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Blick aus der Stadt Omsk nach Nordwesten: Die Raffinerie der sibirischen Grossstadt brennt.
Bluesky
Zum ersten Mal überhaupt ist mit der Raffinerie in Omsk russische Infrastruktur in Sibirien attackiert worden. Kiews Drohnen haben in mehr als 2400 Kilometer Entfernung mit neuer Technik zugeschlagen: Die Attacke ist bemerkenswert gut dokumentiert.
Sie werden sich in der riesigen Raffinerie des russischen Energieriesen Gazprom im Nordwesten von Omsk sicher vor Kiews Drohnen gefühlt haben: Das Areal ist auf direkter Luftlinie von der Ukraine-Front gut 2400 Kilometer entfernt.
Seit 1955 hat Gazprom die Raffinerie zu einer der grössten des Landes ausgebaut: Sie verarbeitet Öl aus Sibirien, das per Tanker über den Fluss Irtysch oder via die Ust-Balyk-Omsk-Pipeline geliefert wird, und macht daraus Benzin, Diesel, Heizöl und Kerosin. Angeblich macht sie 10 Prozent von Russlands Kapazitäten aus.

Echt weit weg von der Ukraine: Omsk.
Google Earth
Das macht die Raffinerie zu einem valablen Ziel für die ukrainischen Streitkräfte, deren Drohnen-Kampagne gegen die russische Ölindustrie Früchte trägt: Nach eigenen Angaben haben die systematischen Angriffe die Raffinerie-Kapazitäten um 42,74 Prozent schrumpfen lassen.
Insbesondere in den besetzten Gebieten der Ukraine, aber auch den benachbarten russischen Regionen und teilweise sogar in Moskau herrscht Spritmangel. Das kostet nicht nur die Führungs des Landes Nerven, sondern wirkt sich auch auf die Landwirtschaft oder den Tourismus aus. In Omsk war dagegen die Welt bisher noch in Ordnung: Die Raffinerie wurde verschont.
Bis zum 6. Juli, als eine Spezialeinheit zuschlägt: die Sondereinsatzkräfte der Streitkräfte der Ukraine (SSO). Jugendliche, die beim Baden sind, hören etwas in der Luft und Schüsse fallen. Die ukrainischen Drohnen sind da.
Omsk oil refinery 🔥
— MAKS 26 👀🇺🇦 (@maks23.bsky.social) 6. Juli 2026 um 13:16
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Sie dröhnen in Schwärmen über das Land ...
A flock of Ukrainian strike drones on their way to Omsk
— 🦋Special Kherson Cat🐈🇺🇦 (@specialkhersoncat.bsky.social) 6. Juli 2026 um 15:06
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... bis in die Stadt – stets eingekleidet von kleinkalibriger Munition, die die Russen auf sie abfeuern:
Drones in Omsk… 😳😳😳
— MAKS 26 👀🇺🇦 (@maks23.bsky.social) 6. Juli 2026 um 15:20
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Ihr Ziel ist natürlich die Raffinerie, in die Drohnen einschlagen...
Omsk oil refinery on fire after the Ukrainian drone attack
— 🦋Special Kherson Cat🐈🇺🇦 (@specialkhersoncat.bsky.social) 6. Juli 2026 um 13:54
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... und sie teilweise in Brand setzen:
Omsk oil refinery close up 🔥The best thing I've seen today 🤩
— Kate from Kharkiv (@kateinkharkiv.bsky.social) 6. Juli 2026 um 16:06
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Und das, obwohl angeblich ein Kampfflugzeug vom Typ Su-57 aufgestiegen ist:
❗️Ukrainian drones over Omsk also tried to shoot down 5th-generation Su-57 fighters. They didn’t manage to shoot them down.
— 🪖MilitaryNewsUA🇺🇦 (@militarynewsua.bsky.social) 6. Juli 2026 um 14:08
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«Russlands neuester Kampfjet Su-57 konnte die Ölraffinerie in Omsk nicht vor Drohnen schützen», schreibt das staatliche ukrainische Portal Miltarnyi schadenfreudig. Auch ein Frühwarnflugzeug vom Typ Berijew A-50 Mainstay soll im Einsatz gewesen sein.
Der Angriff hat mehrere Folgen: Zum einen ist angeblich die grösste Teileinheit der Raffinerie getroffen worden und zunächst ausser Betrieb. Das wiederum ruft die Zivilbevölkerung auf den Plan, die ...
Ukraine’s Defense Forces struck the Omsk Oil Refinery on July 6, with satellite imagery indicating at least four drone hits on the ELOU-AVT-11 unit, the plant’s largest, with a capacity of about 8.6 million tons of oil per year. #Ukraine
— NOELREPORTS (@noelreports.com) 7. Juli 2026 um 13:35
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... nun auch in Omsk an der Tankstelle plötzlich Schlange steht: Die Leute wollen offenbar Benzin kaufen, ...
Russian citizens in Omsk, Russia, are rushing to the gas station.
— (((Tendar))) (@tendar.bsky.social) 6. Juli 2026 um 16:07
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... solange es noch geht.
The largest gas station network in Omsk, Topline, has completely stopped selling gasoline to private customers.According to Russian media, the network halted fuel sales after supplies from the Omsk Oil Refinery stopped following yesterday’s Ukrainian drone attack.
— 🦋Special Kherson Cat🐈🇺🇦 (@specialkhersoncat.bsky.social) 7. Juli 2026 um 11:24
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Eine weitere Folge ist eine Erkenntnis: Dem ukrainischen Hersteller Fire Point ist es offenbar gelungen, seine FP-1-Drohne zu modifizieren. Ihre Reichweite war zunächst mit 1600 Kilometern angegeben worden, dann war von 2700 Kilometern die Rede.
Nun verkündet Fire-Point-Mitgründer Danys Shtilierman, die Variante mit der neuen trapezförmigen Flügelform schaffe sogar 3400 Kilometer.
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Ein letztes Opfer des Luftschlags ist der russische Stolz. «Ich hab echt keine Lust, mich schon wieder darüber aufzuregen, dass ein paar blöde Drohnen stundenlang quer durchs Land fliegen und es irgendwie schaffen, dass ihre Trümmer irgendwo landen», flüchtet sich dieser russische Blogger sarkastisch.
Ein anderer klagt: «Im fünften Kriegsjahr, inmitten einer schweren Kraftstoffkrise, fliegen langsam fliegende Drohnen stundenlang von einer Region zur nächsten – und greifen schliesslich Ölraffinerien an. Jeder sechste Liter russischen Benzins und Dieselkraftstoffs der Umweltklasse 5 wird in der Raffinerie in Omsk produziert.»
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»Die Unwilligkeit, Verantwortung für Entscheidungen zu übernehmen, wird uns immer auf die Füsse fallen», schimpft dieser Russe und fordert «die Mi-24 aus dem Lager zu holen und zum Abschuss von Drohnen einzusetzen.» Und: «Was spricht dagegen, Gruppen von Drohnenjägern zu bilden? Na ja, man kann natürlich versuchen, den komplizierteren Weg zu gehen.»
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«Zur Erinnerung: Omsk wurde in seiner gesamten jahrhundertelangen Geschichte noch nie von Westen her angegriffen – ebenso wenig wie auch Sibirien insgesamt», gibt dieser Russe zu Bedenken. – und wagt es sogar, den Präsidenten mit Ironie zu kritisieren: «Wladimir Putin steigert eindeutig seine Unterstützung in der Bevölkerung.»