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Mexiko fordert Konsequenzen

Adidas ahmt traditionelle Sandalen indigener Bevölkerung nach

Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum will kulturelle Aneignung verhindern. Im Hintergrund die «Oaxaca Slip-ons» von Adidas.

Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum will kulturelle Aneignung verhindern. Im Hintergrund die «Oaxaca Slip-ons» von Adidas.

IMAGO/aal.photo

Sandalen von Adidas haben in Mexiko eine Debatte über kulturelle Aneignung ausgelöst. Die mexikanische Regierung fordert Konsequenzen.

Noemi Hüsser

Noemi Hüsser

12.08.2025, 23:19•12.08.2025, 23:53

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Mexikanische Politiker in Oaxaca warfen Adidas kulturelle Aneignung vor, Sandalen des Sportherstellers würden traditionelle indigene Schuhe nachahmen.
  • Das Kulturministerium forderte einen Verkaufsstopp und sprach von einer Verletzung kollektiver Rechte.
  • Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum kritisierte internationale Konzerne, die sich an Designs indigener Gemeinschaften bereichern, und forderte eine Entschädigung.
  • Der Designer der Schule entschuldigte sich für fehlende Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Politikerinnen und Politiker im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca bezichtigten den deutschen Sporthersteller Adidas der kulturellen Aneignung. Grund dafür sind Sandalen, die der Sporthersteller verkaufte. Die «Oaxaca Slip-ons» würden Hauraches, traditionelle Schuhe von indigenen Völkern Mexikos, nachahmen, hiess es.

Salomón Jara, der Gouverneur des südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca,  drohte mit einer Klage gegen den Designer Willy Chavarria.

Das Ministerium für Kultur und Kunst von Oaxaca sagte, die Verwendung kultureller Elemente indigener Völker zu kommerziellen Zwecken sei eine «Verletzung ihrer kollektiven Rechte» und forderte einen Verkaufsstopp der Sandalen.

Hauraches sind traditionelle Schuhe von indigenen Völkern Mexikos.

Hauraches sind traditionelle Schuhe von indigenen Völkern Mexikos.

IMAGO/Dreamstime

Auch die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum äusserte sich. Internationale Konzerne würden sich schamlos an den Designs und Innovationen indigener Gemeinschaften Mexikos bereichern, meinte sie an einer Medienkonferenz. Das gelte es, zu verhindern. «Es handelt sich um kollektives geistiges Eigentum. Es muss eine Entschädigung geben», so Sheinbaum weiter.

Designer entschuldigte sich

Der US-Designer Willy Chavarria, der die Sandalen entworfen hat, hat sich daraufhin entschuldigt. Er bedauere, seinen Entwurf «nicht in direkter und bedeutsamer Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft von Oaxaca» entwickelt zu haben, sagte er. Die Sandale würden «nicht dem Respekt und dem kollaborativen Ansatz» gerecht.

Adidas hat sich zudem zu einem Treffen mit den Behörden von Oaxaca bereit erklärt. «Wir schätzen den kulturellen Reichtum der indigenen Völker Mexikos zutiefst», hiess es in einer Mitteilung.


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