PolitikIrans Aussenminister: Bereit für Verhandlungen und für Krieg
SDA
30.1.2026 - 14:32
ARCHIV - Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi nimmt an einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem turkmenischen Amtskollegen teil. Foto: Vahid Salemi/AP/dpa
Keystone
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat angesichts der Spannungen mit den USA erklärt, sein Land sei sowohl für Verhandlungen als auch für einen Krieg bereit. Bei einer Pressekonferenz in Istanbul wies er zentrale Forderungen von US-Präsident Donald Trump zurück.
Keystone-SDA
30.01.2026, 14:32
30.01.2026, 15:20
SDA
Trump verlangt unter anderem vom Iran, die Reichweite von ballistischen Raketen zu begrenzen sowie auf die Anreicherung von Uran zu verzichten.
Araghtschi erklärte, Verteidigungsstrategien und Raketensysteme würden niemals Gegenstand von Verhandlungen sein. Der Iran werde seine Verteidigungsfähigkeiten bewahren und notfalls sogar ausbauen. Der Chefdiplomat warnte die USA, dass ein militärischer Konflikt diesmal über einen bilateralen Krieg hinausgehen könnte.
Verhandlungen müssten auf der Grundlage gegenseitiger Interessen und gegenseitigen Respekts geführt werden, sagte der Chefdiplomat. Es sei noch kein Treffen mit US-Vertretern vorbereitet worden. Vor Verhandlungen müssten Inhalt, Format, Ort und Datum geklärt werden.
Türkei als Vermittler?
Die Türkei versucht, sich angesichts der Spannungen als potenzieller Vermittler zu positionieren. Die Wiederaufnahme der Verhandlungen sei von «entscheidender Bedeutung», um einen «zerstörerischen» Krieg in der Region zu vermeiden, sagte der türkische Aussenminister Hakan Fidan. Der Iran sei zu einem Dialog bereit, jedoch nur zu «fairen und gerechten Bedingungen», erklärte Araghtschi.
Türkische Medien, darunter die Tageszeitung «Hürriyet», berichteten, dass Präsident Recep Tayyip Erdogan seinen US-Amtskollegen Trump um hochrangige trilaterale Gespräche mit dem Iran gebeten habe. Türkische Quellen bestätigten diese Bemühungen.
Umstrittenes Atomwaffenprogramm: USA und Iran verhandeln erneut
USA und Iran wollen verhandeln: Für Freitag sind neue Gespräche der beiden Staaten im Oman geplant. Für die USA sollen der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, teilnehmen. Unklar bleibt die Tagesordnung.
Der Iran möchte laut Aussenminister Abbas Araghtschi nur über sein Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen sprechen. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten Themen sein müssten.
06.02.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
Tödliche Schüsse in Minneapolis schüren Zorn auf Trump
Tödliche Schüsse bei einem Einsatz von ICE-Beamten in Minneapolis lassen die Wut auf Präsident Donald Trump und das Vorgehen seiner Regierung gegen ihre eigenen Landsleute hochkochen.
25.01.2026
Umstrittenes Atomwaffenprogramm: USA und Iran verhandeln erneut
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Tödliche Schüsse in Minneapolis schüren Zorn auf Trump