ARCHIV - Rauchschwaden nach israelischen Luftangriffen auf Hisbollah-Stellungen im Libanon. Foto: Stringer/dpa/Archivbild
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Das israelische Militär hat eigenen Angaben zufolge mehrere Ziele im Libanon angegriffen. Im Süden des Nachbarlandes habe die Armee auf mehrere Waffenlager sowie auf weitere Infrastruktur der Hisbollah-Miliz gezielt, teilte das Militär mit. In einem weiteren Angriff sei ein unterirdisches Waffenlager getroffen worden.
Keystone-SDA
15.01.2026, 21:57
SDA
Aktivitäten der Hisbollah an den genannten Orten stellten eine Verletzung der zwischen Israel und dem Libanon vereinbarten Waffenruhe dar, hiess es in der Mitteilung weiter.
Anwohner benachbarter Gegenden berichteten von lauten Explosionen, die ihre Häuser erschüttert hätten. Libanesische Sicherheitsquellen sagten der Deutschen Presse-Agentur, dass die israelische Luftwaffe mindestens zwei Luftschläge ausgeführt habe. Berichte über mögliche Opfer gab es zunächst nicht.
Entwaffnung der Hisbollah als Ziel
Im Zuge einer seit Ende November 2024 geltenden Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah sollte auch die vom Iran unterstützte Schiitenmiliz entwaffnet werden. Die libanesische Regierung beauftragte die Armee mit der Entwaffnung. Diese soll in fünf Phasen ablaufen. Der 31. Dezember galt eigentlich als Frist für den Abschluss der ersten Phase der Entwaffnung.
Israel wirft der Hisbollah indes vor, sich entgegen dem Abkommen neu zu organisieren und nachzurüsten. Nahezu täglich greift das Militär daher weiter im Nachbarland an. Seit Inkrafttreten der Waffenruhe wurden dabei im Libanon nach staatlichen Angaben mehr als 300 Menschen getötet. Mehr als 100 davon waren nach UN-Angaben Zivilisten.
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Der Iran möchte laut Aussenminister Abbas Araghtschi nur über sein Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen sprechen. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten Themen sein müssten.
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