Aktuelle Entwicklungen

Baselbieter stirbt an Covid-19, erste Einschränkungen im Zugverkehr mit Italien

tafi/Agenturen

8.3.2020

Im Kanton Basel-Landschaft verstirbt ein 76-jähriger Covid-19-Patient. Neu gibt es 281 bestätigte Infektionen in der Schweiz. Im Zugverkehr mit dem abgeriegelten Norditalien kommt es zu ersten Einschränkungen.

Das Coronavirus hat in der Schweiz ein zweites Todesopfer gefordert. Es handelt sich um einen 76-jährigen Mann mit Vorerkrankungen aus dem Kanton Basel-Landschaft. Über das Wochenende ist die Zahl der Coronavirus-Fälle hierzulande nochmals deutlich angestiegen.

Die Auswirkungen der Abriegelung Norditaliens sind noch nicht abzuschätzen. Derzeit sieht es aber so aus, als würden die Grenzgänger weiterhin in die Schweiz einreisen dürfen. Während die SBB weiterhin nach Mailand fährt, darf die Tessiner Centovalli-Bahn nicht mehr über die Grenze.

Am Montag greifen wir die neuesten Geschehnisse, Zahlen, Konsequenzen  punkto Coronavirus wieder auf. Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Ihr «Bluewin»-Team.

Das Wichtigste im Überblick

  • In der Schweiz gibt es ein zweites Todesopfer durch Covid-19. Es handelt sich um einen 76-jährigen Baselbieter. Aktuell zählt das BAG 281 bestätigte Infektionen mit Sars-CoV-2 in 20 von 26 Kantonen.
  • Seit heute gilt für grosse Teile Norditaliens ein grundsätzliches Ein- und Ausreiseverbot. Der Bundesrat ist in Kontakt mit italienischen Behörden, um schnell auf Entwicklungen reagieren zu können. Der grenzüberschreitende Zugverkehr erfährt erste Einschränkungen.
  • Der Einsturz eines Quarantänehotels in China fordert mehrere Todesopfer.
  • Mehrheit der Schweizer Bevölkerung fühlt sich vom Coronavirus nicht oder nur gering bedroht.

Aktuelle Zahlen aus der Schweiz

Das neuartige Coronavirus breitet sich in der Schweiz weiter aus. Aus 20 der 26 Kantone sowie neu aus dem Fürstentum Liechtenstein wurden bis jetzt Fälle gemeldet. Gemäss Bundesamt für Gesundheit gibt es mittlerweile 281 bestätigte Ansteckungen mit Sars-CoV-2 (Stand: 8. März 2020, 12 Uhr). Bei 51 weiteren Fällen liegt ein erstes positives Resultat vor, die Bestätigung durch das Referenzlabor in Genf stehe für diese Fälle noch aus.

Zwei Personen sind an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 in der Schweiz gestorben. Eine 74-Jährige Coronavirus-Patientin verstarb am Donnerstag, 5. März im Kanton Waadt. Am Sonntag meldete der Kanton Basel-Landschaft einen weiteren Todesfall. 

Die kantonale Verteilung der in der Schweiz bestätigten Covid-19-Fälle.
Quelle BAG

17.50 Uhr: Grenzgänger dürfen wohl weiter in Schweiz einreisen

Nach den drastischen Quarantäne-Massnahmen Italiens stellt sich die Frage, was das für die rund 70'000 Grenzgänger aus Italien, die im Tessin arbeiten, bedeutet. Gemäss Anordnung der italienischen Regierung darf man die Sperrzonen nur aus «ernsten und unvermeidlichen» Anlässen betreten oder verlassen, etwa zum Zwecke der Arbeit oder zur Betreuung anderer Personen.

Laut «Blick» habe die Regierung in Italien offiziell bekanntgegeben, dass italienische Grenzgänger weiterhin unbeschwert in die Schweiz einreisen dürfen.

