BildungJugendliche aus ärmeren Haushalten haben tieferen Abschluss
SDA
20.3.2025 - 09:42
Jugendliche aus einkommensschwachen Haushalten haben statistisch gesehen tiefere Abschlüsse als solche aus reicheren Familien. (Archivbild)
Keystone
Jugendliche aus einkommensschwachen Haushalten haben statistisch gesehen einen tieferen Schulabschluss als solche aus einkommensstarken Familien. Dies geht aus einer Studie des Bundesamtes für Statistik hervor, für die Daten von 82'000 Jugendlichen analysiert wurden.
Keystone-SDA
20.03.2025, 09:42
SDA
Gemäss dieser Analyse erlangten 8,2 Prozent der Jugendlichen, die zwischen 2011 und 2015 16 Jahre alt wurden, auch zehn Jahre später keinen Abschluss auf Sekundarstufe ll. 13 Prozent davon stammten aus einkommensschwachen Haushalten. Bei den Sozialhilfebeziehenden waren es sogar 24 Prozent. Der Anteil der Jugendlichen aus den einkommensstärksten Familien ist dabei mit 5,1 Prozent deutlich am geringsten.
Je ärmer, desto niedriger der Abschluss
Schülerinnen und Schüler aus ärmeren Familien würden «wesentlich häufiger» ein Berufsattest (früher Anlehre) und «deutlich seltener» eine Maturität abschliessen, schrieb das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag in einer Mitteilung.
8,4 Prozent der Berufsattest-Absolvierenden stammten aus einkommensschwachen Haushalten, 13,3 Prozent aus solchen mit Sozialhilfe. Lediglich 0,9 Prozent der Jugendlichen aus den wohlhabendsten Familien schlossen ein Berufsattest ab.
Hingegen stammten 72,7 Prozent der Maturität-Absolvierenden (Gymnasium, Fachmaturität und Berufsmaturität) aus den einkommensstärksten Familien. Nur 30,1 Prozent der Schülerinnen und Schüler aus dieser Stufe kam aus ärmeren Haushalten. Bei denen mit Sozialhilfe waren es noch 20,1 Prozent.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt