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ARCHIV – Eine iranische Flagge vor dem Reaktorgebäude des Kernkraftwerks Buschehr. Foto: Vahid Salemi/AP/dpa/Archivbild
Keystone
Nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump deutet auch der Iran auf eine baldige Einigung hin. Laut iranischen Medien liegt bereits ein weitgehend ausgearbeiteter Entwurf für ein Rahmenabkommen vor.
Nachdem Donald Trump am Donnerstag ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran in Aussicht gestellt hatte, kamen ähnliche Signale auch aus Teheran.
Der Sprecher des iranischen Aussenministeriums, Ismail Baghai, erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna in einer Fernsehsendung, ein entsprechender Verhandlungstext sei grösstenteils fertiggestellt worden.
Demnach arbeiten beide Seiten an einem Dokument, das als Grundlage für weitere Gespräche dienen soll.
Trotz der positiven Signale bleibt das Misstrauen zwischen den beiden Ländern gross. Baghai kritisierte erneut die amerikanische Verhandlungsführung und warf Washington vor, seine Positionen wiederholt zu verändern.
Auch innerhalb des Iran herrscht offenbar noch keine vollständige Einigkeit. Wie die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, sei das Abkommen bislang nicht endgültig bestätigt worden.
Nach diesen Angaben umfasst der aktuelle Entwurf insgesamt 14 Punkte.
Bei dem Dokument handelt es sich Berichten zufolge zunächst nicht um ein umfassendes Friedens- oder Atomabkommen. Vielmehr soll ein Rahmen geschaffen werden, um weitere Verhandlungen zu ermöglichen.
Dennoch könnte bereits eine solche Vereinbarung praktische Folgen haben. Beobachter verweisen insbesondere auf die Strasse von Hormus, eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölhandel.
Sollte das Rahmenabkommen zustande kommen, könnte die Passage wieder vollständig für den internationalen Handel geöffnet werden. Das wäre ein wichtiges Signal für die Energiemärkte und den globalen Warenverkehr.
Für Trump wäre eine Einigung mit Teheran auch aussenpolitisch von grosser Bedeutung. Der amtierende US-Präsident hatte in den vergangenen Monaten wiederholt betont, dass er eine diplomatische Lösung bevorzuge.
Ob die Gespräche tatsächlich in ein verbindliches Abkommen münden, bleibt allerdings offen. Beide Seiten signalisieren zwar Fortschritte, zugleich zeigen die jüngsten Aussagen aus Teheran, dass weiterhin erhebliche Differenzen bestehen.