt. Sie würden lieber unser Land scheitern lassen, als mir einen weiteren von vielen Siegen zu schenken.»

    Der jüngste Truth-Social-Post vom Donald Trump.
    Der jüngste Truth-Social-Post vom Donald Trump.
    TruthSocial/@realDoanldTrump

    Dass auch vier Republikaner mit der Opposition gestimmt haben, regt Trump auf: «Sie sind Angeber. Sie sollten sich schämen. »

  • 13 Uhr

    Israel warnt Libanesen vor Rückkehr in den Süden

    Trotz eines neuen Anlaufs zu einer Waffenruhe im Libanon hat das israelische Militär die Bewohner des Südlibanons vor einer Rückkehr in ihre Heimatdörfer gewarnt. «Die Kämpfe im Südlibanon gehen weiter», teilte ein Sprecher in arabischer Sprache auf X mit. Es würden Ziele der vom Iran unterstützen Hisbollah angegriffen, hiess es.

    Bewohner sollten nicht südlich des Sahrani-Flusses – etwa 40 Kilometer nördlich der israelischen Grenze – reisen. Jeder, der nach Süden reise, setzte sein Leben in Gefahr.

    Lage des Flusses Sahrani.
    Lage des Flusses Sahrani.
    Google Earth

    Israel und der Libanon hatten sich in der Nacht erneut auf einen Weg zur Umsetzung der Waffenruhe geeinigt. Die Hisbollah hat sich dazu bisher nicht geäussert.

  • 8.54 Uhr

    Libanon meldet neue Drohnenangriffe

    Trotz eines neuen Anlaufs, die bisher kaum wirksame Waffenruhe im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah umzusetzen, kommt es im Libanon weiter zu israelischen Angriffen.

    Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete am Morgen von mindestens zwei Drohnenangriffen auf verschiedene Fahrzeuge im Süden des Landes. Das israelische Militär äusserte sich zunächst nicht.

    Israel und der Libanon hatten sich in der Nacht erneut auf einen Weg zur Umsetzung der Waffenruhe geeinigt. Dies sei abhängig von einer kompletten Einstellung der Angriffe der proiranischen Hisbollah-Miliz gegen Israel, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung nach Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertreten in Washington.

    Wegen des seit Anfang März andauernden Kriegs wurden im Libanon Hunderttausende Menschen vertrieben. Der libanesische Zivilschutz rief die Menschen am Morgen zur Geduld auf.

    Sie sollten nicht voreilig in ihre Heimatorte zurückkehren. Eine Rückkehr in die Dörfer im Süden des Landes solle erst nach entsprechenden offiziellen Ankündigungen erfolgen. Zudem bestehe weiterhin Gefahr durch Kriegsrückstände sowie nicht explodierte Munition.

  • 4.32 Uhr

    Libanon und Israel wollen brüchige Waffenruhe umsetzen

    Israel und der Libanon haben sich nach Angaben des US-Aussenministeriums auf einen Weg zur Umsetzung der bisher faktisch kaum wirksamen Waffenruhe geeinigt. Die Waffenruhe sei abhängig von einer kompletten Einstellung der Angriffe der proiranischen Hisbollah-Miliz gegen Israel, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung nach Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertreten in Washington.

    Israelische Soldaten im Süden des Libanon. (Archivbild)
    Israelische Soldaten im Süden des Libanon. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP Photo/Ariel Schalit

    Im aktuellen Konflikt stehen sich Israel und die Schiiten-Miliz gegenüber. Die libanesische Regierung ist selbst keine Kriegspartei - und hat auch nur begrenzt Einfluss auf die Hisbollah. Die mit Teheran verbündete Miliz ist nicht an den Gesprächen beteiligt. Sie sieht Verhandlungen mit Israel als Kapitulation an.

    Die in Washington getroffene gemeinsame Erklärung sieht die Einrichtung sogenannter Pilotzonen im Libanon vor, in denen ausschliesslich die regulären libanesischen Streitkräfte die Kontrolle ausüben sollen. Die Hisbollah soll sich aus Gebieten südlich des Litani-Flusses – also aus dem Gebiet nahe der Grenze zu Israel – zurückziehen. Wie diese Sicherheitszonen eingerichtet werden sollen, ist noch unklar. «Diese Schritte werden Fortschritte hin zu einem umfassenden Friedens- und Sicherheitsabkommen ermöglichen», heisst es.

    Es wurden zunächst keine Angaben gemacht, ob es sich bei dem neuen Bekenntnis zur Waffenruhe um eine zeitlich begrenzte Verlängerung handelte. Zuvor war die Waffenruhe jeweils befristet verlängert worden. Israel und der Libanon vereinbarten, ihre Gespräche in der Woche vom 22. Juni fortzuführen, um eine umfassende Einigung zu erzielen, heisst es in der Erklärung weiter.

  • Donnerstag, 4. Juni 2026, 1.53 Uhr

    Repräsentantenhaus stimmt für Einschränkung von Trumps Macht im Irankrieg

    Das US-Repräsentantenhaus hat überraschend für den Abzug des Militärs aus Kampfhandlungen mit dem Iran gestimmt und damit den politischen Druck auf Präsident Donald Trump erhöht. Für einen Kampfeinsatz sei eine formelle Kriegserklärung durch den Kongress nötig, hiess es in der Resolution. Ausgenommen seien Einsätze, die zur Verteidigung der USA oder eines Verbündeten gegen unmittelbar bevorstehende Angriffe erforderlich seien. Für den Entschluss stimmten 215 Abgeordnete, 208 sprachen sich dagegen aus. Vier Abgeordnete von Trumps Republikanern stimmten mit den Demokraten und verhalfen deren Vorlage damit zum Erfolg.

    Das US-Kapitol in Washington. (Archivbild)
    Das US-Kapitol in Washington. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP Photo/Julia Demaree Nikhinson

    Die Resolution hat keine unmittelbare Konsequenz für den US-Kurs gegenüber dem Iran, zeigt aber den steigenden politischen Druck auf Trump – zumal in fünf Monaten die Zwischenwahlen zum Kongress bevorstehen. Immer mehr Republikaner wenden sich nun offen gegen Trumps Kriegsstrategie.

    Aktuell gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe und es laufen Verhandlungen über ein mögliches Rahmenabkommen für ein Kriegsende. Trotzdem kam es in den vergangenen Tagen immer wieder zu gegenseitigen Angriffen.

    Die Resolution des Repräsentantenhauses müsste nun noch vom Senat, der anderen Kongresskammer, verabschiedet werden. Selbst falls es dazu kommen sollte, könnte der Präsident sein Veto gegen einen Entschluss beider Kammern einlegen. Um das Veto zu überstimmen, wäre eine Zweidrittelmehrheit nötig – was sehr unwahrscheinlich erscheint. Bereits vor rund zwei Wochen hatte der US-Senat erstmals für eine stärkere Kontrolle der Kriegsführung im Iran gestimmt. Möglich wurde die Mehrheit durch vier Republikaner, die mit der Linie ihrer Partei brachen.

  • 16.22 Uhr

    Trump: Könnte mir Treffen mit Chamenei vorstellen

    Inmitten des Krieges mit dem Iran hat sich US-Präsident Donald Trump zu einem Treffen mit dem Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei bereiterklärt. Auf Nachfrage sagte er in einem Interview mit der «New York Post»: «Ja, ich würde ihn gerne treffen – ich würde jeden treffen.»

    Trump sagte, wahrscheinlich werde es irgendwann zu einem Aufeinandertreffen kommen, «je nachdem, wie sich alles entwickelt». Ob es zu dem Treffen kommt, ist fraglich. Seit der iranischen Revolution 1979 stehen sich Washington und Teheran feindlich gegenüber.

    US-Präsident Donald Trump könnte sich ein Treffen mit Irans oberstem Führer Modschtaba Chamenei vorstellen.
    US-Präsident Donald Trump könnte sich ein Treffen mit Irans oberstem Führer Modschtaba Chamenei vorstellen.
    AP Photo/Jacquelyn Martin/Keystone

    Chamenei nehme in der iranischen Führung nach wie vor eine entscheidende Rolle ein, sagte Trump. Bisher scheine die US-Seite «ganz gut» mit ihm auszukommen, sagte Trump. Allerdings nährte der US-Präsident die Spekulationen, Chamenei sei im Krieg schwer verwundet worden. «Wenn man den Geschichten glaubt, fehlen ihm, na ja, eine ganze Menge Teile», sagte Trump.

