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Feuert Trump seinen FBI-Boss?

Epstein, Freundin, Social Media – die 3 Stolpersteine für Kash Patel

Sorgt immer wieder für Gesprächsstoff: FBI-Direktor Kash Patel.

Sorgt immer wieder für Gesprächsstoff: FBI-Direktor Kash Patel.

Bild: Keystone

Steht FBI-Direktor Kash Patel auf Trumps Abschussliste? Das Weisse Haus dementiert einen entsprechenden Bericht, doch die Negativ-Schlagzeilen um den 45-Jährigen häufen sich. Erst der Fehler mit dem Kirk-Attentäter, dann der Fall Epstein – und auch wegen seiner Freundin gibt es Kritik.

Philipp Dahm

Philipp Dahm

27.11.2025, 04:30•28.11.2025, 12:51

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Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Einem Medienbericht zufolge überlegt Donald Trump, FBI-Chef Kash Patel zu feuern.
  • Das Weisse Haus dementiert: Trump betont umegehend, dass Patel einen guten Job mache.
  • Fall Epstein, teure Freundin, Social Media: Diese 3 Themen trüben die bisherige Amtszeit Patels.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

«Diese Geschichte ist komplett erfunden», schreibt Karoline Leavitt auf X. Als «MS Now» – früher MSNBC – diese «Fake News» bringt, findet im Oval Office gerade eine Sitzung von Donald Trump und seinem Sicherheitsteam statt, fährt die Sprecherin des Weissen Hauses fort. Darunter ist auch FBI-Chef Kash Patel.

Leavitt liest dem Präsidenten die Überschrift vor: «Quellen zufolge erwägt Trump die Entlassung von Kash Patel», lautet der Titel. «Er sagte: «‹Was? Das ist völlig falsch. Kommen Sie, Kash, lassen Sie uns ein Foto machen, um ihnen zu zeigen, dass Sie einen tollen Job machen!›», beschreibt Leavitt weiter und warnt: «Glauben Sie den Fake News nicht!»

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Von drei anonymen Personen will «MS Now» erfahren haben, dass Patel auf der Abschussliste steht, weil er für zu viele negative Schlagzeilen sorgt. Er könnte Ende des Jahres durch Andrew Bailey ersetzt werden, der derzeit einer der Stellvertreter des stellvertretenden FBI-Direktors Don Bongino ist.

Drei grosse Böcke

Das Thema scheint Trump zu beschäftigen. Als er gestern traditionell zwei Truthähnen vor Thanksgiving das Leben schenkt, denkt er auch an seinen FBI-Chef, der «sehr beschäftigt damit ist, einen guten Job zu machen». Anschliessend betont er in der Air Force One erneut: «Er macht einen grossartigen Job!»

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Doch selbst wenn Patels Entlassung nicht geplant ist: Dass der 45-Jährige eher eine Bürde als eine Bereicherung für die Regierung ist, lässt sich nicht von der Hand weisen. Es gibt drei grosse Böcke, die der Anwalt geschossen hat, seit er am 21. Februar sein Amt angetreten hat.

Der jüngste Streit entzündet sich an Patels Umgang mit den Epstein-Akten. Gleichzeitig macht der New Yorker im Zusammenhang mit seiner Beziehung immer wieder Schlagzeilen – und nicht zuletzt hat er mit seiner Art zu kommunizieren für jede Menge Kritik gesorgt. 

Fall Epstein

Das FBI ermittelt gegen Personen wie Bill Clinton, Larry Summers und Reid Hoffman. Könnten weitere Untersuchungen eingeleitet werden? Seine Behörde schaue sich das an, antwortet der FBI-Direktor gestern der «Los-Angeles-Times»-Journalistin Catherine Herridge.

«Aber es gibt einen wichtigen Unterschied: die Information, die die Regierung hat und die Information, die Epsteins Nachlassverwalter besitzen. Die Nachlassverwalter wollten die Informationen nicht mit der Regierung teilen, obwohl wir sie darum gebeten haben», sagt Patel.

Trump is releasing the Epstein files, and Pam Bondi and Kash Patel are acting completely normal

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— The Daily Show (@thedailyshow.com) 21. November 2025 um 17:14

«Daily Beast» fragt bei der Verantwortlichen nach: «FBI-Direktor Patel liegt falsch, wenn er behauptet, dass der Nachlass die Anfragen des Justizministeriums nach Informationen abgelehnt hat – uns sind keine derartigen Anfragen bekannt», lautet die Antwort. «Der Nachlass hat immer mit rechtmässigen Anfragen nach Informationen kooperiert.»

Der Nachlass habe erst Anfang des Monats 20'000 weitere Dokumente dem House Oversight Committee übergeben, heisst es weiter. Patel hat im Interview zugesagt, die Deadline von 30 Tagen einzuhalten, in denen die Epstein-Akten veröffentlicht werden müssen.

