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Jetzt meldenFBI-Direktor Kash Patel und der amtierende US-Justizminister Todd Blanche haben an einer gemeinsamen Pressekonferenz in Washington heftig auf einen Enthüllungsbericht des Magazins «The Atlantic» reagiert.
Selten haben sich die obersten US-Strafverfolgungsbehörden derart ungehalten gezeigt. An einer Pressekonferenz im Justizministerium am Dienstag gingen Patel und Blanche auf Konfrontation mit den anwesenden Journalisten. Als NBC-Korrespondent Ryan Reilly Patel mit den Vorwürfen aus einem «Atlantic»-Bericht konfrontierte, wies der FBI-Direktor sämtliche Anschuldigungen als Erfindungen zurück. Berichte über seine angebliche Trinkerei und sein erratisches Verhalten bezeichnete er als «absolute Lüge».
Der Bericht des Magazins stützt sich auf Gespräche mit mehr als zwei Dutzend Personen aus Patels Umfeld. Er zeichnet das Bild eines tief misstrauischen FBI-Chefs, der häufig unerklärlich abwesend sei und sowohl in Washington als auch in seinem Wohnort Las Vegas exzessiv trinke – ein Verhalten, das ihn laut dem Artikel potenziell erpressbar machen könnte.
Besonders aufsehenerregend: Patel soll nach einem Computerproblem, das ihn kurzzeitig aus seinen Systemen sperrte, sofort geglaubt haben, vom Weissen Haus entlassen worden zu sein. In seiner eigenen Klageschrift räumt Patel ein, dass es ein «routinemässiges technisches Problem» beim Einloggen gegeben habe – was seiner öffentlichen Aussage, er sei «nie ausgesperrt worden», widerspricht.
Zudem kursieren Aufnahmen, die zeigen, wie Patel mit Mitgliedern des US-Olympia-Eishockeyteams Bier trinkt. Das soll laut dem Bericht selbst US-Präsident Donald Trump verärgert haben. Patel konterte: Er sei «ein ganz normaler Amerikaner, der sein Land liebt und Eishockey liebt».
Patel betonte, er habe «noch nie im Dienst getrunken» – und verwies auf seine Defamationsklage als Beweis für seinen Ernst. Gegen Journalisten, die sich an der Berichterstattung beteiligen wollten, richtete er eine direkte Aufforderung: «Ich sehe euch vor Gericht.» Zudem sagte er: «Ich höre der Fake-News-Mafia nie zu. Wenn sie lauter werden, bedeutet das nur, dass ich meinen Job richtig mache.»
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Der amtierende Justizminister Todd Blanche stellte sich demonstrativ hinter Patel. Allerdings räumte er auf Nachfrage ein, den «Atlantic»-Artikel vor seiner Kritik gar nicht gelesen zu haben. Seine Hauptkritik richtete sich gegen die Verwendung anonymer Quellen. «The Atlantic» hingegen hält an seiner Berichterstattung fest und kündigte an, die Klage entschlossen zu bekämpfen.