    Seit Modschtaba Chamenei die Nachfolge seines getöteten Vaters angetreten ist, wird über den Gesundheitszustand des 56-Jährigen spekuliert. Iranische Staatsmedien bezeichneten ihn in einem Porträt als «Kriegsversehrten». Öffentlich aufgetreten ist er seit seiner Ernennung nicht.

  • 14.21 Uhr

    Mehr als 60 Verletzte nach Angriff am Flughafen von Kuwait

    Beim jüngsten iranischen Angriff am Flughafen von Kuwait sind mindestens 63 Menschen verletzt worden. Das teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit. Unter den Verletzten seien Reisende, Mitarbeiter des Flughafens und andere Zivilisten.

    Durch die Explosionen hätten einige von ihnen Gliedmassen verloren, andere hätten Hirnblutungen oder Knochenbrüche erlitten. Sieben der Verletzten seien bisher notoperiert worden. Am Flughafen seien zwei Dutzend Krankenwagen im Einsatz gewesen, um die Opfer zu versorgen und in Krankenhäuser zu bringen, teilte der Sprecher mit.

    Der Flughafen Kuwait wurde von Iran angegriffen. (Archivbild)
    Der Flughafen Kuwait wurde von Iran angegriffen. (Archivbild)
    IMAGO/Xinhua

    Bei dem Angriff wurde mindestens ein Mensch getötet. Der Flughafen geriet im Lauf des Iran-Kriegs mehrmals unter Beschuss und wurde nun erneut schwer getroffen. Aufnahmen nach dem Angriff zeigten heute eine zerstörte Halle des Flughafens sowie dichten Qualm und Feuer.

    Zwischen Kuwait und dem Iran liegen nur wenige Hundert Kilometer Luftlinie. Der kleine Golfstaat ist für Teheran deshalb ein leichtes Ziel und meldete seit Kriegsbeginn Ende Februar Hunderte iranische Angriffe mit Drohnen und Raketen. Diese trafen zivile Gebiete, Infrastruktur und auch Einrichtungen des US-Militärs sowie die US-Botschaft.

  • 5.32 Uhr

    Neue Eskalation: USA und Iran greifen sich in Golfregion an

    Die USA und der Iran haben sich eines der schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe geliefert. Irans Revolutionsgarden feuerten in der Nacht ballistische Raketen und Drohnen auf die benachbarten Golfstaaten Kuwait und Bahrain, das US-Militär wiederum griff eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeschm in der Strasse von Hormus an. Ziel der iranischen Angriffe waren nach Angaben aus Teheran US-Militärstützpunkte in den Staaten am Persischen Golf.

    Rauch über dem Flughafen in Kuwait-Stadt nach einem Drohnenangriff auf ein Tanklager. (25. März 2026)
    Rauch über dem Flughafen in Kuwait-Stadt nach einem Drohnenangriff auf ein Tanklager. (25. März 2026)
    Bild: Keystone/AP Photo

    Es waren nicht die ersten gegenseitigen Angriffe seit Inkrafttreten der Waffenruhe am 8. April, aber mit jeder neuen Attacke steigt die Furcht vor einer erneuten Eskalation des Kriegs. Der jüngste Schlagabtausch erfolgte vor dem Hintergrund stockender Verhandlungen um ein Rahmenabkommen, mit dem der Krieg beendet und die Strasse von Hormus wieder für die Schifffahrt geöffnet werden soll.

    Das US-Militär wehrte die Angriffe des Irans nach eigenen Angaben erfolgreich ab. Mehrere ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf X mit. Als Reaktion habe man zudem «Selbstverteidigungsschläge» auf Qeschm durchgeführt. Kurz darauf wehrte das US-Militär nach eigenen Angaben eine weitere «Welle iranischer Drohnen» ab, die Einrichtungen des US-Militärs in Kuwait zum Ziel hatten. Die Angaben des US-Militärs zu den Ereignissen der Nacht liessen sich zunächst unabhängig überprüfen.

  • 3.57 Uhr

    US-Militär: Weiterer Angriff des Irans abgewehrt

    Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht einen weiteren iranischen Angriff auf die amerikanischen Streitkräfte im Golfstaat Kuwait abgewehrt. Eine «Welle iranischer Drohnen» habe ihr Ziel verfehlt, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Die US-Luftverteidigung habe mehrere Drohnen erfolgreich abgeschossen. Niemand sei verletzt worden, es gebe keine Schäden, hiess es weiter. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

    Zuvor hatte das US-Militär bereits einen grösseren Angriff des Irans auf Ziele in Kuwait und dem Inselstaat Bahrain nach eigenen Angaben erfolgreich abgewehrt. Die beiden Staaten am Persischen Golf beherbergen wichtige US-Militärstützpunkte.

