IndienIsrael billigt Einwanderung Tausender Inder mit jüdischen Wurzeln
SDA
23.11.2025 - 14:14
ARCHIV - Indische Immigranten der «Bnei Menashe» halten israelische Flaggen und knien bei ihrer Ankunft am Flughafen Ben Gurion auf dem Boden. Foto: Ilia Yefimovich/dpa
Keystone
Israel will in den kommenden Jahren Tausende Inder aufnehmen, die sich als Nachfahren des biblischen Stammes Menasche sehen. Die Regierung billigte einen entsprechenden Vorschlag des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, wie dessen Büro mitteilte. Demnach sollen bis Ende kommenden Jahres 1.200 der «Bnei Menasche» aus Nordostindien nach Israel kommen. Bis 2030 sollten es 5.800 Menschen sein. Sie sollten vor allem im Norden Israels angesiedelt werden.
Keystone-SDA
23.11.2025, 14:14
SDA
Netanjahu beschrieb die Entscheidung als «wichtig und zionistisch» und betonte die Stärkung des nördlichen Teils Israels. Die Grenzregion hatte besonders unter dem jüngsten Krieg mit der libanesischen Hisbollah-Miliz gelitten, Zehntausende waren geflohen oder evakuiert worden.
Die Kosten für die Einwanderung bis 2026 belaufen sich umgerechnet auf knapp 24 Millionen Euro, darunter Kosten für Integration in die Arbeitswelt, Unterbringung sowie Hebräischunterricht.
Laut der Mitteilung sind in den vergangenen 20 Jahren bereits rund 4.000 Mitglieder der «Bnei Menasche» nach Israel gekommen. Die neue Entscheidung soll den gesamten Prozess abschliessen. Bnei Menasche bedeutet auf Deutsch «Kinder des Menasche» oder «Nachkommen des Menasche».
Es handelt sich um eine jüdische Gemeinschaft, die traditionell im Nordosten Indiens, hauptsächlich in den Bundesstaaten Manipur und Mizoram, lebt. Die Mitglieder dieser Gruppe glauben, von einem der zwölf biblischen Stämme Israels, dem Stamm Menasche, abzustammen.
Ukraine-Beratungen in Berlin: An diesem Sonntag wollen aussenpolitische Berater unter anderem der USA, der Ukraine und Deutschlands ihre Gespräche über einen möglichen Waffenstillstand in der Ukraine fortsetzen.
13.12.2025
Ukraine-Treffen am Samstag? Trump unsicher über Teilnahme
«Well, there's a meeting on Saturday»: US-Präsident Donald Trump nennt als Termin für ein mögliches Treffen in Europa zur Befriedung des Ukraine-Kriegs den Samstag. «Am Samstag findet ein Treffen statt, wir werden sehen, ob wir daran teilnehmen oder nicht.» Das sagt Trump am Donnerstag im Weissen Haus – ohne zu erwähnen, mit wem die Gespräche geführt werden.
12.12.2025
Ukraine-Friedensplan: US-Regierung soll Änderungen prüfen
Nach dem Treffen in London: Eine überarbeitete Version des US-Friedensplans für ein Ende des Ukraine-Kriegs soll nach Angaben der Staatsführung in Kiew am Dienstag an Washington übermittelt werden. Diese soll deutlich veränderte Züge tragen. Der von der US-Regierung ausgearbeitete Friedensplan sei inzwischen von 28 auf 20 Punkte gekürzt worden, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Er sagt dazu: «Die offen Ukraine-feindlichen Positionen wurden herausgenommen.»
10.12.2025
Ukraine-Beratungen am Sonntag in Berlin
Ukraine-Treffen am Samstag? Trump unsicher über Teilnahme
Ukraine-Friedensplan: US-Regierung soll Änderungen prüfen