PolitikIrans Armeesprecher droht USA mit sofortigem Gegenschlag
SDA
30.1.2026 - 10:34
ARCHIV - Dichter Smog hängt über der iranischen Hauptstadt. Foto: Arne Immanuel Bänsch/dpa
Keystone
Irans Armeesprecher, Amir Akraminia, hat die USA vor einem Angriff gewarnt und mit einem sofortigen Gegenschlag gedroht.
Keystone-SDA
30.01.2026, 10:34
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«Bei jedem noch so kleinen Angriff wird der Iran reagieren – mit möglicherweise für die USA unerwünschten Folgen», sagte Akraminia laut der Nachrichtenagentur Tasnim, die den Islamischen Revolutionsgarden nahesteht.
Akraminia erklärte, iranische Streitkräfte könnten US-Stützpunkte mit Drohnen, Raketen und anderen Waffen angreifen. Ein militärischer Konflikt werde sich nicht auf einen kurzen Zeitraum begrenzen lassen, vielmehr könne sich der Konflikt auf die gesamte Region Westasien ausweiten – von Israel bis zu Ländern mit US-Stützpunkten.
Für verschiedene Szenarien lägen Einsatzpläne bereit, sagte Akraminia. Befehle seien an die Streitkräfte übermittelt worden. Beschädigte Luftabwehrsysteme seien seit dem Krieg vom Juni 2025 repariert oder ersetzt worden, neue Systeme seien hinzugekommen.
Der Sprecher warf den USA eine «Kanonenbootpolitik des 18. und 19. Jahrhunderts» vor, mit der versucht worden sei, andere Staaten zu Zugeständnissen zu zwingen.
Die USA haben in der Golfregion eine grosse Militärpräsenz aufgebaut – auch zum Schutz ihrer Truppen und Verbündeten. Auslöser der aktuellen Krise sind die brutale Niederschlagung von Massenprotesten im Iran sowie der Streit über das Atom- und Raketenprogramm der Islamischen Republik.
US-Präsident Donald Trump verlangt vom Iran, auf eine Urananreicherung vollständig zu verzichten. Ausserdem fordern die USA, dass der Iran die Reichweite seiner ballistischen Raketen begrenzt. Das lehnt die Führung in Teheran laut Informationen des US-Fernsehsenders CNN ab.
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Der Iran möchte laut Aussenminister Abbas Araghtschi nur über sein Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen sprechen. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten Themen sein müssten.
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