Thomas Massie exposed a hidden Epstein list and called out Kash Patel.

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— Be4Dawn (@be4dawn.bsky.social) 22. November 2025 um 22:04

Er schränkte jedoch ein, dass keine Informationen publiziert würden, die in Zusammenhang mit laufenden Verfahren stünden. Das ist sonderbar: Mitte September hat der FBI-Chef noch vor einem Senatsausschuss gesagt, es würden keine Informationen vorliegen, dass Jeffrey Epstein anderen Pädophilen Mädchen zugeführt habe.

Teaser image

Was die Freigabe vereiteln könnte

Ist dieser juristische Kniff Trumps Schlupfloch im Fall Epstein?

Im Sommer noch bestätigt seine Behörde neben dem Justizministerium, es gebe keine Klientenliste – und dass Epsteins Tod tatsächlich ein Suizid gewesen sei. Damals hat das Weisse Haus noch alles darangesetzt, das Thema unter den Teppich zu kehren. Dass Patel jetzt ehrliche Arbeit in dieser Sache verrichtet, werden ihm die Epstein-Opfer kaum abnehmen.

Teure Freundin

Wenn der FBI-Direktor reist, muss er auch den FBI-Jet nehmen – um Zugang zu sicheren Kommunikationsmitteln zu haben. Doch das gilt nicht für private Ausflüge, und dennoch nutzt Kash Patel eine 60 Millionen Dollar teure Regierungsmaschine, um mit seiner Freundin ein Wrestling-Event in Pennsylvania zu besuchen, wird Anfang des Monats berichtet.

21. Ferbuar in Washington: Kash Patel wird als FBI-Direktor vereidigt. Seine Freundin Alexis Wilkins steht rechts neben ihm.

21. Ferbuar in Washington: Kash Patel wird als FBI-Direktor vereidigt. Seine Freundin Alexis Wilkins steht rechts neben ihm.

Bild: IMAGO/ZUMA Press Wire

Der 45-Jährige ist mit der 27-jährigen Country-Sängerin Alexis Wilkins zusammen: Nach der Veranstaltung fliegt das Paar weiter nach Nashville, Tennessee, wo Wilkins lebt. Kritik daran wischt Patel auf X weg: Seine Freundin sei «eine wahre Patriotin», die «mehr für diese Nation getan hat als die meisten in zehn Leben» tun würden.

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Und nun legt die «New York Times» (NYT) nach, dass Patel ein Kommando der Polizei-Spezialeinheit SWAT abgestellt hat, um seine Freundin bei einem öffentlichen Auftritt zu beschützen: Wilkens sollte die Nationalhymne bei einer Veranstaltung der National Rifle Association in Atlanta, Georgia, singen.

Patel Under Scrutiny for Use of SWAT Teams to Protect His Girlfriend When Alexis Wilkins, an aspiring country singer dating the F.B.I. director, Kash Patel, sang “The Star-Spangled Banner” at the National Rifle Association’s annual convention in Atlanta in the spring, she arrived with a formidabl

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— @billspaced (@billspaced.com) 23. November 2025 um 18:12

Die Truppe verliess den Event vorzeitig, als sich die Lage als sicher herausstellte, so die «NYT». Das habe Wilkens und Patel gar nicht gefallen: Der FBI-Direktor habe sich lautstark über den Kommandanten des SWAT-Teams beschwert.

Kash Patel pictured in pink Lego car ahead of Las Vegas Grand Prix amid concerns over his spending on trips and security www.independent.co.uk/news/world/a...

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— The TrumpRussiaGuide 🇺🇸🇺🇦 (@trumprussiaties.bsky.social) 23. November 2025 um 20:33

Der Einsatz der Spezialeinheit zum Schutz von Patels Freundin sei «äusserst ungewöhnlich», fasst die «NYT» zusammen. Das FBI rechtfertigt sich damit, dass Wilkins Leben bedroht werde. Die schlechte Presse wegen seines Lebensstils könnte sich dennoch als Stolperstein für die weitere Karriere des FBI-Chefs erweisen.

Social Media

Nach dem politischen Mord an dem rechten Aktivisten Charlie Kirk macht Kash Patel am 11. September via X öffentlich, dass der Schütze gefasst sei:

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Weniger als zwei Stunden später muss sich der FBI-Direktor korrigieren, der Mann sei wieder freigelassen worden: Patel hat vorschnell kommuniziert. Derlei Kritik lässt ihn jedoch kalt: «Ich war transparent beim Umgang mit unseren Erkenntnissen mit der Öffentlichkeit, so wie ich sie hatte», sagt Patel.

Und weiter wird er zitiert: «Hätte ich es in der Hitze des Gefechts besser formulieren können? Sicher. Aber bereue ich es, das veröffentlicht zu haben? Ganz und gar nicht.»


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