BrasilienLange Haftstrafen nach Mord an brasilianischer Politikerin
SDA
25.2.2026 - 20:05
HANDOUT - Angehörige der ermordeten Stadträtin Marielle Franco im Gerichtssaal. Fast acht Jahre nach dem Mord in Rio de Janeiro sind fünf Beteiligte zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Foto: Gustavo Moreno/STF/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
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Fast acht Jahre nach dem aufsehenerregenden Mord an der Stadträtin Marielle Franco in Rio de Janeiro sind fünf Beteiligte zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Die Erste Kammer des Obersten Gerichtshofs (STF) sprach unter anderem zwei Politiker-Brüder schuldig und verhängte Haftstrafen von jeweils mehr als 76 Jahren. Zudem müssen sie Entschädigungen an die Angehörigen zahlen, wie aus der live übertragenen Sitzung hervorging. Gegen das Urteil können beim Obersten Gericht noch Rechtsmittel eingelegt werden, die aber als wenig aussichtsreich gelten.
Keystone-SDA
25.02.2026, 20:05
SDA
Franco war am 14. März 2018 in ihrem Auto erschossen worden, auch ihr Fahrer starb. Die 38-Jährige galt als eine Hoffnungsträgerin der brasilianischen Linken. Als Stadträtin der Partei PSOL ab 2017 setzte sie sich für die Bewohner der Favelas, den Armenvierteln von Rio, ein und sprach sich gegen Polizeigewalt aus. Die Afrobrasilianerin stammte selbst aus einer Favela.
Urteil des Obersten Gerichts
Das Gericht befand die Angeklagten unter anderem wegen doppelten Mordes, versuchten Mordes und Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation für schuldig. Neben den beiden Politikern aus dem Bundesstaat Rio de Janeiro wurden auch zwei Polizisten und ein früherer Polizeichef zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Der Ex-Chef von Rios Zivilpolizei wurde vom Mordvorwurf freigesprochen, jedoch wegen Korruption und Behinderung der Justiz verurteilt.
«Der Mord an Marielle muss nicht nur als Anschlag auf eine Parlamentarierin verstanden werden, sondern als Verbrechen im Sinne der Machtdominanz des organisierten Verbrechens und auch als geschlechtsspezifische Gewalt», sagte Richter Alexandre de Moraes.
Nach Darstellung der Ermittler spielte ein Streit um von den mächtigen Milizen Rios kontrollierte Grundstücke eine zentrale Rolle, die sich aus aktiven und ehemaligen Polizisten rekrutieren. Die Verteidiger bestritten die Vorwürfe und verwiesen auf angebliche Verfahrensmängel sowie fehlende Beweise.
Bereits Ende Oktober 2024 waren zwei geständige Ex-Polizisten wegen der tödlichen Schüsse zu Haftstrafen von jeweils mehr als 78 und 59 Jahren verurteilt worden.
Francos Schwester Anielle, Ministerin für die Gleichstellung ethnischer Gruppen, begrüsste das Urteil. «Brasilien beginnt einen neuen historischen Meilenstein im Kampf gegen politische Gewalt aufgrund von Geschlecht und Hautfarbe», schrieb sie auf X.
Rassistische Krawalle in Belfast: Starmer «schockiert»
Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
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ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
15.01.2026
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
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