PolitikIsrael stellt sich auf weitere drei Wochen Iran-Krieg ein
SDA
15.3.2026 - 19:05
dpatopbilder - Freiwillige räumen in den Trümmer eines Wohnhauses, das beschädigt wurde, als eine nahe gelegene Polizeistation am Freitag bei einem amerikanisch-israelischen Angriff getroffen wurde, auf. Foto: Vahid Salemi/AP/dpa
Keystone
Die israelische Armee plant ihren Krieg gegen den Iran nach Angaben eines Sprechers noch mindestens drei Wochen fortzusetzen. Es verblieben noch «Tausende Ziele» im Iran, sagte der Militärsprecher Effie Defrin, wie die Armee bestätigte.
Keystone-SDA
15.03.2026, 19:05
SDA
Am Sonntag griff die israelische Luftwaffe nach Armeeangaben vor allem Ziele in der Region der westiranischen Grossstadt Hamedan an. Dort seien mehrere wichtige Kontrollzentren der Revolutionsgarden und der Basidsch-Miliz, einer paramilitärischen Einheit unter Kontrolle der Revolutionsgarden, angegriffen worden.
Diese Zentren hätten zur Vorbereitung von Angriffen auf Israel und weitere Länder im Nahen Osten gedient, schrieb die Armee. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Defrin äusserte sich in einem Interview des US-Senders CNN. «Wir sind bereit – in Abstimmung mit unseren US-Verbündeten – mit Planungen zumindest bis zum jüdischen Feiertag Pessach, der in etwa drei Wochen beginnt», betonte er. «Und wir haben sogar weitergehende Pläne für weitere drei Wochen darüber hinaus.»
Das jüdische Pessachfest beginnt am Abend des 1. April. Es erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei. Traditionell findet am Pessachabend ein grosses Familientreffen statt.
Nach Angaben der Armee hat die israelische Luftwaffe seit Beginn des Kriegs am 28. Februar bereits mehr als 400 Angriffswellen ausgeführt. Diese konzentrierten sich demnach auf Infrastruktur der iranischen Machthaber. Laut dem US-Sender haben Israel und die USA im Iran bereits Tausende Ziele angegriffen.
Defrin sagte CNN, die israelische Armee arbeite «nicht nach einer Stoppuhr oder einem Zeitplan». Sie konzentriere sich vielmehr auf das Ziel, die iranische Führung erheblich zu schwächen.
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