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Jetzt meldenIsrael spricht von einem «Präventivschlag» gegen den Iran, die USA haben ihre militärische Beteiligung offiziell bestätigt. In Teheran wurden Explosionen gemeldet, Israel rief den Ausnahmezustand aus. Im Iran herrscht Krisenmodus mit Internetsperren und Notmassnahmen. Was wir bereits wissen.
Explosionen in Teheran, Ausnahmezustand in Israel, bestätigte US-Beteiligung: Der Konflikt zwischen Israel und Iran ist in eine neue Phase eingetreten. Vieles ist inzwischen offiziell – dennoch bleiben zentrale Fragen offen. Hier der aktuelle Stand.
Israels Verteidigungsminister Israel Katz bestätigte den militärischen Schlag gegen den Iran und sprach von einem «Präventivangriff». Ziel sei es gewesen, Bedrohungen für Israels Sicherheit zu neutralisieren.
Israel verhängte landesweit den Ausnahmezustand. Rund 70'000 Reservisten wurden mobilisiert. Nach israelischen Angaben feuerte der Iran mindestens 125 Raketen auf Israel ab, ein Teil davon wurde abgefangen. Schwerwiegende Schäden wurden zunächst nicht gemeldet.
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In Teheran kam es zu schweren Explosionen. Videos zeigen dichte Rauchwolken über der Hauptstadt. Getroffen worden sein sollen unter anderem Einrichtungen der Revolutionsgarden, Luftverteidigungsanlagen sowie Ziele in der Nähe von Regierungsgebäuden.
Auch aus Isfahan, Ghom, Lorestan, Tabris, Karadsch, Kermanschah und Damavand wurden Explosionen gemeldet. In Isfahan befindet sich ein zentrales Nuklearzentrum. Berichten zufolge sollen dort militärisch relevante Einrichtungen attackiert worden sein.

Dichte Rauchwolken steigen über Teheran auf.
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Iranische Behörden verhängten eine nahezu vollständige Internetsperre. Die Organisation Netblocks spricht von einem «fast vollständigen Internetausfall». Der iranische Sicherheitsrat riet der Bevölkerung zur Flucht aus Teheran. Eine Autobahn Richtung Norden wurde zeitweise zur Einbahnstrasse umfunktioniert, um die Abreise zu erleichtern.
Supermärkte wurden gestürmt, an Tankstellen bildeten sich lange Schlangen. Schulen und Universitäten blieben geschlossen. Kliniken arbeiten im Notbetrieb.
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US-Präsident Donald Trump bestätigte die aktive Beteiligung der Vereinigten Staaten an den Angriffen. Er sprach offen von möglichen amerikanischen Opfern und rief zugleich indirekt zum politischen Umbruch in Teheran auf.
Iran reagierte mit Angriffen auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Region. Betroffen waren unter anderem die Luftwaffenbasis Al-Udeid in Katar, Al-Salem in Kuwait, Al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Einrichtungen in Bahrain, wo die 5. US-Flotte stationiert ist.
In Bahrain schlug nach Videoaufnahmen eine Rakete auf dem Gelände der Marinebasis ein. Eine zweite Attacke soll eine Radarkuppel getroffen haben. In Kuwait wurden Raketen abgefangen. Auch Saudi-Arabien bestätigte iranische Angriffe im Raum Riad, die eigenen Angaben zufolge abgewehrt wurden.
In Abu Dhabi wurde laut Berichten eine Person durch Trümmerteile getötet. In Dubai steht auf der künstlichen Insel Palm Jumeirah ein Luxushotel nach einer Explosion in Flammen. Eine offizielle Bestätigung der Ursache steht noch aus.
Ein Haus von Ayatollah Ali Chamenei in Teheran wurde nach übereinstimmenden Berichten bombardiert. Der Revolutionsführer befand sich jedoch nicht im Gebäude.
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi erklärte im US-Fernsehen, Chamenei lebe «soweit ich weiss». Zwei Kommandeure der Revolutionsgarden seien bei den Angriffen getötet worden.
Nur Tage vor der Eskalation hatten in Genf Gespräche zwischen den USA und Iran über das Atomprogramm stattgefunden. Ein Durchbruch blieb aus.
Trump erklärte inzwischen, der bisherige Atomdeal sei faktisch beendet. Er fordert einen grundlegenden politischen Wandel in Teheran.

Menschen beobachten die Angriffe auf Teheran.
KEYSTONE
Russland verurteilte die Angriffe scharf und sprach von einem «unprovozierten bewaffneten Angriff». Moskau warnte vor einer «humanitären und möglicherweise radiologischen Katastrophe».
Der UN-Sicherheitsrat kommt zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Frankreich und Bahrain hatten das Treffen beantragt.
Unklar bleibt, welche Teile der iranischen Nuklearinfrastruktur tatsächlich beschädigt wurden. Ebenso offen ist das genaue Ausmass der Zerstörung militärischer Einrichtungen.
Iranische Stellen sprechen von mindestens 40 toten Schülerinnen nach einem Raketenangriff auf eine Mädchenschule in der Provinz Hormusgan nahe Minab. Die Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar.
Berichte über weitere zivile Opfer in den Golfstaaten sowie in Israel sind bislang fragmentarisch.
Ein General der Revolutionsgarden erklärte im iranischen Fernsehen, bislang seien nur «die schlechteren Raketen» eingesetzt worden. Weitere Angriffswellen könnten folgen.

Menschen sind auch in Israel in Bunker geflohen.
KEYSTONE
Iran verfügt über ein umfangreiches Raketenarsenal sowie über regionale Verbündete. Ob weitere direkte Angriffe oder asymmetrische Reaktionen folgen, ist offen.
Unklar bleibt, ob die USA ausschliesslich Luftschläge durchführen oder eine breitere militärische Strategie verfolgen. In Washington wächst zudem die innenpolitische Debatte.
Der demokratische Senator Andy Kim fordert eine War-Powers-Resolution, um Trumps militärische Befugnisse einzuschränken. Mehr dazu liest du auch hier:
Die Eskalation hat sich inzwischen auf mehrere Länder ausgeweitet. Der Luftverkehr im Nahen Osten ist massiv beeinträchtigt. Die Vereinigten Arabischen Emirate und der Irak schlossen zeitweise ihren Luftraum.
Die Schweiz zeigte sich «zutiefst besorgt» und rief zur Einhaltung des Völkerrechts auf. Die Schweizer Botschaft in Teheran bleibt einsatzfähig, das Personal wurde jedoch reduziert. In Bern demonstrierten rund 200 Personen vor der iranischen Botschaft gegen das Regime.
Ob es sich um eine begrenzte militärische Operation oder den Beginn eines umfassenden regionalen Krieges handelt, hängt nun massgeblich von den nächsten Schritten Teherans – und Washingtons – ab.