RusslandKreml wirft EU und Kiew fehlenden Verhandlungswillen vor
SDA
5.12.2025 - 16:03
ARCHIV - Kremlsprecher Dmitri Peskow (Archivbild). Foto: Ulf Mauder/dpa
Keystone
Der Kreml gibt sich im Ukraine-Krieg verhandlungsbereit und schiebt die Schuld für mangelnde Fortschritte bei den Gesprächen auf Brüssel und Kiew.
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05.12.2025, 16:03
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Russland wolle Frieden und seine Ziele auf friedlichem Wege erreichen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. «Aber leider werden diese friedlichen Mittel und der Weg politischer Verhandlungen von den Europäern und den Ukrainern abgelehnt.» Eben darum habe Russlands Präsident Wladimir Putin den Befehl zum Beginn der «militärischen Spezialoperation» gegeben, sagte er.
Russland hatte als Kriegsziele stets den Verzicht der Ukraine auf einen Nato-Beitritt und den Schutz der russischsprachigen Minderheit im Nachbarland deklariert. Nach Beginn der Invasion erhob Putin aber auch Gebietsforderungen.
So soll Kiew neben der bereits 2014 von Moskau annektierten Krim auch die ostukrainischen Gebiete Donezk und Luhansk (Donbass) vollständig abtreten. Anspruch erhob Putin zuletzt aber auch auf «Neurussland». Unter dieser historischen Bezeichnung sind neben den teilweise von Moskau besetzten Gebieten Saporischschja und Cherson auch die Regionen Mykolajiw und Odessa zusammengefasst.
Putin verhandelt mit den USA, nicht mit Ukraine
Ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf neutralem Boden hat Putin mehrfach abgelehnt. Stattdessen empfing er zuletzt Anfang der Woche den Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, und Trumps Schwiegersohn, Jared Kushner, im Kreml. Dem Vernehmen nach ist Russland dabei nicht von seinen Forderungen abgerückt, die einer Kapitulation der Ukraine nahekommen. Wenn Kiew auf die russischen Forderungen nicht eingehe, werde der Krieg fortgesetzt, betonte Peskow nun.
Russland hat die Invasion vor knapp vier Jahren begonnen. Einschliesslich der Krim hält Russland derzeit etwa ein Fünftel der ukrainischen Landesfläche besetzt. Allerdings ist es Moskau auf militärischem Wege seit 2022 nicht gelungen, das beanspruchte Donbass-Gebiet völlig einzunehmen. Ausgehend vom derzeitigen Tempo der Eroberungen – seit Jahresbeginn rund 4.000 Quadratkilometer – würde Russland das gesamte Gebiet nach Berechnungen amerikanischer Militärexperten vom Institut ISW erst Mitte 2027 völlig besetzen können.
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«Aber es ist klar, diese Position habe ich vertreten, und ich glaube, die sollte auch, dass Rasmussen weiter vertreten wird er auch weiterhin vertreten, dass die Zukunft Grönlands durch die Grönländer innen und Grönländer entschieden wird. Die Fragen der Souveränität des Staatsgebietes des Königreiches Dänemark wird durch Dänemark entschieden und durch niemanden anders.»
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