Droht nächster Krieg?Kuba erhebt Recht auf Selbstverteidigung bei US-Angriff
SDA
17.5.2026 - 20:24
ARCHIV – Kubanische Soldaten marschieren vor der US-Botschaft während einer Kundgebung wegen der Tötung kubanischer Offiziere bei der US-Operation in Venezuela, bei der Präsident Maduro und seine Frau Flores gefangen genommen wurden. Foto: Ramon Espinosa/AP/dpa
Keystone
Im Falle eines militärischen Angriffs der Vereinigten Staaten will Kuba laut Regierung sein «legitimes Recht auf Selbstverteidigung» ausüben. «Die USA sind der Angreifer. Kuba ist das angegriffene Land, das sich auf das Recht auf Selbstverteidigung beruft», schrieb Vizeaussenminister Carlos Fernández de Cossio auf der Plattform X.
Keystone-SDA
17.05.2026, 20:24
18.05.2026, 08:58
SDA
Diese Aussage folgte auf einen Bericht des US-Nachrichtenportals «Axios» zu angeblichen Vorbereitungen des sozialistisch regierten Inselstaates, im Ernstfall Drohnen gegen US-Ziele einzusetzen. Ohne sich direkt auf den Bericht zu beziehen, kritisierte der Vizeminister die Bemühungen, einen Angriff der USA gegen den Karibikstaat mit «immer unglaubwürdigeren Anschuldigungen» zu rechtfertigen.
Auch die kubanische Botschaft in Washington sowie das Aussenministerium in Havanna bekräftigten auf X das Recht Kubas auf Selbstverteidigung. Mit Vorwänden und Lügen würde die «logische Vorbereitung» auf einen möglichen Angriff als etwas Aussergewöhnliches dargestellt, erklärte die Botschaft.
Bericht: Kuba hat mehr als 300 Militärdrohnen erworben
«Axios» berichtet, Kuba habe mehr als 300 Militärdrohnen erworben und vor kurzem damit begonnen, Pläne zu erörtern, diese für Angriffe auf den US-Stützpunkt Guantánamo Bay auf Kuba, auf US-Militärschiffe und möglicherweise auf Key West im US-Bundesstaat Florida zu nutzen, das nur rund 170 Kilometer von Havanna entfernt liegt. Das US-Medium stützt sich dabei auf Geheimdienstinformationen, die ihm vorliegen.
Diese Informationen, die als Vorwand für eine militärische Aktion der USA dienen könnten, zeigten, in welchem Masse die Regierung von US-Präsident Donald Trump Kuba als Bedrohung sehe, zitiert «Axios» einen hochrangigen US-Beamten. Neben den Entwicklungen bei Drohnen begründete er das demnach auch mit der Präsenz iranischer Militärberater in Havanna.
Jahrzehntelange angespannte Beziehung
Das Nachrichtenportal berichtet allerdings auch, dass US-Beamte nicht davon ausgehen würden, dass Kuba aktiv plane, US-Interessen anzugreifen. US-Geheimdienstinformationen deuteten darauf hin, dass Militärvertreter Kubas Pläne für den Einsatz von Drohnen erörterten, für den Fall, dass es zu Feindseligkeiten komme.
Seit der Revolution 1959 sind die Beziehungen zwischen beiden Ländern angespannt. Unter Trump haben sie sich nochmals verschärft. Mit einer Reihe von neuen Sanktionen und einer Ölblockade erhöhte Trump den Druck, um auf Kuba einen wirtschaftlichen und politischen Wandel im Interesse der USA zu forcieren.
Rassistische Krawalle in Belfast: Starmer «schockiert»
Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
11.06.2026
ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
15.01.2026
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
14.05.2026
Rassistische Krawalle in Belfast: Starmer «schockiert»
ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan