GesetzentwurfIran will 50 Millionen Euro Kopfgeld auf Trump und Netanjahu aussetzen
Helene Laube
20.5.2026
Atempause im Iran-Krieg: Geplanter US-Angriff gestoppt
Diplomatische Atempause: US-Präsident Donald Trump stoppt vorerst einen Grossangriff auf den Iran. Er setzt seine militärischen Pläne aus. Zuvor baten ihn mehrere Golfstaaten um Aufschub. Es laufen laut Trump ernsthafte Verhandlungen mit Teheran. Der Iran legt über Vermittler neue Vorschläge vor und bietet an, die Seestrasse von Hormus zu öffnen.
19.05.2026
Das iranische Parlament will ein Kopfgeld auf US-Präsident Donald Trump und und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu aussetzen. In Kürze soll über einen entsprechenden Gesetzesentwurf abgestimmt werden.
Redaktion blue News
20.05.2026, 06:33
20.05.2026, 11:47
Helene Laube
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Ein Gesetzesvorhaben sieht Millionenprämien für die Tötung von Donald Trump, Benjamin Netanjahu und einen US-Kommandanten vor.
Ein entsprechender Gesetzentwurf sehe eine Belohnung von 50 Millionen Euro für jeden vor, der eine der drei Personen töte, berichten verschiedene Medien.
Der Iran begründet sein Vorgehen mit «Vergeltung».
Der Iran will offenbar ein Kopfgeld auf US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu aussetzen. Auch auf den Kommandanten des United States Central Command (Centcom), Admiral Brad Cooper, wurde ein Kopfgeld ausgesetzt. Ein entsprechender Gesetzentwurf sehe eine Belohnung von 50 Millionen Euro für jeden vor, der eine der drei Personen töte, berichtet unter anderem die «Jerusalem Post» unter Berufung auf Ebrahim Azizi, Vorsitzender der iranischen Kommission für nationale Sicherheit.
Führen den Krieg gegen den Iran zusammen: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (l.) zu Besuch bei US-Präsident Donald Trump in dessen Privatclub Mar-a-Lago in Florida. (29. Dezember 2025)
Bild:Keystone/AP Photo/Alex Brandon
Der Gesetzentwurf mit dem Titel «Gegenseitige Massnahmen der militärischen und sicherheitspolitischen Kräfte der Islamischen Republik» sei eines von mehreren Gesetzesvorhaben, die darauf abzielten, die Drohungen des Regimes gegen internationale Staats- und Regierungschefs offiziell zu verankern, heisst es.
Das Vorgehen sei laut Ebrahim Azizi eine «notwendige» Vergeltung für die Ermordung des ehemaligen Religionsführers Ayatollah Ali Chamenei, der zu Beginn der US-israelischen Angriffe Ende Februar getötet worden war, hiess es in Medienberichten. «Das ist unser Recht», erklärte Azizi weiter. «So wie unser Imam den Märtyrertod starb, muss sich der Präsident der Vereinigten Staaten jedem Muslim oder jedem freien Menschen stellen.»
Daniel Cohen, Leiter des Programms für diplomatische Terrorismusbekämpfung an der Reichman University nahe Tel Aviv, bezeichnete das Vorgehen des Irans gegenüber der «Jerusalem Post» als vor allem psychologische Kriegsführung. Zugleich wies er darauf hin, dass die ausgesetzte Belohnung nun deutlich mehr Aufmerksamkeit erhalten dürfte, da sie direkt vom iranischen Regime angekündigt worden sei.