17.10 Uhr: Hoffnung in China

In China, wo das neuartige Coronavirus im Dezember erstmals aufgetreten war, gab es derweil die Hoffnung auf ein Ende der drastischen Quarantäne-Massnahmen. Mit 44 Neuinfektionen war diese Zahl am Sonntag nach offiziellen Angaben erneut rückläufig. Mit 27 neuen Todesopfern – alle in Hubeis Hauptstadt Wuhan – meldete das Land die geringste Opferzahl seit mehr als einem Monat. Insgesamt starben damit in Festlandchina 3097 Infizierte.

16.50 Uhr: Revolten in italienischen Gefängnissen

Die Coronavirus-Epidemie in Italien sorgt für Turbulenzen in einigen Strafanstalten. Gewaltsame Proteste brachen am Sonntag in den Strafanstalten von Modena und Frosinone südlich von Rom aus. In Modena steckten Gefängnisinsassen einige Gegenstände in Brand. Die Gefängnisinsassen protestierten damit gegen den Regierungsbeschluss, Besuche von Angehörigen als Massnahme zur Eingrenzung der Coronavirus-Epidemie auszusetzen.

16.35 Uhr: Kontakte des Baselbieter Todesopfers bekannt

Im Falle des Baselbieters, der im Kantonsspital Liestal an den Folgen von Covid-19 gestorben ist, wisse man «mit wem der Patient Kontakt hatte», erklärt Chefarzt Jörg D. Leuppi. Details würden aber nicht bekanntgegeben. Der Mann habe keine Verbindungen nach Italien gehabt und sei bereits vorige Woche ins Spital eingeliefert worden.

16.30 Uhr: Auch Deutschland erwägt Absage von Grossveranstaltungen

Wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus in Deutschland empfiehlt Gesundheitsminister Jens Spahn, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Zurzeit geschehe dies aus seiner Sicht noch zu zaghaft, sagte der Politiker am Sonntag. «Angesichts der dynamischen Entwicklung der letzten Tage sollte das schnell geändert werden.» Von solchen Absagen betroffen könnten unter anderem Sportveranstaltungen, Messen und Konzerte.

16.15 Uhr: Zweites Schweizer Covid-19-Todesopfer hatte Vorerkrankungen

Bei dem zweiten Schweizer, der an den Folgen von Covid-19 gestorben ist, handelt es sich um einen 76-jährigen Baselbieter. Das teilte der kantonale Krisenstab Basel-Landschaft mit. Regierungsrat Thomas Weber drückte der Familie des Verstorbenen sein Beileid aus.

Der Patient habe schon vorher an mehreren chronischen Erkrankungen gelitten, hiess im Rahmen einer Medienorientierung. Chefarzt Prof. Dr. med. Jörg D. Leuppi wies darauf hin, dass für andere Patienten im Kantonsspital Baselland in Liestal keine Gefährdung bestünde. Man habe entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Covid-19-Patienten seien isoliert.

15.00 Uhr: Erste Einschränkungen im Zugverkehr

Im Bahnverkehr mit Italien gibt es nun doch Einschränkungen. Die Tessiner Centovalli-Bahn, die normalerweise zwischen Locarno und dem italienischen Domodossola verkehrt, fährt per sofort nur noch bis zur Grenze. Darüber informiert das Bahnunternehmen auf seiner Website.  Gemäss eines Berichts von «20 Minuten» hätten die italienischen Behörden der Centovalli-Bahn  den grenzüberschreitenden Verkehr untersagt.

14.30 Uhr: Kreuzfahrtschiff darf in Oakland anlegen

Das wegen mehrerer Coronavirus-Infektionen vor der Küste Kaliforniens gestoppte Kreuzfahrtschiff darf im Hafen von Oakland anlegen. Das teilte der Kapitän der «Grand Princess» laut US-Medienberichten den rund 3500 Menschen an Bord mit. Auch vier Schweizer Staatsangehörige befinden sich laut dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf dem Kreuzfahrtschiff.

Reisende hatten seine Ansprache aufgenommen und örtlichen Medien geschickt. Stadtrat Larry Reid aus Oakland bestätigte dem «San Francisco Chronicle» die Angaben. Das Schiff werde am Montag in einem derzeit nicht genutzten Abschnitt des dortigen Hafens erwartet, hiess es.

