PolitikIsrael ruft Bewohner von Stadt im Libanon zur Flucht auf
SDA
27.5.2026 - 16:24
ARCHIV – Rauch steigt nach einem israelischen Luftangriff auf. Foto: Mohammed Zaatari/AP/dpa
Keystone
Israels Armee hat erstmals seit Verkündung der Waffenruhe im Konflikt mit der Hisbollah im Libanon fast alle Einwohner der Küstenstadt Tyrus und umliegender Orte zur Flucht aufgerufen.
Keystone-SDA
27.05.2026, 16:24
SDA
Israel werde dort gegen die Hisbollah vorgehen, teilte ein Militärsprecher in arabischer Sprache auf der Plattform X mit. Grund seien die Angriffe der vom Iran unterstützten Miliz auf Israel.
Der Sprecher forderte die Menschen auf, sich nördlich des Sahrani-Flusses zu begeben, der etwa 40 Kilometer von der israelisch-libanesischen Grenze verläuft. Israels Armee veröffentlicht ähnliche Fluchtaufforderungen vor anstehenden Angriffen derzeit häufig, betroffen sind meist Dörfer. Nicht betroffen von der jüngsten Warnung ist eine von Christen bewohnte Gegend in der Stadt.
Menschen in Tyrus fliehen an den Strand
Einwohner von Tyrus sagten der Deutschen Presse-Agentur, dass in der Stadt nach dem Fluchtaufruf Panik ausgebrochen sei. Viele Menschen seien zunächst an den Strand geflüchtet, in der Hoffnung dort vor Angriffen sicher zu sein.
Verstösse gegen Waffenruhe?
Die aktuelle Waffenruhe-Vereinbarung, die seit Mitte April gilt, erlaubt Israel Verteidigungsmassnahmen gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe, untersagt jedoch offensive Einsätze auf libanesischem Gebiet. Die Konfliktparteien werfen sich gegenseitig vor, gegen diese Vereinbarung zu verstossen.
Die libanesische Armee meldete derweil am Nachmittag, dass einer ihrer Soldaten bei einem israelischen Angriff am Dienstag getötet worden sei. Israels Militär sagte auf Anfrage, man gehe dem Vorwurf nach. Die libanesische Armee ist keine Konfliktpartei.
Laut libanesischen Medien sollen seit dem Wiederaufflammen des Kriegs zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz Anfang März bereits 20 libanesische Soldaten bei israelischen Angriffen ums Leben gekommen sein.
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Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
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Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
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