PolitikIrans Vizeminister droht Frankreich und Grossbritannien
SDA
11.5.2026 - 19:16
ARCHIV – Der französische Flugzeugträger «Charles de Gaulle». Foto: Joeal Calupitan/AP/dpa/Archivbild
Keystone
Nach einer Drohung Irans gegen französische und britische Militärpräsenz in der Strasse von Hormus beschwichtigt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.
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11.05.2026, 19:16
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Von einem französischen oder französisch-britischen Einsatz sei nie die Rede gewesen, sagte Macron am Sonntag während einer Reise in Nairobi vor Pressevertretern.
Er habe Anweisungen erteilt, den Flugzeugträger «Charles de Gaulle» und Begleitschiffe näher an die Strasse von Hormus zu verlegen. Jede Blockade müsse beendet werden, aber Frankreich gehe es um eine internationale Mission in Absprache mit dem Iran, um die Schifffahrt durch die Meeresenge sicherzustellen, sobald die Bedingungen dies zuliessen.
Iran: Strasse von Hormus ist kein Gemeingut
Zuvor hatte Irans Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi gedroht. Die Präsenz französischer oder britischer Schiffe in der Strasse von Hormus zur Kooperation mit Massnahmen der USA werde mit «einer entschlossenen und sofortigen Antwort der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran» beantwortet, schrieb Kasem Gharibabadi auf X. Dies gelte auch für jedes andere Land.
Die Strasse von Hormus sei kein Gemeingut überregionaler Mächte. Iran habe als Küstenanrainer ein Recht, Souveränität in der Meerenge auszuüben, schrieb Gharibabadi.
Auch Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai wies jegliche Einmischung zurück: Die Sicherheit der Region müsse von regionalen Akteuren gewährleistet werden. Der Iran wende sich damit gegen Einmischung jedweder Akteure.
Neutrales Bündnis für Marinemission nach Kampfhandlungen
Unter der Führung Frankreichs und Grossbritanniens bereitet ein internationales Bündnis eine mögliche Marinemission nach einem Ende der Kampfhandlungen vor. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hatte am Mittwoch den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian aufgefordert, den Weg für eine neutrale Marinemission in der Strasse von Hormus freizumachen. Diese werde sich naturgemäss von den Kriegsparteien abgrenzen.
Paris hatte am Mittwoch erklärt, in Vorbereitung der neutralen Marinemission in der Strasse von Hormus seinen Flugzeugträger «Charles de Gaulle» und dessen Begleitschiffe näher an die Meerenge zu verlegen. Grossbritannien erklärte am Samstag, einen Zerstörer entsandt zu haben. Deutschland erwägt, sich mit Minenjagdbooten, einer Führungs- und Versorgungsplattform sowie seegestützter Aufklärung zu beteiligen.
Der wichtige Schifffahrtsweg durch die Meerenge von Hormus wird seit Wochen vom Iran blockiert. Die Folgen für die Weltwirtschaft sind erheblich. Die USA haben ihrerseits eine Blockade iranischer Häfen verhängt.
Rassistische Krawalle in Belfast: Starmer «schockiert»
Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
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Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
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