  • 2.40 Uhr

    US-Militär: Iranische Angriffe in der Golfregion abgewehrt

    Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht einen grösseren Angriff des Irans auf Ziele in der Golfregion erfolgreich abgewehrt. Mehrere ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Als Reaktion auf Irans Angriffe seien zudem «Selbstverteidigungsschläge» auf eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeschm in der Strasse von Hormus durchgeführt worden. Die Angaben des US-Militärs liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

    Unmittelbar zuvor hatten Kuwait und der Inselstaat Bahrain Angriffe mit Raketen und Drohnen gemeldet. Die beiden Staaten am Persischen Golf beherbergen wichtige US-Militärstützpunkte. Nach US-Angaben verfehlten die jüngsten Angriffe ihre Ziele, entweder weil Raketen nicht funktionierten oder weil sie von der Luftabwehr abgefangen wurden.

    Das US-Militär teilte weiter mit, es seien drei vom Iran auf zivile Schiffe abgefeuerte Drohnen abgeschossen worden. Die Schiffe hätten sich rechtmässig in den Gewässern der Region befunden. Das US-Militär stehe auch während der aktuellen Waffenruhe weiter bereit, iranische Aggressionen abzuwehren, erklärte Centcom.

    Der Grund für den jüngsten Schlagabtausch trotz Waffenruhe und laufender Verhandlungen für ein Kriegsende schien ein Einsatz des US-Militärs vom Dienstag gewesen zu sein. Das US-Militär hatte vor der für Irans Ölexport wichtigen Insel Kharg nach eigenen Angaben einen unbeladenen Öltanker angegriffen, der versucht haben soll, einen iranischen Hafen anzulaufen. Das Schiff sei mit einer Rakete ausser Gefecht gesetzt worden.

    Die Insel Kharg ist der zentrale Umschlagplatz für den iranischen Ölexport und wickelt rund 90 Prozent der Rohölausfuhren des Landes ab.
    Die Insel Kharg ist der zentrale Umschlagplatz für den iranischen Ölexport und wickelt rund 90 Prozent der Rohölausfuhren des Landes ab.
    Bild: Keystone/European Union

    Ein iranischer Militärsprecher bestätigte auf X Vergeltungsschläge durch die Revolutionsgarden, der Elitestreitmacht der Islamischen Republik. Man habe gewarnt, «dass jede Aggression eine andere und entschiedenere Reaktion nach sich ziehen würde, und wir haben diese auch umgesetzt. Diese Reaktionen sollten eine Lehre sein», hiess es. Jede Bedrohung der Sicherheit der Strasse von Hormus werde das US-Militär «teuer zu stehen kommen», warnte der Militärsprecher.

  • 1.25 Uhr

    Kuwait meldet feindliche Angriffe mit Raketen und Drohnen

    Der Golfstaat Kuwait wird erneut von Raketen und Drohnen angegriffen. Die Luftabwehr sei im Einsatz, teilten die Streitkräfte des Landes in der Nacht auf der Plattform X mit. Explosionsgeräusche hingen damit zusammen, dass Geschosse abgefangen würden. Zur Herkunft der Drohnen und Raketen und den Zielen der Angriffe gab es zunächst keine Angaben. Auch in Bahrain gab es in der Nacht Raketenalarm, wie das Innenministerium bekannt gab. Die Bevölkerung solle sich ruhig verhalten und an sicheren Orten aufhalten.

    Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar feuerten die Streitkräfte der Islamischen Republik jedoch immer wieder solche Geschosse auf Kuwait und andere Staaten am Persischen Golf. Dort unterhält das US-Militär zahlreiche Stützpunkte, die nur wenige Hundert Kilometer Luftlinie vom Iran entfernt sind. Trotz der eigentlich seit Anfang April geltenden Waffenruhe kam es zuletzt vereinzelt erneut zu solchen iranischen Angriffen. Teheran sprach dabei von Vergeltung für Angriffe des US-Militärs.

