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180 Russen nach Fluchtversuch einberufen +++ Ukraine meldet über 60’000 getötete russische Soldaten

Agenturen/red.

2.10.2022

Ukrainische Armee meldet Einnahme von Lyman

Ukrainische Armee meldet Einnahme von Lyman

Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben die Kontrolle über Lyman zurückerobert. Russland hatte die strategisch wichtige Stadt in der Ostukraine im Mai eingenommen und seitdem zu einem militärischen Zentrum ausgebaut.

02.10.2022

Ukrainische Truppen haben nach Angaben aus Moskau eine Offensive im Süden des Landes gestartet. Sie sollen dabei viele Verluste erlitten haben. Unterdessen richtet sich der Papst mit einem ungewöhnlichen Appell an Putin – und an Selenskyj. Alle News im Ticker.

Agenturen/red.

2.10.2022

Nach dem Rückzug russischer Truppen aus Lyman im Osten des Landes hat die Ukraine nach eigenen Angaben wieder die volle Kontrolle über die Stadt erlangt. Lyman sei «vollständig geräumt», sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Nach Einschätzung von Militärexperten hatte Kremlchef Wladimir Putin den Rückzug selbst angeordnet, um die Front in anderen Gebieten zu stärken. Für Kiew war es ein weiterer militärischer Sieg. Die deutsche Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) kündigte nach einem Besuch in der Ukraine weitere Waffenlieferungen für das Land an.

Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums hatte am Samstag den Rückzug aus Lyman in der Ostukraine bekanntgegeben und den Schritt mit der Gefahr einer Einkesselung begründet. Zuvor hatten ukrainische Behörden von rund 5000 eingekesselten russischen Soldaten gesprochen. Nach Einschätzung britischer Geheimdienste erlitten die Russen bei dem Rückzug hohe Verluste.

Lambrecht sichert Waffenlieferungen zu

Lambrecht kündigte für das kommende Jahr die Lieferung von 16 Radpanzerhaubitzen aus slowakischer Produktion an die Ukraine an. Die Systeme vom Typ Zuzana würden in der Slowakei produziert und gemeinsam mit Dänemark, Norwegen und Deutschland finanziert, sagte die SPD-Politikerin der ARD-Sendung «Bericht aus Berlin» nach der Rückkehr von ihrer ersten Reise in die Ukraine seit Kriegsbeginn am 24. Februar. Lambrecht hatte der Ukraine bei ihrem Besuch in der Schwarzmeerstadt Odessa die rasche Lieferung einer ersten Einheit des Luftabwehrsystems Iris-T SLM zugesichert. Deutschland will Kiew zunächst vier der jeweils 140 Millionen Euro teuren Systeme zur Verfügung stellen. Die Finanzierung von drei Weiteren ist gesichert.

Experten: Putin hat den Rückzug selbst angeordnet

Die Militärexperten des renommierten Institute for the Study of War sehen in dem Rückzug russischer Truppen aus Lyman «mit ziemlicher Sicherheit» eine bewusste Entscheidung Putins. Nicht die Kommandeure hätten entschieden, dass die Frontlinien nahe der Städte Kupjansk oder Lyman nicht verstärkt werden, sondern der Präsident selbst. Es deute darauf hin, dass sich Putin vielmehr um die Sicherung strategischer Gebiete in den Regionen Cherson und Saporischschja bemühen wolle. Lyman liegt in der Region Donezk.

Nach Einschätzung britischer Geheimdienste erlitten die Russen beim Rückzug aus Lyman hohe Verluste. Die Stadt sei zuvor mutmasslich von unterbesetzten russischen Einheiten sowie Reservisten verteidigt worden. Beim Rückzug über die einzige Strasse aus der Stadt, die noch unter russischer Kontrolle sei, seien wohl viele Soldaten gefallen. Offizielle Angaben dazu gab es weder aus Kiew noch aus Moskau.

Papst appelliert an Putin und Selenskyj

Angesichts der Eskalation des Kriegs bat Papst Franziskus Kremlchef Wladimir Putin und Kiews Präsidenten Wolodymyr Selenskyj um ein Einlenken. Sein Appell richte sich in erster Linie an Putin, den er bat, die Spirale von Gewalt und Tod zu stoppen, auch zum Wohle seines eigenen Volkes. Er sei zutiefst «betrübt über die Ströme von Blut und Tränen, die in diesen Monaten vergossen wurden», sagte Franziskus. «Andererseits appelliere ich, in grosser Betroffenheit über das unermessliche Leid des ukrainischen Volkes infolge der Aggression, die es erlitten hat, ebenso zuversichtlich an den Präsidenten der Ukraine, für ernsthafte Friedensvorschläge offen zu sein.»

Russisches Gericht: Annexion ist rechtens

Russlands Verfassungsgericht sieht in der international nicht anerkannten Annexion von vier ukrainischen Gebieten keinen Verstoss gegen russische Gesetze. Die Aufnahme der Gebiete Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja in die Russische Föderation stehe im Einklang mit der Verfassung, teilte das Gericht mit.

Russland meldet Kämpfe gegen ukrainische Truppen

Ukrainische Truppen starteten nach Angaben aus Moskau eine Offensive im Süden des Landes. Sie sollen dabei viele Verluste erlitten haben. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurde etwa im Gebiet Mykolajiw und der Ortschaft Andrijiwka im Gebiet Cherson gekämpft. Dabei seien mehr als 240 ukrainische Soldaten getötet und 31 Panzer zerstört worden. Angaben aus dem Kriegsgebiet lassen sich in der Regel gar nicht oder nur schwer überprüfen.

Russischen Botschafter einbestellt

Als Reaktion auf die Annexion der ukrainischen Gebiete und die weitere Eskalation im Krieg bestellte Deutschland den russischen Botschafter ein. Auch in Italien wurde der dortige Botschafter für Montag einbestellt, in Belgien geschah das schon am Freitag.


Die Ereignisse des Tages in der Übersicht

Das Wichtigste in Kürze

  • Ukrainische Truppen haben nach Angaben aus Moskau eine Offensive im Süden des Landes gestartet.
  • Der Gasaustritt aus den Lecks der beschädigten Nord-Stream-Pipelines hat nach Angaben der schwedischen Küstenwache weiter abgenommen.
  • Der Rückzug aus Lyman ist in Russland mit Wut aufgenommen worden. Der MI6 schätzt, er dürfte mit hohen Verlusten verbunden gewesen sein.
  • Die ukrainische Armee nimmt von der neuen Position aus mit Artillerie nun Kreminna, Rubischne, Sjewjerodonezk und Lyssytschansk östlich von Lyman ins Visier.
  • Amerikanische und russische Soldaten, die ausgetauscht worden sind, berichten von grausamen Verhältnissen in russischer Haft.
  • Die Übersicht der Ereignisse vom Samstag findest du hier.
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  • 21.20 Uhr
    Ukrainischer Asowstal-Kämpfer berichte über Folter während Kriegsgefangenschaft

    Ende September ging das Bild des ukrainischen Soldaten, der mit einem notdürftig verbundenen und geschienten Arm im Asowstal-Stahlwerk in Mariupol ausharrte, ging um die Welt. Nachdem er im Zuge eines Gefangenenaustauschs freikam, berichtet der 42-Jährige nun nun in einem Interview mit Sky News seine Erlebnisse in der Gefangenschaft im Lager Oleniwka. «Sie behandelten uns wie Tiere», sagt Dianow, der nach eigenen Angaben 40 Kilogramm an Gewicht verlor. Die Lagerinsassen seien gefoltert worden. Man habe sie mit Elektroschocks gequält und ihnen wurden Nadeln unter die Nägel gesteckt. Die dortigen Zustände seien mit einem Konzentrationslager vergleichbar, sagt Dianow.

  • 20.57 Uhr
    Russische Soldaten müssen Winterausrüstung selbst kaufen

    Hunderttausende von der Teilmobilisierung in Russland betroffene Soldaten müssen ihre Winterausrüstung aus eigener Tasche finanzieren. Der Staat zahlt zwar Waffen und militärische Schutzausrüstung, nicht aber die nötige Winterausstattung. Wie das das Nachrichtenportal «Nexta» berichtet, bietet ein Unternehmen in Russland den Soldaten einen Kredit an, um die Ausrüstung zu finanzieren.

  • 19.37 Uhr
    US-Minister Austin: Unterstützung für Ukraine «so lange wie nötig»

    Die USA sichern der Ukraine kontinuierliche Unterstützung zu – und das unabhängig vom weiteren Kriegsverlauf. Aktuell entwickelten sich die Kampfhandlungen positiv für die ukrainische Armee, sagte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin am Sonntag im Nachrichtensender CNN. Es sei schwer, den weiteren Verlauf vorherzusagen, schränkte er ein. «Aber ich würde sagen, dass egal, in welche Richtung sich das entwickelt, wir den Ukrainer so lange wie nötig Sicherheitsunterstützung gewähren werden», betonte er.

    Austin ging in dem Interview nicht direkt auf die Frage ein, ob die USA der Ukraine nach der Annexion von vier Regionen durch Russland auch Raketensysteme mit grösserer Reichweite liefern sollten. Die Ukraine will solche Raketen mit einer maximalen Reichweite von rund 300 Kilometern. Als Grund für die bisherige US-Zurückhaltung gilt die Sorge, dass damit auch Ziele in Russland angegriffen werden könnten. Mit der Annexion betrachtet Moskau aber nun auch die widerrechtlich einverleibten ukrainischen Regionen als sein Territorium.

    Austin sagte auf die Frage, es gehe nicht nur darum, welche Waffen man zur Verfügung habe, sondern vor allem darum, wie man sie einsetze und verschiedene Aktivitäten auf dem Schlachtfeld miteinander verbinde. Die ukrainische Armee sei gut darin: «Sie bekommen die richtigen Sachen und setzen sie richtig ein», sagte Austin.

  • 18.26 Uhr
    Russland: Mehr als 180 Männer bei Fluchtversuch an Grenze einberufen

    Russland hat an der Grenze zum Nachbarland Georgien eigenen Angaben zufolge bereits mehr als 180 wehrpflichtige Männer bei der versuchten Flucht vor dem Einzug ins Militär gestoppt. Ihnen sei direkt am Grenzübergang Werchni Lars ein Einberufungsbescheid übergeben worden, meldete die Agentur Interfax am Sonntag unter Berufung auf das Militärkommissariat der an die Ex-Sowjetrepublik Georgien grenzenden russischen Region Nordossetien.

    Die von Kremlchef Wladimir Putin vor rund zehn Tagen angeordnete Teilmobilmachung hat in Russland eine regelrechte Massenflucht ausgelöst. Zehntausende Männer flüchteten nicht nur nach Georgien im Südkaukasus, sondern beispielsweise auch in die zentralasiatischen Ex-Sowjetstaaten Kasachstan und Kirgistan.

    Angesichts der Flüchtlingsströme hatte die Region Nordossetien in der vergangenen Woche Durchreisebeschränkungen verhängt. Zudem war bereits angekündigt worden, dass Männer im wehrpflichtigen Alter an der Grenze nun verstärkt kontrolliert werden sollten.

    Zu Zehntausenden, wenn nicht zu Hunderttausenden fliehen Russen vor Kremlchef Wladimir Putins Teilmobilmachung für den Krieg in der Ukraine. An den Grenzen zu Georgien im Südkaukasus und zum Nachbarland Kasachstan in Zentralasien bilden sich kilometerlange Autoschlangen.
    Zu Zehntausenden, wenn nicht zu Hunderttausenden fliehen Russen vor Kremlchef Wladimir Putins Teilmobilmachung für den Krieg in der Ukraine. An den Grenzen zu Georgien im Südkaukasus und zum Nachbarland Kasachstan in Zentralasien bilden sich kilometerlange Autoschlangen.
    Archivbild vom 29.9.2022: Uncredited/AP/dpa
  • 18.14 Uhr
    Neun Nato-Mitglieder fordern verstärkte Hilfe für die Ukraine

    Die Staats- und Regierungschefs von neun europäischen Nato-Staaten haben sich für einen Beitritt der Ukraine zur Allianz ausgesprochen. In einer gemeinsamen Stellungnahme vom Sonntag riefen Tschechien, Estland, Lettland, Litauen, Nordmazedonien, Montenegro, Polen, Rumänien und die Slowakei alle 30 Nato-Mitglieder auf, die militärische Hilfe für die Ukraine zu verstärken. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Freitag einen Antrag auf einen beschleunigten Nato-Beitritt gestellt. Er reagierte damit auf die Annexion vier ukrainischer Gebiete durch Russland.

    Für den Nato-Beitritt eines Landes müssen alle 30 Mitglieder zustimmen. Eine rasche Aufnahme der Ukraine gilt als unwahrscheinlich. Die neun Nato-Länder in Mittel- und Osteuropa befürchten, dass Russland sie als nächstes angreifen könnte, wenn der Angriff auf die Ukraine nicht gestoppt wird. In der Stellungnahme der Länder, die am Sonntag auf ihren Websites veröffentlicht wurde, hiess es, sie forderten Russlands umgehenden Rückzug aus allen besetzten Gebieten und ermutigten alle Verbündeten, ihre Militärhilfe für die Ukraine deutlich zu erhöhen.

  • 16.58 Uhr
    Deutschland und Italien bestellen russische Botschafter ein

    Wie mehrere europäische Länder hat auch Deutschland den russischen Botschafter einbestellt. Aus dem Auswärtigen Amt hiess es am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, der Botschafter Sergej Netschajew sei «zeitnah ins Auswärtige Amt einbestellt» worden. Die Bundesregierung reagiert damit auf die weitere Eskalation des russischen Krieges in der Ukraine und die Annexion von vier ukrainischen Regionen durch Russland.

    Auch Italien hat den russischen Botschafter für diesen Montag einbestellt. Die Regierung in Rom reagiert damit auf die weitere Eskalation des Krieges in der Ukraine und der Annexion von vier ukrainischen Regionen durch Russland. Wie ein Sprecher des Aussenministeriums in Rom der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag sagte, sei dieser Vorgang mit den anderen EU-Ländern und dem Europäischen Auswärtigen Dienst (EEAS) abgestimmt. Demnach sei vorgesehen, dass auch in den anderen Hauptstädten die jeweiligen russischen Botschafter einbestellt werden, in Belgien geschah das beispielsweise schon am Freitag. Der russische Vertreter in Italien, Sergej Rasow, solle am Montag um 11.00 Uhr im Ministerium in Rom erscheinen.

  • 16.23 Uhr
    Russisches Militär greift Heimatstadt von Selenskyj an

    Das russische Militär hat am Sonntag die Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und andere Ziele mit Drohnen angegriffen. Die Attacke auf Krywyj Rih im Süden der Ukraine zerstörte zwei Stockwerke eines Schulgebäudes, wie der Gouverneur der Region, Walentyn Resnitschenko, mitteilte.

    Russland begann in den vergangenen Wochen, sogenannte Kamikaze-Drohnen aus iranischer Produktion für Angriffe auf die Ukraine einzusetzen. In der Südukraine schoss die ukrainische Luftwaffe am Sonntag nach eigenen Angaben in der Nacht fünf Drohnen iranischer Herkunft ab, zwei weitere passierten die Luftabwehr.

  • 15.30 Uhr
    Ukraine meldet mehr als 60’000 getötete russische Soldaten

    Das ukrainische Verteidigungsministerium hat die Zahl getöteter russischer Soldaten seit Kriegsbeginn am 24. Februar mit mehr als 60’000 beziffert. Ausserdem seien 2377 Panzer, 4975 gepanzerte Fahrzeuge, 1405 Artilleriesysteme, 337 Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesysteme, 227 Kampfhubschrauber und 1015 Drohnen zerstört worden. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht.

  • 15.02 Uhr
    Papst-Appell an Putin: Spirale der Gewalt in der Ukraine beenden

    Papst Franziskus hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einer Beendigung der Gewalt in der Ukraine aufgerufen. An die Gläubigen auf dem Petersplatz in der Vatikanstadt in Rom gerichtet appellierte er an den Kreml-Chef, «diese Spirale von Gewalt und Tod» zu stoppen. Zudem verurteilte er das nach seinen Worten «absurde» Risiko eines Atomkrieges. Den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj rief er auf, offen für ernsthafte Vorschläge zu sein. Die internationale Gemeinschaft mahnte er dazu an, «alle diplomatischen Instrumente» zu nutzen um diese «riesige Tragödie» und den «Horror» des Krieges zu beenden.

  • 14.10 Uhr
    Russland will Vorstoss bei Cherson abgewehrt haben

    Ukrainische Truppen haben nach Angaben aus Moskau eine Offensive im Süden des Landes gestartet. Sie sollen dabei viele Verluste erlitten haben. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums vom Sonntag wurde etwa im Gebiet Mykolajiw und der Ortschaft Andrijiwka im Gebiet Cherson gekämpft.

    Rot markiert: Die Stadt Mykolajiw im gleichnamigen Oblast.
    Rot markiert: Die Stadt Mykolajiw im gleichnamigen Oblast.
    Google Earth

    Dabei seien mehr als 240 ukrainische Soldaten getötet und 31 Panzer zerstört worden. Angaben aus dem Kriegsgebiet lassen sich in der Regel gar nicht oder nur schwer überprüfen. Auch bei Kämpfen an anderen Orten in dem angegriffenen Land seien viele Ukrainer gestorben, hiess es aus Moskau.

    Zudem berichtete das russische Verteidigungsministerium von einem Angriff auf ein Büro des ukrainischen Geheimdienstes im Gebiet Dnipropetrowsk. Dabei sollen nach Angaben aus Moskau mehr als 35 Mitarbeiter getötet worden sein, darunter auch Ausländer. Details wurden nicht genannt.

  • 13.55 Uhr
    Frankreich liefert weitere Artilleriegeschütze

    Nachdem die Ukraine Frankreich um 15 weitere Artilleriesysteme vom Typ Caesar gebeten hat, kommt Paris nun der Bitte nach: Laut «Le Monde» soll Kiew sechs bis zwölf weitere Caesar erhalten.

    Die Lieferung der 155-Millimeter-Haubitzen ist nur möglich, weil Dänemark zurücksteckt, für die die Artillerie ursprünglich gedacht war. 2017 hatte Kopenhagen 15 Caesar bestellt, stellt sich dem Bericht zufolge aber nun «mehr als bereitwillig» hinten an.