14.08 Uhr: Zweites Corona-Todesopfer in der Schweiz

Im Kantonsspital in Liestal BL ist ein Covid-19-Patient verstorben, wie der kantonale Krisenstab am Sonntag mitteilte. Es handelt sich um das zweite Coronavirus-Todesopfer in der Schweiz.

Über weitere Details werden die Medien um 16 Uhr in Liestal informiert. An der Medienkonferenz nehmen Regierungsrat Thomas Weber, Kantonsärztin Monika Hänggi, der Chefarzt des Kantonsspitals, Jörg D. Leuppi, und der Leiter des kantonalen Krisenstabes, Patrick Reiniger teilt.

13.45 Uhr: WHO lobt «mutiges» Italien

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die drastischen Quarantäne-Massnahmen in Italien gegen die Ausbreitung des Coronavirus begrüsst. Diese seien «mutig» und erforderten «wirkliche Opfer», erklärte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Sonntag im Online-Dienst Twitter.

In der Nacht zum Sonntag hatte die Regierung in Rom ein grundsätzliches Ein- und Ausreiseverbot für Gebiete in Norditalien mit insgesamt mehr als 15 Millionen Einwohnern verhängt. Die in Europa beispiellose Quarantäne gilt bis zum 3. April. Mit rund 5900 nachgewiesenen Infektionen und mehr als 230 Todesopfern ist Italien das am schwersten von der Epidemie betroffene Land Europas.

13.20 Uhr: Coronavirus in Basler Reha-Klinik

In der Basler Rehabilitationsklinik Rehab Basel wurden zwei Patienten positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet. Sie seien in zwei deutschschweizer Spitäler in Isolation verlegt worden. Das berichtet der «Tages-Anzeiger». Auch mehrere Mitarbeitende der Klinik hätten sich angesteckt, wie Klinikdirektor Stephan Bachmann der Zeitung bestätigt.

In der Basler Reha-Klinik Rehab Basel hat es mehrere Infektionen mit Sars-CoV-2 gegeben. Offenbar haben sich zwei Patienten und mehrere Mitarbeitende angesteckt.
Keystone

12.10 Uhr: Zehn Tote nach Einsturz des Quarantäne-Hotels

Update: Laut Medienberichten hat sich die Zahl der Todesopfer beim Einsturz eines Quarantäne-Hotels in der chinesischen Stadt Quanzhou auf mindestens zehn erhöht. 23 Menschen wurden noch vermisst, berichtete Chinas Staatssender CCTV am Sonntag.

11.50 Uhr: Schweiz streitet mit Berlin um Schutzmasken

Mitten im Kampf gegen das Coronavirus ist zwischen der Schweiz und Deutschland ein offener Streit um die Lieferung von Schutzmasken entbrannt. Deutschland verhindert laut einem Bericht der «NZZ am Sonntag» die Ausfuhr der Masken in die Schweiz.

Die Eidgenossenschaft lud deswegen gemäss Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) den deutschen Botschafter vor, um bei ihm gegen das Ausfuhrverbot zu protestieren. «Bei diesen Kontakten wurden die deutschen Behörden mit Nachdruck aufgefordert, die blockierten Sendungen umgehend freizugeben», wird Seco-Sprecher Fabian Maienfisch zitiert.

Laut dem Bericht wird ein Lastwagen eines Schweizer Unternehmens von deutschen Zollbehörden daran gehindert, in die Schweiz zu fahren. An Bord befinden sich 240’000 Schutzmasken. Das Seco weist darauf hin, dass es sich nicht um einen einzelnen Fall handle, und dass weitere Transporte blockiert seien.

Die deutsche Regierung hatte am vergangenen Mittwoch ein Ausfuhrverbot für medizinische Schutzausrüstungen wie Schutzbrillen, Atemschutzmasken, Schutzkittel, Schutzanzüge und Handschuhe erlassen. Einen Tag zuvor hatte die französische Regierung die Beschlagnahmung aller Schutzmasken angeordnet. Die Schweiz wird hart von diesen Massnahmen getroffen, weil das Land selber kaum medizinisches Verbrauchsmaterial produziert.

