EuropaKanada schliesst sich EU-Kreditfonds für Rüstungsprojekte an
SDA
2.12.2025 - 05:58
ARCHIV - Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen (l) und der Präsident des Europäischen Rates Antonio Costa (r) begrüßen den kanadischen Premierminister Mark Carney bei seiner Ankunft zu einem EU-Kanada-Gipfel im Gebäude des Europäischen Rates in Brüssel. Foto: Sean Kilpatrick/Canadian Press via ZUMA Press/dpa
Keystone
Kanada schliesst sich einem bis zu 150 Milliarden Euro schweren EU-Programm für günstige Darlehen zur gemeinsamen Beschaffung von Rüstungsgütern an.
Keystone-SDA
02.12.2025, 05:58
SDA
Das Finanzierungsinstrument sei «in diesen geopolitisch turbulenten Zeiten» ein Weg, um die Zusammenarbeit zu verstärken, erklärten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der kanadische Premierminister Mark Carney in einer gemeinsamen Mitteilung. Es gehe darum, verteidigungspolitische Ziele zu erfüllen, vorhandene Mittel besser einzusetzen und darum, sich in Rüstungsfragen enger abzustimmen.
Hintergrund des Projekts mit dem Namen Safe sind die Aufrüstungsbemühungen in Europa: Sie sollen Russland davor abschrecken, nach der Ukraine möglicherweise auch noch einen EU-Staat anzugreifen. Geheimdienste gehen davon aus, dass Russland spätestens 2030 militärisch in der Lage sein dürfte, einen weiteren Krieg zu beginnen.
Kanada will Abhängigkeit von den USA reduzieren
Für den Nato-Partner Kanada dürfte der Reiz einer etwas engeren Anbindung an die EU im Rüstungssektor auch darin liegen, die Abhängigkeit von den USA als wichtigstem Bündnispartner des Landes zu reduzieren. Präsident Donald Trump hatte Kanada vor den Kopf gestossen, indem er wiederholt anregte, das Nachbarland solle schlicht als 51. Bundesstaat in die USA integriert werden.
In der gemeinsamen Erklärung vom Montag hiess es, die Teilnahme an dem Kreditprogramm sei «der nächste Schritt unserer sich verstärkenden Zusammenarbeit und symbolisch für die gemeinsamen Prioritäten Kanadas und der Europäischen Union». Kanada gehört wie die meisten EU-Staaten zu den standhaften Unterstützern der von Russland angegriffenen Ukraine.
Die über den EU-Haushalt abgesicherten Darlehen des Safe-Projekts sollen es Mitgliedsstaaten ermöglichen, zu sehr günstigen Finanzierungsbedingungen in gemeinsame Rüstungsprojekte zu investieren – beispielsweise, um zusätzliche Luftverteidigungssysteme oder Munition zu kaufen. Gemeinsame Beschaffungsprojekte sollen der EU zufolge über Mengenvorteile auch zu niedrigeren Preisen führen. Zudem soll dadurch sichergestellt werden, dass die Streitkräfte der Partnerländer besser zusammenarbeiten können, also ihre sogenannte Interoperabilität erhöht wird.
Deutschland will verbilligte EU-Darlehen nicht in Anspruch nehmen
Deutschland will die Darlehen im Gegensatz zu anderen grossen EU-Ländern wie Frankreich, Italien und Spanien vorerst nicht in Anspruch nehmen, da die Bundesrepublik auf den Finanzmärkten auch ohne EU-Unterstützung Kredite zu sehr günstigen Konditionen bekommt. Deutsche Unternehmen könnten aber über das Programm finanzierte Aufträge bekommen.
Neue Breitseite: Trump wirft europäischen Spitzenpolitiker Schwäche vor
Washington, 09.12.2025:
Trump legt bei Europa-Kritik erneut nach: Der US-Präsident wirft europäischen Spitzenpolitikern vor «schwach» zu sein, und «politisch korrekt» handeln zu wollen. Er stellt bei einem Interview des Nachrichtenportals «Politico» in Aussicht, künftig europäische Politiker unterstützen zu wollen, die er für geeigneter hält.
Der Republikaner kritisiert erneut vor allem die Einwanderungspolitik europäischer Länder, durch die viele dieser Länder künftig «keine lebensfähigen Staaten» mehr sein würden. Die meisten europäischen Nationen würde zunehmend «verfallen» – als einzige Positivbeispiele führte er Ungarn und Polen an.
10.12.2025
Er hat nichts dazu gelernt: Pelikan muss geschluckte Taube ausspucken
Dieser Pelikan ist ein Wiederholungstäter: Nicht zum ersten Mal schnappt er nach einer Taube. Im Video siehst du, wie der Zoowärter ihn zwingt, den Vogel wieder auszuspucken.
13.09.2024
EU dreht russischen Gashahn zu: Steigen die Preise?
Die EU dreht den Gashahn zu: Bis spätestens Ende 2027 will Brüssel vollkommen unabhängig von russischem Erdgas sein. Damit wollen sich die EU-Staaten langfristig unabhängig von Energieimporten aus Russland und damit weniger erpressbar machen. Zudem wird es Russland erschwert, seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit den Milliardengewinnen aus Energielieferungen zu finanzieren.
05.12.2025
Neue Breitseite: Trump wirft europäischen Spitzenpolitiker Schwäche vor
Er hat nichts dazu gelernt: Pelikan muss geschluckte Taube ausspucken
EU dreht russischen Gashahn zu: Steigen die Preise?