PolitikIrans Führer nennt Kampfeinsätze der USA und Israels Verbrechen
SDA
20.3.2025 - 15:50
HANDOUT - Der Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei salutiert bei einem Treffen mit einer Gruppe von Luftwaffenoffizieren. Foto: Uncredited/Office of the Iranian Supreme Leader/dpa/Archiv
Keystone
Irans oberster Führer, Ajatollah Ali Chamenei, hat die islamische Welt aufgerufen, sich gemeinsam mit seinem Land gegen die Kampfeinsätze der USA und Israels in der Region zu stellen. Chamenei sprach in einer Fernsehbotschaft anlässlich des persischen Neujahrs von Verbrechen der USA im Jemen sowie einer Mitverantwortung für Israels Militäraktionen im Gazastreifen. Die islamische Welt solle sich gemeinsam mit dem Iran «gegen diese katastrophalen und unmenschlichen Aktionen» stellen.
Keystone-SDA
20.03.2025, 15:50
SDA
Das US-Militär greift auf Befehl von Präsident Donald Trump seit Samstag massiv Stellungen der Huthi-Miliz im Jemen an. Die USA wollen die Angriffe Verteidigungsminister Pete Hegseth zufolge erst einstellen, wenn die Miliz ihrerseits ihre Attacken auf die Schifffahrt beendet. Die Huthi hatten vor wenigen Tagen angekündigt, Angriffe auf Schiffe im Roten Meer wieder aufzunehmen. Sie wollen damit nach eigenen Angaben ein Ende der Blockade des Gazastreifens durch Israel erreichen.
Die Huthi-Miliz gehört gemeinsam mit der libanesischen Hisbollah-Miliz zur sogenannten «Widerstandsfront» des Irans gegen den Erzfeind Israel.
Trumps Vorschlag für neue Atomverhandlungen mit dem Iran – einigen Berichten zufolge mit einem Ultimatum von zwei Monaten verbunden – wies Chamenei bislang zurück. Auch seine Neujahrsbotschaft signalisierte laut Beobachtern eine erneute Absage an Trump.
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O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
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