Schutzmasken werden in der Schweiz knapp. Weil die deutsche Regierung offenbar Lieferungen von medizinischer Schutzausrüstung in die Schweiz blockiert, ist zwischen Bern und Berlin ein offener Streit entbrannt. (Symbolbild)
Uncredited/CHINATOPIX/AP/dpa

11.30 Uhr: SBB fährt weiter nach Mailand

Die grenzüberschreitenden Züge von und nach Italien verkehren weiter nach Fahrplan, wie die SBB am Sonntag mitteilte. Die italienischen Behörden hätten keine Einschränkungen für den grenzüberschreitenden Bahnverkehr angeordnet, sagte SBB-Mediensprecher Reto Schärli gegenüber «20 Minuten»: «Solange Italien den Bahnverkehr nicht einschränkt, fahren unsere Züge nach Fahrplan – auch in das Sperrgebiet in Italien.»

Die grenzüberschreitenden S-Bahnen sowie die Direktverbindungen von Zürich und Genf nach Mailand würden weiterhin wie üblich verkehren. Über Auswirkungen auf die Auslastung der Züge in die Lombardei wollte Schärli nicht spekulieren. Er konnte auch nicht sagen, ob die italienische Grenzwacht verstärkte Kontrollen durchführen würde.

10.30 Uhr: Nordkorea entlässt 3'600 Menschen aus Quarantäne

Nordkorea hat laut Medienberichten tausende Menschen aus der Coronavirus-Quarantäne entlassen. Es seien 3'650 in den Provinzen Kangwon und Chagang isolierte Menschen entlassen worden, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Sonntag unter Berufung auf den staatlichen Rundfunk Nordkoreas.

Das kommunistische Land hat bislang noch keinen Fall einer Ansteckung mit dem Coronavirus gemeldet, angesichts der Epidemie in den Nachbarländern China und Südkorea aber drastische Schutzmassnahmen ergriffen.

Am Freitag hatte die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA gemeldet, 221 der 380 Ausländer, die wegen des Coronavirus unter «strenger medizinischer Aufsicht» standen, seien aus der Quarantäne entlassen worden.

10.06 Uhr: Erste Coronavirus-Infektionen in Bulgarien

Im EU-Land Bulgarien sind erstmals Fälle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Erkrankt sind zwei Patienten in einem Krankenhaus im nordbulgarischen Plewen, ein 27-Jähriger und ein 61-Jähriger, wie der zuständige medizinische Krisen-Stab am Sonntag in Sofia mitteilte. Ausserdem sei die Infektion bei einer 75 Jahre alten Frau nachgewiesen worden sowie bei einer Mitarbeiterin des Personals einer Klinik im mittelbulgarischen Gabrowo.

10.00 Uhr: Bundesrat verfolgt Entwicklung in Italien

Die Abriegelung Norditaliens hat auch Auswirkungen auf das Tessin. Wie Sprecher André Simonazzi auf Twitter mitteilte, ist der Bundesrat deswegen im ständigen Austausch mit den Behörden in Italien und dem Tessin. Die neuen Sperrgebiete gelten zunächst bis zum 3. April, man dürfe sie nur aus «ernsten und unvermeidlichen» Gründen betreten oder verlassen. 

In Italien prüfen Soldaten mit Atemschutzmaske die Ein- und Ausreise in Italien. Die Regierung hat weite Teil der Lombardei abgeriegelt. 
Claudio Furlan/LaPresse via ZUMA Press/dpa

8.00 Uhr: Tote nach Einsturz von Quarantäne-Hotel in China

Beim Einsturz eines als Quarantäne-Unterkunft genutzten Hotels in der chinesischen Küstenstadt Quanzhou sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag. Nach dem Einsturz am Samstag wurden demnach 42 Menschen aus den Trümmern gerettet, von denen jedoch fünf schwer verletzt waren. Insgesamt wurden 71 Menschen eingeschlossen. Die Rettungsarbeiten mit Hunderten Einsatzkräften dauerten an.

