HANDOUT - Israels Außenminister Gideon Saar (2.v.r) trifft den Präsidenten der Region Somaliland, Abdirahman Mohamed Abdullahi. Foto: Schlomi Amsalem/GPO/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
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Israels Aussenminister Gideon Saar ist nach der umstrittenen Anerkennung Somalilands als unabhängigen Staat durch Israel zu Besuch in der Region. Er verteidigte die Entscheidung vor Ort als «moralisch richtig».
Keystone-SDA
06.01.2026, 17:08
SDA
Israel hatte im Dezember als weltweit erstes Land die muslimisch geprägte Region im Norden Somalias als unabhängigen Staat anerkannt. Somaliland ist seit mehr als drei Jahrzehnten praktisch unabhängig. Mehrere regionale Mächte verurteilten Israels Schritt.
Niemand werde bestimmen, welche Länder Israel als Staaten anerkenne, erklärte Saar nach Angaben seines Büros. Bei Somaliland handle es sich um einen «funktionierenden Staat» und «eine stabile Demokratie». Der israelische Aussenminister kündigte zugleich eine baldige Eröffnung von Botschaften an. Israel lud den Präsidenten der Region am Horn von Afrika, Abdirahman Mohamed Abdullahi, den Angaben zufolge auch zu einem Besuch nach Israel ein.
Saar kritisierte in Hargeisa zugleich die Anerkennung eines palästinensischen Staats durch mehrere Länder: «Anders als «Palästina» ist Somaliland kein scheinbarer Staat», sagte Saar, ohne diese Äusserung näher zu erläutern.
Scharfe Reaktion in Mogadischu
Das somalische Aussenministerium in Mogadischu reagierte scharf auf den Besuch des israelischen Aussenministers. Somaliland sei ein «integraler und untrennbarer Teil» Somalias, hiess es in einer Stellungnahme. Saars Besuch in Hargeisa sei eine ernsthafte Verletzung der Souveränität und politischen Einheit Somalias und stelle eine nicht zu akzeptierende Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes dar.
Das abtrünnige Gebiet in Ostafrika hatte bisher vergeblich auf internationale Anerkennung gehofft.
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O-Ton Johann Wadephul, CDU, Aussenminister
«Aber es ist klar, diese Position habe ich vertreten, und ich glaube, die sollte auch, dass Rasmussen weiter vertreten wird er auch weiterhin vertreten, dass die Zukunft Grönlands durch die Grönländer innen und Grönländer entschieden wird. Die Fragen der Souveränität des Staatsgebietes des Königreiches Dänemark wird durch Dänemark entschieden und durch niemanden anders.»
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