    Kurz zuvor hatte das US-Militär bekanntgegeben, im Persischen Golf einen unbeladenen Öltanker mit einer Rakete angegriffen und damit ausser Gefecht gesetzt zu haben. Das Schiff habe am Dienstag versucht, einen iranischen Hafen anzulaufen und sei daher vor der für Teherans Ölexport wichtigen Insel Kharg getroffen worden, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom auf X mit. Die USA hatten am 13. April mit einer Blockade des gesamten Schiffsverkehrs begonnen, der in iranische Häfen ein- und ausläuft.

  • Mittwoch, 3. Juni 2026, 0.05 Uhr

    USA feuern Rakete auf Tanker vor iranischer Insel Kharg

    Das US-Militär hat im Persischen Golf nach eigenen Angaben einen unbeladenen Öltanker mit einer Rakete angegriffen und damit ausser Gefecht gesetzt. Das Schiff habe am Dienstag versucht, einen iranischen Hafen anzulaufen und sei daher vor der für Teherans Ölexport wichtigen Insel Kharg getroffen worden, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Die USA hatten am 13. April mit einer Blockade des gesamten Schiffsverkehrs begonnen, der in iranische Häfen ein- und ausläuft.

    Die Besatzung des unter der Flagge Botsuanas fahrenden Schiffes habe wiederholte Warnungen ignoriert und sei den Anweisungen der US-Streitkräfte über einen Zeitraum von 24 Stunden hinweg mehrfach nicht nachgekommen, hiess es weiter. Ein US-Flugzeug habe eine Rakete vom Typ Hellfire (Englisch für «Höllenfeuer») in den Maschinenraum des Schiffes gefeuert und damit verhindert, dass der Tanker den Iran erreicht.

    Veröffentlicht wurde auch ein Video, dass das angegriffene Schiff zeigen soll. Darauf ist der Einschlag eines Geschosses in den Tanker zu sehen und danach aufsteigender Rauch. Laut Centcom haben US-Streitkräfte im Rahmen ihrer Blockade bislang sechs Handelsschiffe ausser Gefecht gesetzt und 122 umgeleitet.

    Derzeit stocken die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington zur Beendigung des Iran-Kriegs. Seit Anfang April gilt in dem Konflikt eine Waffenruhe. Während iranische Nachrichtenagenturen berichten, seit mehreren Tagen fänden keine Gespräche mehr zwischen Teheran und Washington statt, erklärte US-Präsident Donald Trump, die Verhandlungen dauerten an. Alle anderen Berichte dazu seien falsch und irreführend.

  • 20.12 Uhr

    Trump weist Berichte über Abbruch der Iran-Gespräche zurück

    US-Präsident Donald Trump hat Berichte iranischer Medien über einen Abbruch der indirekten Gespräche mit den Vereinigten Staaten bestritten. Trump bezeichnete am Dienstag in den sozialen Medien entsprechende Berichte iranischer Nachrichtenagenturen als «falsch und irreführend».

    «Die Gespräche zwischen uns laufen ununterbrochen weiter, auch vor vier Tagen, vor drei Tagen, vor zwei Tagen, vor einem Tag und heute», erklärte der US-Präsident. «Wohin sie führen, weiss man nie, aber wie ich dem Iran gesagt habe: «Es ist an der Zeit, dass ihr auf die eine oder andere Weise einen Deal macht. Ihr macht das schon seit 47 Jahren, und das darf nicht länger so weitergehen!"»

  • 16.33 Uhr

    Teheran bricht auch Gespräche mit Vermittlern ab

    Der Iran hat laut iranischen Nachrichtenagenturen die Gespräche mit Vermittlern über ein Ende des Krieges abgebrochen.

    Die halbstaatlichen Agenturen Fars und Tasnim, die der paramilitärischen Revolutionsgarde nahestehen, berichteten heute, der Abbruch sei erfolgt, nachdem Israel gedroht habe, die libanesische Hauptstadt Beirut zu bombardieren.

    Iranian officials demand 'ceasefire on all fronts' as Israel deepens Lebanon invasion and threatens to bomb Beirut.

    [image or embed]

    — Al Jazeera English (@aljazeera.com) 1. Juni 2026 um 18:30

    Aus Kreisen der Vermittler verlautete, der Iran habe heute überhaupt nicht kommuniziert. Zuvor habe Teheran erklärt, im Libanon müsse eine Waffenruhe durchgesetzt werden, damit die Verhandlungen fortgesetzt werden könnten.

