PolitikIrans Aussenminister trifft Amtskollegen in China
SDA
6.5.2026 - 07:30
ARCHIV – Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi spricht zu Journalisten während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem türkischen Amtskollegen Fidan. Foto: Khalil Hamra/AP/dpa
Keystone
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat inmitten der Spannungen mit den USA seinen chinesischen Amtskollegen Wang Yi getroffen. Wie Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, tauschten sie sich in der Hauptstadt Peking aus. Staatliche iranische Medien bestätigten die Zusammenkunft.
Keystone-SDA
06.05.2026, 07:30
06.05.2026, 10:35
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Araghtschi dankte China bei dem Treffen nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Isna für die Verurteilung des von den USA und Israel begonnenen Iran-Kriegs und nannte die Volksrepublik «einen engen Freund» seines Landes. Er betonte demnach, in der gegenwärtigen Situation werde die Kooperation der Länder noch enger werden.
China stellt sich hinter Iran
Wang betonte dem chinesischen Aussenministerium zufolge, dass die Kämpfe gestoppt werden müssten, Feindseligkeiten nicht wieder beginnen dürften und Verhandlungen besonders wichtig seien. China unterstütze den Iran bei der Wahrung seiner nationalen Sicherheit und Souveränität und wertschätze dessen Willen, eine politische Lösung zu suchen, hiess es.
Mit Blick auf die Lage in der Strasse von Hormus teile die Weltgemeinschaft das Interesse, den normalen und sicheren Schiffsverkehr durch die Meerenge wiederaufzunehmen, sagte Wang den Angaben zufolge. Peking hoffe, dass die jeweiligen Seiten so bald wie möglich auf den Ruf der internationalen Gemeinschaft reagierten, erklärte er.
Gespräche vor Trumps möglicher China-Reise
China und der Iran sind wirtschaftlich enge Partner, das Land gilt unter anderem als der grösste Abnehmer iranischen Öls. Peking hat das Vorgehen der USA gegen den Iran bereits mehrfach kritisiert.
Wang und Araghtschi trafen sich gut eine Woche vor einer geplanten China-Reise von US-Präsident Donald Trump. Washington hat den Besuch angekündigt, Peking bestätigte die Visite bislang nicht. Aussenamtssprecher Lin Jian erklärte, beide Seiten stünden bezüglich des Besuchs in Kontakt. Nähere Details nannte er nicht.
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
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Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
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Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
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