dpatopbilder – Sicherheitskräfte setzen Wasserwerfer während eines Studentenprotests in Chile ein. Foto: Agencia Uno / Akt. Bifu/Agencia Uno/dpa
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Bei Studentenprotesten in Chile haben sich Demonstranten und Polizisten gewalttätige Auseinandersetzungen geliefert. Die Polizei ging mit Wasserwerfern und Tränengas gegen die protestierenden Studenten vor, wie im Fernsehen zu sehen war. Einzelne Demonstranten schleuderten Gegenstände auf die Beamten.
Keystone-SDA
03.06.2026, 20:19
SDA
Die Proteste unter dem Motto «Die Bildung wird auf der Strasse verteidigt» richteten sich gegen geplante Budgetkürzungen im Bildungsbereich. Der ultrakonservative Präsident José Antonio Kast hatte zuletzt Kürzungen in Höhe von umgerechnet 180 Millionen Euro vor allem im Hochschulwesen angekündigt. «Bildung ist ein Recht und wir dürfen nicht tatenlos zusehen, wenn Massnahmen ergriffen werden, die unsere Universitäten bedrohen und sich auf Studenten, Arbeiter unsere Familien auswirken», hiess es in einer Stellungnahme des Studentenverbands.
Bereits bei den sozialen Protesten Ende 2019 hatten Studenten eine wichtige Rolle gespielt. Damals waren täglich Tausende Menschen auf die Strasse gegangen, um einen besseren Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung sowie eine Abkehr vom neoliberalen Wirtschaftssystem zu fordern. Mehr als 30 Menschen kamen dabei ums Leben.
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O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
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