    Die Caesar Ende Mai im Einsatz der ukrainischen Streitkräfte.
    Die Caesar Ende Mai im Einsatz der ukrainischen Streitkräfte.
    Ukrainisches Verteidigungsministerium
  • 13.40 Uhr
    Nord Stream: Weniger Gas tritt aus

    Der Gasaustritt aus den Lecks der beschädigten Nord-Stream-Pipelines hat nach Angaben der schwedischen Küstenwache weiter abgenommen.

    Nach einem Flug über die Austrittsstellen am Samstagnachmittag teilte die Behörde mit, bei den beiden Lecks in der Ausschliesslichen Wirtschaftszone Schwedens sei das Gas zu diesem Zeitpunkt noch auf einer Fläche von 100 beziehungsweise bei dem kleineren Leck auf einer Fläche von 15 Metern Durchmesser ausgeströmt.

    Prognosen gingen davon aus, dass der Austritt am Sonntag aufhören sollte. Die Schweden teilten jedoch mit, sie seien mit ihren Einsatzteams auch auf einen längeren Zeitraum vorbereitet. Schiffe sind angehalten, das Gebiet in der Ostsee grossräumig zu meiden.

    Nach Angaben der dänischen Behörden soll aus der Nord-Stream-2-Pipeline bereits am Samstag wohl kein Gas mehr ausgetreten sein. Man sei vom Betreiber darüber informiert worden, dass sich der Druck in der Pipeline stabilisiert habe, was darauf hindeute, dass kein Gas mehr ausströme, hiess es von der dänischen Energiebehörde.

    Zuvor waren aus den insgesamt vier Lecks an den beiden Nord Stream-Pipelines – zwei davon in schwedischen, zwei in dänischen Gewässern – tagelang ununterbrochen grosse Mengen Gas ausgetreten.

    Viele Staaten gehen von Sabotage aus. Mindestens zwei Explosionen seien unter Wasser geschehen, teilten Dänemark und Schweden im Laufe der Woche mit. Seismologische Institute hätten eine Stärke von 2,3 und 2,1 gemessen, was «vermutlich einer Sprengladung von mehreren hundert Kilogramm» entspreche.

    Blick auf das Gasleck in der Ostsee von einem Hubschrauber der dänischen Streitkräften aus.
    Blick auf das Gasleck in der Ostsee von einem Hubschrauber der dänischen Streitkräften aus.
    Bild: dpa
  • 13.20 Uhr
    Russland schränkt Zugriff auf Soundcloud ein

    Russland hat den Zugang zum Musikdienste-Anbieter Soundcloud wegen angeblicher falscher Informationen über den Krieg in der Ukraine eingeschränkt. Das sei auf Ersuchen der Generalstaatsanwaltschaft erfolgt, teilte die Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor am Sonntag der Nachrichtenagentur Interfax mit.

    Demnach sollen dort Angaben über Angriffe Russlands auf die Zivilbevölkerung des Nachbarlandes und zivile Opfer durch russische Soldaten veröffentlicht worden sein. Die Behörde habe den Anbieter zuvor zweimal aufgefordert, diese Angaben zur militärischen Spezialoperation – wie der Angriffskrieg gegen die Ukraine in Russland bezeichnet wird – zu löschen. Das sei nicht erfolgt. Unklar war zunächst, wie stark die Einschränkungen bei dem Musikanbieter waren.

    Aus der Ukraine gibt es immer wieder Berichte, dass russische Truppen auch die Zivilbevölkerung angreifen. Am Freitag und Samstag meldete Kiew etwa, dass Autokonvois angegriffen wurden. Die Berichte aus den Kriegsgebieten lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

  • 13.05 Uhr
    Bewegung an der Cherson-Front?
  • 12.50 Uhr
    Gericht: Annexion ukrainischer Gebiete ist rechtens

    Russlands Verfassungsgericht sieht in der international nicht anerkannten Annexion von vier ukrainischen Gebieten keinen Verstoss gegen russische Gesetze. Die Aufnahme der Gebiete Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja in die Russische Föderation stehe im Einklang mit der Verfassung, teilte das Gericht heute in St. Petersburg der Staatsagentur Tass zufolge mit.

    Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am Freitag mehr als sieben Monate nach Kriegsbeginn die ukrainischen Gebiete annektiert. International wird dieser völkerrechtswidrige Schritt nicht anerkannt. Nach der Unterzeichnung prüfte das Verfassungsgericht diese Dokumente. Sie müssen nun noch vom Parlament und dem Föderationsrat – dem Oberhaus – besiegelt werden.

    Selenskyj fordert Russen zum Sturz von Putin auf

    Selenskyj fordert Russen zum Sturz von Putin auf

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Mitglieder der russischen Regierung aufgefordert, Präsident Wladimir Putin zu stürzen. Anderenfals würden sie angesichts der Niederlagen der russischen Armee alle nacheinander von Putin zu Sünd

    02.10.2022

  • 12.24 Uhr
    Russische Neo-Nazis rufen zu Kriegsverbrechen auf

    Eine Kreml-treuen Neo-Nazi-Miliz ruft zu Kriegsverbrechen in der Ukraine auf, wie der «Guardian» berichtet. Die Task Force Rusich stehe auch der russischen Söldner-Truppe Wagner Group nahe.

    Die Miliz fordert ihre Mitglieder auf, ukrainische Kriegsgefangene nicht zu melden, ihnen «Körperteile zu entfernen» oder gleich «Gefangene an Ort und Stelle zu zerstören».

    Neo-Nazis würden Grausamkeiten im Namen des Kreml begehen, klagt Adam Hadley von der NGO Tech Against Terrorism an. Die Männer seien für Kiregsverbrechen in Syrien und auf der Krim bereits bekannt.

  • 12 Uhr
    Kreml verstärkt Stellungen in Cherson und Saporischschja

    Die Militärexperten des renommierten Institute for the Study of War sehen in dem Rückzug russischer Truppen aus der strategisch wichtigen Stadt Lyman in der Ostukraine «mit ziemlicher Sicherheit» eine bewusste Entscheidung von Russlands Präsident Wladimir Putin.

    Nicht die Militärkommandos hätten entschieden, dass die Frontlinien nahe der Städte Kupjansk oder Lyman nicht verstärkt werden, sondern der Präsident selbst, hiess es am Samstagabend in einer ersten Analyse. Es deute darauf hin, dass sich Putin vielmehr um die Sicherung strategischer Gebiete in den Regionen Cherson und Saporischschja kümmern wolle – Lyman liegt in der Region Donezk.

    Aktuelle Lage-Karte.
    Aktuelle Lage-Karte.
    Institute for the Study of War

    Russland hatte nach international nicht anerkannten Scheinreferenden am Freitag die vier Regionen Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja annektiert – obwohl es sie nur teilweise kontrolliert. Im Norden des Gebiets Donezk musste der Kreml am Samstag mit dem Verlust von Lyman eine weitere militärische Niederlage hinnehmen.

    Ukrainische und russische Quellen wiesen übereinstimmend darauf hin, dass die russischen Streitkräfte ihre Stellungen in den Regionen Cherson und Saporischschja weiter verstärkten, schrieben die Experten des Institute for the Study of War weiter.

    Sie berichteten zudem von einem «gescheiterten Bodenangriff» russischer Truppen auf den Ort Kosatscha Lopan im nördlichen Gebiet von Charkiw. Ukrainische Soldaten hätten den Angriff laut Generalstab nahe der russischen Grenze abgewehrt.

    Rot markiert: Kosatscha Lopan.
    Rot markiert: Kosatscha Lopan.
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    Solche Angriffe deuteten darauf hin, dass Putin wahrscheinlich weiter das Ziel verfolge, die Kontrolle über Gebiete jenseits der von ihm rechtswidrig annektierten Regionen zurückzugewinnen - anstatt Soldaten gegen die ukrainische Offensive im Donbass einzusetzen.

  • 11.30 Uhr
    Lyman: Eine Einordnung

    Der Militärhistoriker Phillips P. Obrien schrieb auf Twitter, dass der ukrainische Erfolg von Lyman «beeindruckender» als der Erfolg in der Region Charkiw sei.

    «Die Ukrainer werden womöglich nie wieder eine Gegend finden, die (von den Russen) so schlecht verteidigt wird wie Charkiw», so Obrien. Lyman dagegen sei von den Russen vor ihrer Niederlage zu einem wichtigen Standpunkt gemacht worden, «es scheint, als hätten sie viele Truppen dort gehabt».

  • 11.15 Uhr
    MI6: Lyman-Rückzug wohl mit hohen Verlusten

    Beim Rückzug aus der strategisch wichtigen ostukrainischen Stadt Lyman haben die Russen nach Einschätzung britischer Geheimdienste hohe Verluste erlitten.

    Die Stadt im östlichen Gebiet Donezk sei zuvor mutmasslich von unterbesetzten russischen Einheiten sowie Reservisten verteidigt worden, hiess es am Sonntag im täglichen Kurzbericht des britischen Verteidigungsministeriums. Beim Rückzug über die einzige Strasse aus der Stadt, die noch unter russischer Kontrolle sei, seien wohl viele Soldaten gefallen.

