Vor zypriotischer KüsteIsrael nimmt vier Schweizer auf Gaza-Hilfsflotte fest
SDA
18.5.2026 - 14:39
Gaza-Hilfsflotte beim Aufbruch aus der Türkei in Richtung Gaza. (Archivbild)
Murat Kocabas/AP/dpa
Die israelische Marine hat eine weitere Gaza-Hilfsflotte gestoppt. Unter den festgenommenen Aktivisten befinden sich laut Organisatoren auch vier Schweizerinnen und Schweizer, darunter die Lausanner Künstlerin Anne Rochat.
Keystone-SDA
18.05.2026, 14:39
SDA
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Israel hat eine Gaza-Flottille vor Zypern gestoppt und Aktivisten festgenommen.
Unter den Festgenommenen sollen sich auch vier Schweizer befinden.
Die israelische Regierung spricht von einem illegalen Versuch, die Seeblockade zu durchbrechen.
Die israelische Marine hat laut den Organisatoren eine weitere Gaza-Flottille vor Zypern gestoppt. Unter den Festgenommenen befinden sich nach Angaben der Aktivisten vier Schweizer, darunter die Lausanner Künstlerin Anne Rochat.
Israels Ministerpraesident Benjamin Netanyahu bestätigte den Einsatz und sprach von einem «boshaften Vorhaben». Das israelische Aussenministerium hatte zuvor erklärt, Israel werde keine Verletzung der Seeblockade des Gazastreifens zulassen. Die Flotte «Global Sumud» sprach ihrerseits auf der Plattform X von einer «Attacke» Israels auf ihre Boote.
Die Flottille war Mitte Mai mit rund 50 Schiffen aus der Türkei gestartet. Die Vorwürfe der Aktivisten, im Gazastreifen würde es an Hilfsgütern mangeln, weisen die israelischen Behörden weisen zurück und behaupten, Gaza sei davon «überflutet». Es handelt sich bereits um den dritten Versuch innerhalb eines Jahres, die israelische Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen.
Laut dem israelischen Nachrichtenportal «ynet» übernahm die Marine die Kontrolle über die Hilfsflotte. Die Aktivisten an Bord seien festgenommen und auf ein Marine-Schiff worden, auf dem sich ein «schwimmendes Gefängnis» befinde.
Von dort sollen sie in die israelische Hafenstadt Aschdod gebracht werden. In der Vergangenheit waren internationale Aktivisten stets nach einer Weile wieder in ihre Heimatländer abgeschoben worden.
Bereits Ende April hatte Israel eine andere Flottille in internationalen Gewässern vor Griechenland gestoppt. Menschenrechtsorganisationen kritisierten damals die Festnahmen als illegal und warfen Israel Misshandlungen vor. Die israelischen Behörden wiesen die Vorwürfe zurück.
Rassistische Krawalle in Belfast: Starmer «schockiert»
Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
11.06.2026
ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
15.01.2026
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
14.05.2026
Rassistische Krawalle in Belfast: Starmer «schockiert»
ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan