ItalienKatz will Finanzierung von Gaza-Hilfsflotte sanktionieren
SDA
29.4.2026 - 14:51
Die Global Sumud Flottille bereitet sich darauf vor, nach Gaza in See zu stechen. Mehrere Boote sind auf dem Weg von Spanien, um eine erweiterte, vereinte Flotte zu bilden, in Syrakus, Italien. Foto: Sebastiano Diamante/LaPresse/AP/dpa
Keystone
Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat offiziellen Angaben zufolge Sanktionen gegen die Spendenkampagne der «Global Sumud Flotilla» verhängt.
Keystone-SDA
29.04.2026, 14:51
SDA
Die Flottille mit rund 100 Schiffen und rund 1.000 Beteiligten an Bord ist derzeit auf dem Weg nach Gaza und soll israelischen Medien zufolge am Wochenende vor der Küste des Palästinensergebiets eintreffen.
In einer von seinem Büro verbreiteten Erklärung beschuldigte Katz die islamistische Hamas, zusammen mit internationalen Organisationen hinter der Aktion zu stehen. Durch die Sanktionierung der Crowdfunding-Kampagne, durch die etwa der Kauf von Schiffen sowie die Anwerbung von Teilnehmern finanziert werde, sollen den Angaben zufolge Spender davon abgehalten werden, eine Terrororganisation zu unterstützen.
Die Vorwürfe aus Israel sind nicht neu. Die Aktivisten der Flotte äusserten sich auf Anfrage bislang nicht dazu. Details dazu, wie genau die Sanktionierung der Spendenkampagne erfolgen soll und welche Auswirkungen dies haben wird, liess der israelische Verteidigungsminister zunächst offen.
Berichte: Israels Marine will Schiffe wieder abfangen
Die propalästinensischen Aktivisten aus verschiedenen Ländern wollen mit der Aktion erneut versuchen, die seit 2007 bestehende israelische Seeblockade des Gazastreifens, die auch von Ägypten mitgetragen wird, zu durchbrechen und Hilfsgüter in die Konfliktregion zu bringen. Die Organisatoren sprachen zuletzt von der grössten Flottille, die jemals versucht habe, den Gazastreifen zu erreichen.
Israels Marine bereitet sich israelischen Medien zufolge unterdes wieder darauf vor, die Schiffe – wie auch bei früheren Aktionen – abzufangen.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt