PolitikKanadas Premier verkündet Neuwahl – Zollstreit Hauptthema
SDA
23.3.2025 - 18:39
dpatopbilder - Kanadas Premierminister Mark Carney spricht zu den Medien in der Rideau Hall. Foto: Adrian Wyld/The Canadian Press/AP/dpa
Keystone
Inmitten des turbulenten Handelskriegs mit den USA soll Kanada ein neues Parlament wählen. Premier Mark Carney rief am Sonntag eine vorgezogene Wahl für den 28. April aus. Dann tritt der Chef der Liberalen als Spitzenkandidat seiner Partei gegen den Konservativen Pierre Poilievre an.
Keystone-SDA
23.03.2025, 18:39
23.03.2025, 19:12
SDA
Die Neuwahl im G7-Land hatte sich abgezeichnet: Wegen schwacher Wirtschaft und steigender Preise verloren Trudeau und seine Liberalen an Rückhalt. Trudeau trat zurück, übergab an Mark Carney und kam so einem Misstrauensvotum zuvor. Experten sehen darin den Versuch, das Momentum im Konflikt mit den USA zu nutzen.
Trumps Druck verschaffte den Liberalen überraschenden Aufwind. Carney liegt in Umfragen vorn. Im Angesicht Trumps rücken viele der 41 Millionen Kanadier zusammen.
«Canada First»-Kandidat oder Krisenmanager?
Die Parteien haben gut einen Monat, um die Wählenden zu überzeugen. Die Spitzenkandidaten aller Lager geben sich als Anti-Trump, doch Poilievre fällt das schwerer: Sein Stil erinnert an Trump, auch seine Agenda – niedrige Steuern, Kürzungen im Staatshaushalt, Kritik an Fake-News und woker Ideologie. Das funktionierte, solange Trudeaus Politik unpopulär war und Trump keine Angst machte. Nun aber stärkt dessen Kurs wieder die Liberalen. Laut Umfragen trauen viele Carney am ehesten zu, es mit Trump aufnehmen zu können.
Carney gilt als krisenerprobt, wenn auch ohne Regierungserfahrung: Während der Finanzkrise leitete er Kanadas Zentralbank, später die Bank of England während des Brexits. Zuletzt war er UN-Sondergesandter für Klimaschutz. Er wirbt für engere Kooperation mit Europa und Asien, um die US-Abhängigkeit zu verringern. Sein Amtsstart war stark. Ob er den harten Wahlkampf durchsteht, bleibt offen – sein begrenztes Charisma gilt als Schwäche.
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
15.01.2026
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
14.05.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen