DeutschlandKonservative Kardinäle schreiben vor Weltsynode Brief an Papst
SDA
2.10.2023 - 20:06
ARCHIV - Der deutsche Kardinal und Theologe Walter Brandmüller sitzt in seinem Arbeitszimmer. Fünf Kardinäle haben Papst Franziskus kurz vor der Weltsynode in Rom in einem kritischen Brief zur Klärung zentraler Fragen der katholischen Lehre aufgefordert. Foto: Lena Klimkeit/dpa
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Fünf Kardinäle haben Papst Franziskus kurz vor der Weltsynode in Rom in einem kritischen Brief zur Klärung zentraler Fragen der katholischen Lehre aufgefordert.
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02.10.2023, 20:06
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Medienberichten zufolge wollten die Kardinäle etwa wissen, ob Segensfeiern für homosexuelle Paare sowie die Frauenordination weiter verboten bleiben sollen.
Die als konservativ geltenden Kirchenmänner, darunter der Deutsche Walter Brandmüller, stellten dem Oberhaupt der katholischen Kirche in einem sogenannten Dubia-Schreiben fünf kritische Fragen zu kontrovers diskutierten Themen, wie Brandmüller auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Montag bestätigte.
In einem Dubia-Schreiben werden theologische Fragen als Zweifel formuliert, auf die der Papst üblicherweise in einem «Ja-oder-Nein»-Format antwortet. Die Kardinäle nahmen auch auf die am Mittwoch beginnende Weltsynode Bezug und fragten, ob diese eine Entscheidungsmacht ausüben könne, die vornehmlich dem Papst oder dem Bischofskollegium vorbehalten sein sollte. Beobachtern zufolge stehen die fünf den Reformansätzen des Papstes kritisch gegenüber.
Die Kardinäle verschickten bereits im Juli eine erste Version des Schreibens, auf die der Papst auch antwortete. Seine Antwort war Medienberichten zufolge jedoch nicht in dem üblichen Dubia-Format ausgefallen, weswegen die Kardinäle im August erneut einen Brief mit umformulierten Fragen an den Pontifex schrieben. Auf diesen erhielten sie keine Antwort. Daraufhin wurde das Schreiben am Montag – zwei Tage vor Beginn der mit Spannung erwarteten Weltsynode – publik. Bei der Versammlung im Vatikan debattieren Geistliche und Nicht-Kleriker über Mitbestimmung und einen anderen Umgang in der Kirche.
Neben dem 94 Jahre alten Brandmüller haben zudem die Kardinäle Raymond Burke aus den USA, Juan Sandoval aus Mexiko, Robert Sarah aus Guinea sowie der emeritierte Bischof von Hongkong, Joseph Zen, den Brief verfasst. Brandmüller schrieb bereits 2016 einen ähnlichen kritischen Brief an den Papst und sorgte damit im Vatikan für Unmut. Damals ging es um den Umgang mit Geschiedenen.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
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