«Kein Öl ins Feuer giessen»Kreml begrüsst Ungarns Haltung zur Waffenlieferung an Ukraine
SDA
29.5.2026 - 12:38
HANDOUT – Auf diesem vom Pressedienst der 65. Mechanisierten Brigade der Ukraine zur Verfügung gestellten Foto bereitet ein Soldat während einer Übung in der Nähe der Frontlinie in der Region Saporischschja ein Panzerabwehrraketensystem FGM-148 Javelin vor. Foto: Andriy Andriyenko/Ukrainian 65 Mechanized brigade/dpa – ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
Keystone
Russland hat den Verzicht Ungarns auf Waffenlieferungen an die Ukraine als positive Entscheidung gewürdigt.
Keystone-SDA
29.05.2026, 12:38
29.05.2026, 14:00
SDA
«Wenn irgendeine Seite darüber spricht, dass sie es nicht für nötig hält, Öl ins Feuer zu giessen, dann kann man das nur begrüssen», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge am Rande eines Besuchs von Kremlchef Wladimir Putin in der kasachischen Hauptstadt Astana. «Wir würden erwarten, dass alle Länder solch eine Entscheidung treffen, dann gäbe es schneller Frieden.»
Der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar hatte nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte die bisherige Linie Budapests unter der Vorgängerregierung von Viktor Orban bestätigt. «Ich habe dem Generalsekretär gesagt, dass Ungarn keine Waffen oder Kampfausrüstung in den russisch-ukrainischen Krieg entsenden wird», teilte er bei Facebook mit. Zugleich betonte er mit Blick auf die Nato: «Ungarn wird erneut ein verlässlicher Partner des stärksten Militärbündnisses der Welt sein.»
Peskow: EU kann nicht im Ukraine-Krieg vermitteln
Peskow reagierte auch auf das EU-Aussenministertreffen in Zypern, bei dem kein Vermittler für mögliche Verhandlungen mit Russland bestimmt wurde. «Gegenwärtig ist Europa eine Konfliktpartei auf der Seite der Ukraine», sagte er. Europäische Waffen würden gegen russische Truppen eingesetzt. «Deshalb kann Europa mit diesem Status natürlich in keiner Weise eine Vermittlung für sich beanspruchen», sagte Peskow. «Sie kämpfen auf der Seite der Ukraine.»
Zugleich zeigte sich Peskow erneut offen für einen Dialog. Es sei in dem Konflikt bisher die «grösste Dummheit» der Europäer, jedwede Gespräche mit Russland abzulehnen. Brüssel habe so die Beziehungen zu Moskau in die Sackgasse geführt, meinte Peskow. Bisher habe Europa nichts und niemanden vorgeschlagen, einen Ausweg aus der Lage zu finden.
EU hält sich selbst auch nicht für neutral
Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas hatte am Vortag in Zypern selbst erklärt, dass Europa keine klassische Vermittlerrolle einnehmen könne, weil die EU fest an der Seite der Ukraine stehe und ihre eigenen Sicherheitsinteressen vertrete.
Hintergrund der Äusserungen von Kallas ist die aktuelle Debatte darüber, ob sich die EU angesichts der bislang ausgebliebenen Erfolge der Friedensinitiative von US-Präsident Donald Trump stärker in diplomatische Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges einschalten sollte. Dabei wird von EU-Staaten wie Österreich auch die Ernennung eines EU-Chefverhandlers gefordert.
Rassistische Krawalle in Belfast: Starmer «schockiert»
Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
11.06.2026
ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
15.01.2026
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
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