PolitikJapans Regierungschef: Abe nach Anschlag in ernstem Zustand
SDA
8.7.2022 - 08:11
Ein Angestellter verteilt Sonderausgabe der Zeitung Yomiuri Shimbun, in der über den Anschlag auf Ex-Regierungschef Abe Ex-Regierungschef Abe berichtet wird. Foto: Eugene Hoshiko/AP/dpa
Keystone
Japans früherer Ministerpräsident Shinzo Abe ist nach dem Anschlag in einem «ernsten Zustand». Das sagte sein Nachfolger und Parteifreund, der amtierende Regierungschef Fumio Kishida, am Freitag zu Journalisten. Kishida verurteilte den Anschlag in der Stadt Nara aufs «Schärfste». Er hatte zuvor einen Wahlkampfauftritt in der nördlichen Präfektur Yamagata abgebrochen und war sofort mit einem Hubschrauber zu seinem Amtssitz in Tokio zurückgekehrt. Das Motiv für den Anschlag sei noch nicht bekannt, sagte Kishida.
Keystone-SDA
08.07.2022, 08:11
SDA
Auf seinen Vorgänger Abe wurde laut Medienberichten zweimal von einem Ex-Mitglied der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte geschossen. Abe war für einen Wahlkampfauftritt in Nara, am Sonntag wird in Japan das Oberhaus des Parlaments gewählt.
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
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O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
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Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
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