DemokratischeKongos Präsident ruft Bevölkerung zum Widerstand auf
SDA
30.1.2025 - 12:19
ARCHIV - Felix Antoine Tshisekedi Tshilombo, Präsident der Demokratischen Republik Kongo (Archivbild). Foto: Frank Franklin II/AP/dpa
Keystone
In einer Ansprache an die Nation hat der kongolesische Präsident Félix Tshisekedi die Bevölkerung im umkämpften Osten des Landes zum Widerstand aufgerufen. «Die Verteidigung der Heimat ist heilig», sagte er in seiner Fernsehansprache am späten Mittwochabend. «Die Demokratische Republik Kongo wird sich nicht beugen.»
Keystone-SDA
30.01.2025, 12:19
SDA
Die Einnahme der ostkongolesischen Provinzhauptstadt Goma durch Kämpfer der Miliz M23 sei eine «Beleidigung unserer Geschichte», sagte er weiter. Der Präsident versprach eine energische Reaktion, um die M23 aus Goma zu vertreiben, und rief junge Kongolesen auf, der Armee beizutreten. Ausserdem versprach er einen humanitären Notfallplan.
Tshisekedi hatte tagelang zu den Vorgängen im rohstoffreichen Osten des Landes geschwiegen. Während die Rebellen der M23 vergangene Woche auf Goma zumarschierten, befand er sich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Auf das Vordringen der M23 nach Goma in der Nacht zum Montag folgten schwere Gefechte in der Stadt.
Am Mittwoch wurden Teile der Regierungstruppen dort von der M23 entwaffnet, Augenzeugen berichteten, dass die Rebellen in mehreren Stadtteilen die Kontrolle übernahmen. Es gibt aber weiter vereinzelten Widerstand in der Stadt. Die Regierungstruppen haben Goma bisher nicht offiziell aufgegeben.
Vorwürfe gegen Ruanda erneuert
In seiner Ansprache erneuerte Tshisekedi Vorwürfe an das Nachbarland Ruanda und verwies auf die Anwesenheit Tausender ruandischer Soldaten auf kongolesischem Boden. Die strategisch wichtige Millionenstadt Goma liegt an der Grenze zu Ruanda. Die M23-Kämpfer seien «Marionetten von Kigali», sagte Tshisekedi. Kigali bestreitet jedoch, die Rebellen zu unterstützen. Tshisekedi kritisierte auch die internationale Gemeinschaft und warf ihr vor, dass ihre Passivität an Mittäterschaft grenze.
Am Mittwoch waren in dem Zusammenhang die Regierungschefs der ostafrikanischen Staatengemeinschaft EAC zu einem virtuellen Gipfel zusammengekommen. In ihrer Abschlusserklärung riefen sie die Konfliktparteien zu einer sofortigen Feuerpause und zur friedlichen Lösung des Konflikts auf. An die kongolesische Regierung ging der dringende Aufruf, sich direkt mit den Konfliktparteien, einschliesslich der M23, auseinanderzusetzen.
Tshisekedi war der Einladung zu dem Gipfel nicht gefolgt, im Gegensatz zum ruandischen Präsidenten Paul Kagame.
Macron schlägt Trump vor: G7-Treffen mit Russland und Dänemark
Vorschlag an Trump: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron schlägt dem US-Präsidenten ein Treffen der G7-Staaten mit Russland und Dänemark am Donnerstag in Paris vor. Das geht aus privaten Textnachrichten zwischen Macron und Trump hervor, die der US-Präsident auf der Plattform Truth Social teilt. Der Élysée-Palast bestätigt deren Echtheit.
20.01.2026
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
One-Take: Warum die Sache mit Grönland so wahnsinnig unlogisch ist
Warum ist Donald Trump so besessen von Grönland? Die einen sagen, es sind die Rohstoffe. Die anderen verweisen auf die Sicherheitspolitik. Beides sind keine guten Begründungen, wie du im One-Take-Video siehst.
19.01.2026
Macron schlägt Trump vor: G7-Treffen mit Russland und Dänemark
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
One-Take: Warum die Sache mit Grönland so wahnsinnig unlogisch ist