    Der Iran besteht darauf, dass die Kämpfe im Libanon Teil der umfassenderen Waffenruheverhandlungen mit den Vereinigten Staaten sind. Israel und die USA vertreten hingegen die Auffassung, dass die Gefechte im Libanon nichts mit den Verhandlungen mit dem Iran zu tun haben.

  • 15 Uhr

    Trotz Trumps «Eingreifen»: acht Tote im Libanon

    Bei israelischen Drohnenangriffen im Süden des Libanon sind nach libanesischen Angaben acht Menschen getötet worden. Nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA wurden bei einem Drohnenangriff ein Vater sowie dessen Sohn und Tochter getötet.

    Die libanesische Armee teilte zudem mit, dass zwei ihrer Soldaten bei einem weiteren Drohnenangriff leicht verletzt wurden. Die NNA meldete weitere tödliche Angriffe in den Orten Dschibschit und Tul sowie nahe Haruf. Dabei seien insgesamt fünf Menschen ums Leben gekommen. Das israelische Militär erklärte jedoch, ihm seien dort keine israelischen Angriffe bekannt.

    Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz feuerte Panzerabwehrraketen auf israelische Soldaten im Südlibanon. In mehreren Gebieten im Norden Israels seien Warnsirenen ausgelöst worden, teilte das israelische Militär mit. Verletzte seien nicht gemeldet worden.

    Die Angriffe erfolgten einen Tag, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, Israel und die Hisbollah hätten einer Deeskalation zugestimmt.

    Trump hatte nach einem Telefonat mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu erklärt, Israel werde keine Truppen nach Beirut entsenden. Die Kämpfe gingen jedoch auf ähnlichem Niveau weiter. Trotz einer im April vereinbarten Waffenruhe greifen sich beide Seiten weiterhin an.

  • 5.33 Uhr

    Trump will Libanon-Konflikt entschärfen – Iran droht

    Der Iran droht angesichts des eskalierenden Konflikts zwischen Israel und der mit Teheran verbündeten Hisbollah-Miliz im Libanon mit einem Abbruch der Verhandlungen mit den USA im Iran-Krieg. Sollte «die israelische Aggression gegen den Libanon» andauern, werde man «nicht nur den Verhandlungsweg stoppen, sondern auch in eine direkte Konfrontation mit dem Feind treten», schrieb Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf auf X nach einem Gespräch mit seinem libanesischen Amtskollegen Nabih Berri. US-Präsident Donald Trump betonte auf Truth Social, die Gespräche mit Teheran würden in «schnellem Tempo» fortgeführt.

    X Post Mohammad Bagher Ghalibaf

    Israel und die Hisbollah-Miliz würden ihre gegenseitigen Angriffe zunächst stoppen, teilte Trump zuvor auf seiner Plattform mit. Zudem werde Israel anders als angedroht keine Truppen in die libanesische Hauptstadt Beirut entsenden. Der Entscheidung seien ein «sehr produktives» Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sowie ein «sehr gutes» Gespräch mit ranghohen Vertretern der Hisbollah vorangegangen, teilte Trump weiter mit.

    Am Montag bombardierte Israel die libanesische Hafenstadt Tyrus. Dabei wurde auch ein Spital geroffen. 
    Am Montag bombardierte Israel die libanesische Hafenstadt Tyrus. Dabei wurde auch ein Spital geroffen. 
    Bild: Keystone/AP Photo

    Später gab Netanjahu eine Erklärung ab, in der von einer neuen Waffenruhe keine Rede war. Allerdings schien er von seiner Ankündigung abzurücken, die Hisbollah in den südlichen Vororten Beiruts angreifen zu lassen. Sollte die Hisbollah aber ihre Angriffe auf israelische Städte nicht einstellen, werde Israel wieder «Terrorziele» in Beirut angreifen, schrieb Netanjahu auf X. Das habe er Trump mitgeteilt. «An dieser Haltung hält Israel unverändert fest», schrieb er. Parallel dazu werde Israels Armee ihren Einsatz im Südlibanon wie geplant fortsetzen.

    Die Kämpfe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah stellen einen Knackpunkt in den Verhandlungen über ein dauerhaftes Abkommen zur Beendigung des Krieges der USA gegen den Iran dar. Neben der Freigabe iranischer Vermögenswerte im Ausland und dem Festhalten an der faktischen Kontrolle über die Strasse von Hormus verlangt der Iran als Bestandteil eines endgültigen Abkommens auch einen dauerhaften Waffenstillstand im Libanon.

  • 4 Uhr

    Bericht: Trump nennt Netanjahu «verrückt»

    Wegen Israels Eskalation im Libanon soll US-Präsident Donald Trump den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu am Montag in einem mit Schimpfwörtern gespickten Telefonat scharf angegangen haben, berichtete das US-Nachrichtenportal «Axios» unter Berufung auf zwei US-Beamte und eine dritte mit dem Gespräch vertraute Quelle. Trump habe seinen Verbündeten als «verrückt» («You are fucking crazy») bezeichnet und ihm Undankbarkeit vorgeworfen. Ohne ihn sässe Netanjahu im Gefängnis, soll Trump gewettert haben. Gegen den israelischen Regierungschef läuft seit sechs Jahren ein Korruptionsprozess.

    Die Konfrontation zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz hatte sich zuletzt deutlich zugespitzt. Israel und die libanesische Regierung hatten Mitte April zwar eine Waffenruhe geschlossen. Die Schiiten-Miliz selbst lehnt Verhandlungen mit Israel aber ab. Der Krieg geht seither weiter, beide Seiten greifen sich weiter täglich an. Dabei sterben vor allem im Libanon immer wieder Menschen.

    Israels Soldaten waren im Libanon zuletzt immer weiter ins Landesinnere vorgedrungen, aber noch weit von Beirut entfernt. Entgegen Trumps Behauptung hätten sich die israelischen Truppen nicht auf dem Weg in die Hauptstadt befunden, zitierte die «Times of Israel» in der Nacht Militärquellen.

    Vertreter Israels und des Libanons verhandeln seit Wochen in Washington über Bedingungen für eine Entschärfung des Konflikts. Einen Durchbruch gab es dabei bisher aber nicht. Diese Verhandlungen sollen nach Angaben des libanesischen Präsidialamtes nun weiter fortgesetzt werden, um die jüngsten Fortschritte zu erörtern und darauf aufzubauen.

  • Dienstag, 2. Juni 2026, 0.51 Uhr

    Trump nennt «nächste Woche» für mögliche Einigung

    US-Präsident Donald Trump hat die «nächste Woche» als Zeitraum für eine mögliche Einigung mit dem Iran auf ein Rahmenabkommen genannt, das die Öffnung der Strasse von Hormus umfasst. Das berichtete der US-Sender ABC News unter Berufung auf ein Telefon-Interview mit Trump. Dieser habe ergänzt, dass er noch Punkte klären müsse und dem Abkommen noch nicht zugestimmt habe. Auch aus dem Iran gibt es bislang keine öffentliche Zusage für eine Einigung.

    Aus Teheran gibt es bisher keine öffentliche Zusage für eine Einigung – im Gegenteil: Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte zuvor geschrieben, das iranische Verhandlungsteam habe den indirekten Austausch mit den USA eingestellt. Sie begründen den Abbruch der Friedensverhandlungen mit den anhaltenden israelischen Angriffen in Libanon.

    US-Präsident Donald Trump gibt immer wieder optimistische Zeitpläne für ein Ende des Irankriegs bekannt, die dann schnell von der Realität eingeholt werden.
    US-Präsident Donald Trump gibt immer wieder optimistische Zeitpläne für ein Ende des Irankriegs bekannt, die dann schnell von der Realität eingeholt werden.
    Bild: Keystone/EPA/Samuel Corum

    Doch Trump widerspricht der Meldung. «Die Gespräche mit der Islamischen Republik Iran werden in zügigem Tempo fortgesetzt», schrieb er auf seiner Online-Plattform Truth Social. Trump hat in der Vergangenheit immer wieder optimistische Zeitpläne für ein Ende des Krieges bekanntgegeben, die dann schnell von der Realität eingeholt wurden.

    Tasnim zufolge wird es erst dann wieder Gespräche zur Beendigung des seit drei Monaten andauernden Iran-Krieges geben, ⁠wenn die Forderungen Irans erfüllt sind. Dazu gehören ein sofortiges Ende der israelischen Militäreinsätze im Gazastreifen und in Libanon sowie der vollständige Abzug Israels aus den besetzten Gebieten in Libanon.