Laut staatlicher Medien ergab eine erste Untersuchung, dass Renovierungsarbeiten in dem Gebäude der Auslöser für das Unglück gewesen sein könnten. Die Polizei nahm den Besitzer des Gebäudes am Sonntag in Gewahrsam.

Vom fünfstöckigen Hotel in der Stadt Quanzhou blieben nach dem Einsturz nur noch Trümmer übrig.
KEYSTONE/AP

6.00 Uhr: Italien weitet Sperrgebiet drastisch aus

Im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie stellt Italiens Regierung Gebiete im Norden des Landes mit mehreren Millionen Einwohnern unter Quarantäne. Ab Sonntag gilt für grosse Teile Norditaliens ein grundsätzliches Ein- und Ausreiseverbot.

Italien sperrt damit die wirtschaftsstarke Lombardei und 14 andere Gebiete weitgehend ab, darunter die Wirtschaftsmetropole Mailand und der Touristenmagnet Venedig. Das sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Sonntagmorgen, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Er habe das entsprechende Dekret unterschrieben.

Davon betroffen sind neben der Millionenstadt Mailand und der Touristenhochburg Venedig auch Parma in der Region Emilia-Romagna. Ausserdem bestätigte beziehungsweise verhängte die Regierung den Angaben nach Einschränkungen für ganz Italien wie den Stopp für Kinos, Theater, Museen, Demonstrationen und viele andere Veranstaltungen.

5.45 Uhr: Schweizer zufrieden mit dem Bund 

Trotz steigender Zahl der Coronavirus-Fälle in der Schweiz bleibt eine Mehrheit der Bevölkerung gelassen. Sie stellt sich einer Umfrage zufolge klar hinter Massnahmen des Bundes. So halten 76 Prozent der Befragten das Verbot für Grossveranstaltungen für angemessen.

Das geht aus einer Umfrage des Forschungsinstituts Link hervor, die der «SonntagsBlick» publiziert hat. Die Befragung wurde vom 3. bis 6. März bei 1'074 Personen aus der Deutschschweiz, der Romandie und dem Tessin durchgeführt.

Demnach fühlten sich Zweidrittel vom Virus nicht oder nur gering bedroht. 24 Prozent stuften die Corona-Gefahr als mittelhoch ein, acht Prozent als hoch. Die Werte blieben stabil, sie veränderten sich im Vergleich zur Vorwoche kaum.

Jeder Vierte spricht sich in der Studie für eine Schliessung der Grenzen zu Italien aus. Das Land ist neben China, Südkorea und dem Iran am stärksten vom Virus betroffen. Der Bundesrat wie auch die europäischen Gesundheitsminister haben sich bisher wegen der weitreichenden Folgen gegen Grenzschliessungen ausgesprochen.

0.30 Uhr: US-Bundesstaat New York verhängt Notstand

Im US-Bundesstaat New York gilt wegen des neuen Coronavirus nun der Notstand. Derzeit gebe es dort 76 bestätigte Fälle, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Samstag (Ortszeit) in der Hauptstadt Albany. In dem Staat leben knapp 20 Millionen Menschen, davon rund 8,5 Millionen in der Metropole New York City.

In den USA ist ein Notstand in erster Linie ein wichtiger bürokratischer Akt, weil Zuständigkeiten von der Bundesebene an regionale und lokale Behörden verlagert werden. Im Fall von Corona könnten staatliche Bedienstete schneller nötige Einkaufsaufträge zur Versorgung von Erkrankten vergeben und Aushilfen in Städten einstellen, in denen besonders viele Fälle auftreten, erklärte Cuomo.

Auch in den Bundesstaaten Kalifornien, Maine und Washington an der Westküste der USA wurde bereits der Notstand verhängt. Laut Zählungen der New York Times gab es in den Vereinigten Staaten bis Samstagnachmittag rund 350 bestätigte Fälle und 17 Tote.

Die Coronavirus-Krise – eine Chronik

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