TierweltKlingel hilft Fischen beim Durchschwimmen der Grachten in Utrecht
SDA
23.3.2025 - 07:43
In den Grachten von Utrecht NL können Tausende von Fische trotz Schleuse laichen.. Zum Glück gibt es eine Klingel - und menschliche Unterstützung. (Archivbild)
Keystone
Tausende von Fischen ziehen durch die Grachten von Utrecht NL, um zu laichen. Doch eine Schleuse versperrt den Weg. Zum Glück gibt es eine Klingel – und menschliche Unterstützung.
Keystone-SDA
23.03.2025, 07:43
SDA
Eine Türklingel für Fische macht im Internet Furore: In der niederländischen Stadt Utrecht gibt es an einer historischen Schleuse eine digitale Klingel, um Fischen freien Zug durch die Grachten zu verschaffen. Mit Hilfe einer Unterwasserkamera mit Internetanschluss kann jeder live sehen, ob Fische vor der Schleuse sind. Wenn ja, können Zuschauerinnen und Zuschauer auf den virtuellen Klingelknopf drücken und das Signal zum Öffnen der Schleuse geben.
Weltweit schauten im vergangenen Jahr fast drei Millionen Menschen zu und hielten nach Fischen Ausschau. Die Ökologen bekommen sogar Berichte aus Australien und den USA. «Es ist eine Art Slow-TV», sagt die Utrechter Stadtökologin Ökologin Nijs. «Viele finden das eine positive Geschichte, und sie können auch selbst etwas für die Natur tun.»
Schleuse kann nur per Hand geöffnet werden
Jedes Frühjahr ziehen tausende von Fischen durch die Grachten zum Krummen Rhein, einem Arm des Niederrheins, erklärt Nijs. «Sie wollen in wärmerem Wasser ihre Eier ablegen». Doch in Utrecht versperrt ihnen die 400 Jahre alte Weerdsluis den Weg. Die Schleuse kann nur mit der Hand geöffnet werden und das geschieht normalerweise nur, wenn Boote durchfahren wollen. Das aber ist im Frühjahr nur selten der Fall.
Die Fische hätten keine Wahl, sagt die Biologin. Es gebe nur diesen Durchlass. «Die Fische warten vor dem Tor und sind so leichte Beute etwa für Vögel.» Ausserdem würden die Fische viel Zeit und Energie verlieren.
Die Klingel gibt es seit fünf Jahren und ist nach Angaben der Betreiber weltweit die erste ihrer Art. Fisch-Alarm per Klingelknopf sei zwischen Anfang März und Ende Mai möglich. Ein Ökologe kam auf die Idee mit der Unterwasserkamera und dem Livestream. Nun kann jeder sehen, wer sich vor den schweren Toren tummelt: Barsche, Karpfen, Hechte und manchmal sogar ein Aal. Je wärmer es wird, umso mehr Fische kommen.
Auch Klingelstreiche
Tagsüber passiert nicht viel, dann sieht man vor allem graugrünes Wasser und ab und zu ein paar Blasen. Die besten Chancen hat man am frühen Morgen und abends.
Natürlich gibt es auch Klingelstreiche, sagt die Ökologin. Aber Zuschauer alarmieren auch nicht direkt den Schleusenwärter. Mit dem Betätigen der Klingel wird zunächst automatisch ein Screenshot an die Ökologen geschickt. Gibt es einen Treffer, informieren sie den Schleusenwärter. Der öffnet mit der Hand die Tore und lässt die Tiere durch. «Das ist auch nicht für jeden einzelnen Fisch, sondern ein paarmal pro Woche.»
Münchner Sicherheitskonferenz: Neue Welt der Grossmächte
Berlin, 13.02.2026: Krisen und Kriege: Das ist die Münchner Sicherheitskonferenz gewohnt. Dieses Jahr geht es in München aber um noch mehr: den tiefgreifendsten Umbruch der Weltordnung seit Ende des Kalten Krieges.
Das transatlantische Bündnis ist seit Donald Trumps zweitem Amtsantritt als US-Präsident erodiert. Die auf internationalen Regeln und Institutionen basierende Weltordnung droht durch eine auf dem Recht des Stärkeren beruhenden Grossmachtpolitik verdrängt zu werden.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat diese Entwicklung bereits in zwei Reden beim Weltwirtschaftsforum in Davos und im Bundestag im Januar beschrieben und den Schluss gezogen: Europa werde seine Vorstellungen nur dann durchsetzen können, «wenn wir auch selbst die Sprache der Machtpolitik sprechen lernen, wenn wir selbst eine europäische Macht werden». Daran wird Merz anknüpfen, wenn er am frühen Nachmittag die diesjährige Konferenz eröffnet.
13.02.2026
Umstrittenes Atomwaffenprogramm: USA und Iran verhandeln erneut
USA und Iran wollen verhandeln: Für Freitag sind neue Gespräche der beiden Staaten im Oman geplant. Für die USA sollen der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, teilnehmen. Unklar bleibt die Tagesordnung.
Der Iran möchte laut Aussenminister Abbas Araghtschi nur über sein Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen sprechen. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten Themen sein müssten.
06.02.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
Münchner Sicherheitskonferenz: Neue Welt der Grossmächte
Umstrittenes Atomwaffenprogramm: USA und Iran verhandeln erneut
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins