Bulgarien

Kritik an Freilassung von Ex-Ministerpräsident Borissow

dpa

19.3.2022 - 21:38

Bulgariens Ex-Premierminister Bojko Borissow.
Archivbild: Keystone

Die bulgarische Regierung hat nach der Freilassung des früheren bulgarischen Ministerpräsidenten Boiko Borissow die ermittelnde Staatsanwaltschaft scharf kritisiert. «Wir sind mit der nächsten Sabotage von Seiten der Staatsanwaltschaft unter Führung von Ivan Geschew konfrontiert, sagte Ministerpräsident Kiril Petkow in der Nacht zum Samstag. 

dpa

19.3.2022 - 21:38

Innenminister Boiko Raschkow warf der Anklagebehörde vor, die Ermittlungsarbeit der Polizei zunichte zu machen.

Borissow war am Donnerstagabend gemeinsam mit Ex-Finanzminister Wladislaw Goranow und seiner früheren Medienberaterin Sewdalina Arnaudowa festgenommen, aber rund 24 Stunden später schon wieder freigelassen worden, ohne das Vorwürfe gegen einen von ihnen erhoben worden wären. Die Staatsanwaltschaft erklärte, es gebe keine ausreichenden Beweise um sie festzuhalten.

Borissow war wegen Verdachts auf Erpressung festgenommen worden. Ministerpräsident Petkow sagte, Informationen und Dokumente, die die Vorwürfe bestätigen könnten, würden vertuscht oder von der Staatsanwaltschaft ignoriert. Wahrscheinlich werde durch die aktive Blockade der Ankläger nie ans Licht kommen, ob die Festgenommenen Verbrechen verübt hätten, fügte Innenminister Raschkow hinzu.

dpa