PolitikIrans Führer ruft zu Härte gegen «Unruhestifter» auf
SDA
3.1.2026 - 12:54
HANDOUT - Auf diesem Foto, das von der offiziellen Website des Büros des Obersten Führers des Iran veröffentlicht wurde, spricht der Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei bei einem Treffen mit Justizbeamten. Foto: Uncredited/Office of the Iranian Supreme Leader via AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
Keystone
Irans oberster Führer hat erstmals auf die politischen Unruhen der vergangenen Woche reagiert und strenge Massnahmen gegen «Unruhestifter» gefordert. Ajatollah Ali Chamenei sagte im Staatsfernsehen, dies sei eine Verschwörung der in- und ausländischen Feinde Irans und müsse konsequent unterbunden werden.
Keystone-SDA
03.01.2026, 12:54
SDA
«Die Proteste der Händler im Basar über den Wertverlust der nationalen Währung und die instabilen Devisenkurse sind berechtigt, aber die Unruhestifter müssen in ihre Schranken gewiesen werden», sagte er. Es sei inakzeptabel, zivile Proteste auszunutzen, um politische Unruhen zu schüren.
Die Proteste gegen die iranische Staatsführung dauern inzwischen sieben Tage. In dem südlichen Stadtviertel Teherans Nasi Abad kam es zu Ausschreitungen, wie Aktivisten und Nutzer in den sozialen Medien zuvor berichteten.
Die Demonstranten werfen Chamenei vor, das Land mit seiner kompromisslosen Politik in die internationale Isolation und damit in die schwerste Wirtschaftskrise seiner Geschichte geführt zu haben. Zudem beschuldigen sie ihn, die finanziellen Ressourcen des Landes eher dem Kampf gegen Israel als der eigenen Bevölkerung zur Verfügung zu stellen.
Polizei spricht von «bewaffneten Aufständen»
Die Polizei spricht im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Staatsführung von drohenden «bewaffneten Aufständen» – und deutet damit eine härtere Gangart gegen Demonstranten an. Die Proteste würden immer gewaltsamer, argumentierte die Polizei.
«Wir werden nicht zulassen, dass die Feinde dieses Landes zivile Proteste in Unruhen und bewaffnete Aufstände verwandeln und werden bis zum letzten Atemzug Land und Volk schützen», sagte ein Polizeisprecher der staatsnahen Nachrichtenagentur Fars zufolge.
In anderen Landesteilen gingen die Proteste Berichten zufolge weiter. Auch die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete über Demonstrationen unter anderem in Ghom, Marwdascht, Maschhad und Hamedan. Zuletzt war es vor allem auf dem Land zu heftigen Ausschreitungen und Zusammenstössen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten gekommen. Mindestens zehn Menschen kamen laut Menschenrechtsaktivisten bisher ums Leben.
Der Iran will verhandeln: Angesichts der Massenproteste im Iran gegen die autoritäre Staatsführung erhöht Donald Trump den Druck auf die Islamische Republik. Zwar stellt der US-Präsident auch ein Treffen mit Vertretern des Irans in Aussicht – angesichts dessen, was im Land passiere, müssten die USA allerdings vielleicht auch vorher handeln, warnt Trump mit Blick auf die andauernden Proteste. Worüber der Iran mit den USA Gespräche führen möchte, führt er nicht aus.
12.01.2026
Trump sichert Demonstranten im Iran Hilfe zu – Teheran warnt
Unruhen im Iran. Und: Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA verschärfen sich. Teheran droht mit Gegenschlägen gegen Israel und US-Stützpunkte, sollten diese die Proteste unterstützen. Das autoritäre Regime reagiert damit am Sonntag auf Berichte über mögliche US-Angriffe. US-Präsident Donald Trump sichert den Menschen auf den Strassen Unterstützung zu.
11.01.2026
Trump besteht auf Grönland und warnt vor Russland und China
Ob das gefalle oder nicht: US-Präsident Donald Trump hat seinen Gebietsanspruch auf Grönland bekräftigt. «Denn wenn wir es nicht machen, werden Russland oder China Grönland einnehmen, und wir wollen Russland oder China nicht als Nachbarn haben», sagte der Republikaner am Freitag im Weissen Haus. Dafür würde er gerne einen Deal machen und kündigte an, dies notfalls auch «auf die harte Art und Weise» durchzusetzen, um Grönland zu verteidigen.
10.01.2026
Trump: «Der Iran will verhandeln»
Trump sichert Demonstranten im Iran Hilfe zu – Teheran warnt
Trump besteht auf Grönland und warnt vor Russland und China