    Der Rückzug habe in russischen Regierungskreisen eine Welle an öffentlicher Kritik an der Militärführung ausgelöst, hiess es von den Briten. Weitere Niederlagen in den Regionen der annektierten Gebiete dürften dies weiter verstärken und den Druck auf hochrangige Kommandeure erhöhen.

    Russland hatte am gestrigen Samstag – ein Tag nach der völkerrechtswidrigen Annexion mehrerer ukrainischer Gebiete – in einer herben Niederlage gegen die ukrainische Armee die Stadt Lyman aufgegeben. Die Streitkräfte sind nach Angaben des russischen Militärs wegen der Gefahr einer Einkesselung abgezogen worden. Zuvor hatten ukrainische Behörden von rund 5000 eingekesselten russischen Soldaten gesprochen. Über die Anzahl der Gefallenen und Gefangenen gab es jedoch bislang keine konkreten Angaben.

  • 10.55 Uhr
    Grausame russische Haft

    Zum Thema Gefangenschaft in Russland hat «Sky News» Michailo Dianow aufgesucht. Der Ukrainer gehört zu jenen Soldaten, die das Asow-Stahlwerk in Mariupol so verbissen verteidigt haben.

    Für diesen Widerstand haben Dianow und die anderen Gefangenen bezahlen müssen: Die Truppe von rund 350 Männern und Frauen wurde ausgehungert, geschlagen, misshandelt. «Sie haben uns wie Tiere behandelt», sagt Dianow.

    Das Gefängnis in Oleniwka im Oblast Donezk bezeichnet er als «Konzentrationslager». 50 von 800 Gefangenen sind dort im Juli durch wahrscheinlich russischen Beschuss getötet worden.

  • 10.15 Uhr
    Nach der Schlacht ist vor der Schlacht

    Nachdem die ukrainischen Streitkräfte Lyman eingenommen haben, nehmen sie das Gebiet östlich der Stadt unter Artilleriefeuer. Kreminna, Rubischne, Sjewjerodonezk und Lyssytschansk sind nun in ihrem Visier.

    Rot markiert: Lyman.
    Rot markiert: Lyman.
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  • 9.30 Uhr
    Amerikaner berichten von der Russen-Haft

    Wie lebt es sich eigentlich in russischer Gefangenschaft? Alex Drueke und Andy Tai Huynh können ein Lied davon singen: Die beiden Amerikaner hatten sich als Freiwillige bei der ukrainischen Armee gemeldet. Als ihre Einheit angriffen worden war, wurden die Veteranen von ihrem Kameraden getrennt.

    Als das Duo sich zurück nach Charkiw durchschlagen wollten, wurden sie gefangengenommen – und blieben 104 Tage im russischen Knast. Sie haben dabei kaum Wasser oder Nahrung bekommen und seien psychischem und physischen Missbrauch ausgesetzt gewesen. Später seien sie verlegt worden: Am neuen Ort habe es noch mehr Schläge gegeben, sagte Drueke laut «Washington Post».

    Alex Drueke (links) und American's Andy Huynh kommen am 23. September in New York an.
    Alex Drueke (links) und American's Andy Huynh kommen am 23. September in New York an.
    AP

    Es ist das erste Interview, dass die beiden seit ihrem Austausch am 21. September gegeben haben. Beide hätten 15 Kilogramm verloren und mehrere blaue Flecken davongetragen., die heute noch zu sehen sind. Um ihnen zu entlocken, dass sie für die CIA arbeiten, mussten sich die Amerikaner auf Kiew und Hände stützen, bis diese taub wurden. Wer sich bewegte, bekam Prügel.

    «Sie dachten wirklich, dass unsere Regierung uns. gesandt hat oder dass wir grosse Unterstützung der Regierung bekommen hätten«, sagte der 40-jährige Drueke, der einst bei den Marines diente. «Sie wollten sichergehen, dass wie deswegen nicht lügen – und sie haben ihre Wege, das sicherzustellen.»

    Drueke am 30. September zuhause in Tuscaloosa, Alabama.
    Drueke am 30. September zuhause in Tuscaloosa, Alabama.
    AP

    Sie wurden in einen kalten Keller mit kleinen Zellen verlegt. Bei Wasser und Brot konnten sie die Schreie von Menschen hören, die befragt wurden. «Das war mit am Schlimmsten» erinnerte sich Nuynh. Der 27-Jährige kämpfte früher bei der Army, «zu hören, wie Leuten wehgetan wird und nichts dagegen tun zu können.»

    Es folgte Einzelhaft, bei der sie mit 80 Liedern in Rotation beschallt wurden – darunter Einem und Rammstein. Sie werden immer wieder übel zusammengeschlagen. «Es war die Zeit, in der ich für meinen Tod gebetet habe», so Drueke, der denkt, «eine zweite Chance» im Leben bekommen zu haben.

  • 8.30 Uhr
    Wie geht es im Donbass weiter?

    Mit dem Fall Lymans öffnet sich für die ukrainischen Truppen der Weg Richtung Kreminna und Swatowe. Beide Städte liegen im Gebiet Luhansk und gelten - speziell Swatowe - als wichtige Verkehrsknotenpunkte. Für den Kreml wäre dies ein verheerendes Signal. Anfang des Sommers hatte die russische Armee das Gebiet Luhansk für «befreit» erklärt.

  • 8.15 Uhr
    Wut in Russland über Verlust von Lyman

    Auf russischer Seite sorgt die Niederlage in Lyman für erbitterte Kommentare: Die einflussreiche Bloggerin und ehemalige PR-Chefin des Duma-Vorsitzenden Wjatscheslaw Wolodin, Anastassija Kaschewarowa, forderte Antworten von Verteidigungsminister Sergej Schoigu und Generalstabschef Waleri Gerassimow: «Weiss der Präsident von den Vorfällen? Wer berichtet ihm? Wo ist die Ausrüstung? Wo sind die (Panzer) Armata? Wo ist alles? Wie konnte das passieren? Eingesackt? Verkauft? Wo ist es hin? Gab es das überhaupt?»

    Der tschetschenische Machthaber Ramsan Kadyrow wiederum verlangte, den für den Frontabschnitt verantwortlichen Generaloberst Alexander Lapin abzusetzen, zu degradieren und als einfachen Soldaten an die Front zu schicken. Die Probleme in Lyman seien schon vor zwei Wochen gemeldet worden.

    Ramzan Kadyrow hält am 29. März 2022 eine Rede in Grosny.
    Ramzan Kadyrow hält am 29. März 2022 eine Rede in Grosny.
    AP

    «Eine Woche später verlegt Lapin seinen Stab nach Starobilsk, mehr als 100 Kilometer von seinen Untergebenen entfernt, und verdrückt sich selbst nach Luhansk. Wie kann man operativ seine Einheiten befehligen, wenn man sich 150 Kilometer entfernt befindet», echauffierte sich Kadyrow. Er forderte, den Einsatz von Atomwaffen mit geringer Reichweite in Betracht zu ziehen.

  • 8.10 Uhr
    Selenskyjs Spott

    Der ukrainische Präsident Selenskyj reagierte mit Spott auf die russische Niederlage in Lyman und den Ärger in Moskau. Dort, wo die Russen zuvor ihre «Pseudoreferenden» abgehalten hätten, wehe nun wieder die ukrainische Flagge, sagte der 44-Jährige am Samstag in seiner täglichen Videoansprache. Zugleich teilte er mit, dass in Lyman noch gekämpft werde.

    «Übrigens haben sie dort schon angefangen, sich gegenseitig zu beissen: Sie suchen nach den Schuldigen, beschuldigen einige Generäle des Versagens», kommentierte Selenskyj die verärgerten Reaktionen aus Moskau auf den Rückzug in Lyman.

    Es sei nur der erste Warnschuss für alle diejenigen, die sich an Putins Krieg beteiligten. Bis sie nicht das Problem mit dem einen lösten, «der diesen für Russland sinnlosen Krieg gegen die Ukraine begonnen hat, werden Sie einer nach dem anderen getötet und zu Sündenböcken gemacht», prophezeite er.

  • 8 Uhr
    Deutschland verspricht schnelle Waffenlieferungen

    Die deutsche Verteidigungsministerin Chjristine Lambrecht ist zum ersten Mal seit Kriegsbeginn in die Ukraine gereist. In der Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer wurde sie am Samstag von ihrem ukrainischen Amtskollegen Resnikow empfangen.

    Besuch in Odessa: Ministerin Lambrecht musste in Bunker

    Besuch in Odessa: Ministerin Lambrecht musste in Bunker

    Odessa, 01.10.22: Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hat bei ihrem ersten Besuch in der Ukraine seit Kriegsbeginn in der Hafenstadt Odessa wegen eines Luftalarms in einem Bunker Schutz gesucht. Der Alarm dauerte am Samstagnachmittag etwa 45 Minuten.

    01.10.2022

    Lambrecht sagte die Lieferung einer ersten Einheit des bereits versprochenen bodengestützten Luftabwehrsystems Iris-T SLM innerhalb weniger Tage zu. Die Ministerin informierte sich im Hafen von Odessa über den Einsatz eines von der Bundesregierung zur Verfügung gestellten Flugabwehrpanzers vom Typ Gepard. Gleich zweimal musste sie wegen Luftalarms kurzzeitig im Schutzbunker Unterschlupf suchen.