PolitikIranische Friedensnobelpreisträgerin in Krankenhaus in Teheran verlegt
SDA
10.5.2026 - 21:24
HANDOUT – Dieses am 02.05.2026 von der Narges-Mohammadi-Stiftung zur Verfügung gestellte Foto zeigt Narges Mohammadi, die am 9. Februar 2025 für ein Porträt posiert. Foto: Nooshin Jafari/Narges Mohammadi Foundation/AP/dpa
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Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist nach Angaben ihrer Stiftung in ein Krankenhaus in Teheran verlegt worden. Die 54‐Jährige war nach einem Herzinfarkt seit mehr als einer Woche auf der Intensivstation eines Krankenhauses in der Stadt Sandschan im Nordwesten des Irans, wo sie auch inhaftiert war. Mohammadi sei eine Aussetzung ihrer Strafe gegen Zahlung einer hohen Kaution gewährt worden, hiess es in einer Mitteilung der Stiftung.
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10.05.2026, 21:24
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Ihr Transport mit dem Krankenwagen sei abgeschlossen, und sie befinde sich nun im Tehran Pars Spital, wo sie von ihrem eigenen Ärzteteam behandelt werde, hiess es weiter. Auch ihr Anwalt Mostafa Nili bestätigte die Verlegung auf X. Mohammadis in Paris lebender Ehemann Taghi Rahmani hatte erst am Samstag auf X berichtet, der Gesundheitszustand der Menschenrechtsaktivistin sei weiter kritisch. Sie habe einen starken Blutdruckabfall erlitten, zudem falle ihr inzwischen selbst das Sprechen schwer, schrieb er.
USA forderten erst am Freitag Mohammadis Freilassung
Rahmani und andere Familienmitglieder forderten seit längerem, Mohammadi nach Teheran zu verlegen, damit sie dort von ihren eigenen Fachärzten behandelt werden kann. Auch die USA forderten den Iran am Freitag dazu auf, Mohammadi sofort aus dem Gefängnis freizulassen. Sie müsse die nötige Behandlung bekommen, die Welt schaue zu, schrieb der im US-Aussenministerium für Menschenrechte zuständige Spitzenbeamte Riley Barnes auf der Plattform X.
Mohammadi war 2023 für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen und gegen die Todesstrafe im Iran mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Anfang Februar wurde sie nach Angaben ihres Anwalts erneut zu mehreren Jahren Haft wegen «Verschwörung» und «propagandistischer Aktivitäten» verurteilt; zudem gilt ein zweijähriges Ausreiseverbot.
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