Menschen versammeln sich an einem zerstörten Gebäude, das bei einem israelischen Luftangriff in dem Dorf Temnine in der Bekaa-Ebene getroffen wurde. Bei dem Angriff wurden zehn Menschen getötet, darunter acht Hisbollah-Kämpfer. Foto: Marwan Naamani/dpa
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Libanons Präsident Joseph Aoun hat Israel nach den jüngsten tödlichen Angriffen auf Stellungen der Hisbollah vorgeworfen, die diplomatischen Bemühungen zur Stabilisierung seines Landes zu untergraben. Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium kamen bei den Angriffen im Libanon am Freitagabend zehn Menschen ums Leben. Demnach wurden 24 weitere verletzt, darunter drei Kinder. Die Schiitenmiliz Hisbollah teilte mit, unter den Toten seien acht ihrer Mitglieder und eine Hausangestellte aus Äthiopien.
Keystone-SDA
21.02.2026, 16:26
SDA
Israels Armee teilte am Morgen mit, sie habe mehrere Mitglieder der Hisbollah getötet, die für Raketenbeschuss zuständig gewesen seien. Demnach soll die vom Iran unterstützte Organisation zuletzt Raketenangriffe auf Israel geplant haben. Die Hisbollah-Mitglieder seien in Kommandozentralen der Miliz im Osten des Nachbarlandes getroffen worden.
Augenzeugen: Auch Unbeteiligte verletzt
Augenzeugen zufolge wurden die angegriffenen Gebäude völlig zerstört. Auch Nachbarhäuser seien beschädigt worden. Unbeteiligte Zivilisten wurden laut Augenzeugenberichten durch Glassplitter verletzt.
Libanons Präsident Aoun bat internationale Partner darum, Druck auszuüben, damit die Angriffe aufhörten und eine weitere Eskalation in der Region verhindert werden könne. Vor allem zusammen mit den USA bemühe sich der Libanon darum, Stabilität herzustellen. Unter US-Führung haben Israel und der Libanon zuletzt Gespräche geführt, um die Waffenruhe zu stabilisieren und einen dauerhaften Frieden zu erreichen. Die USA setzen sich intensiv für eine Annäherung der beiden Länder ein, die sich offiziell im Kriegszustand befinden.
Israel: halten an Waffenruhe-Vereinbarungen fest
Israel und die Hisbollah-Miliz hatten zuletzt bis Ende 2024 Krieg gegeneinander geführt. Dann trat eine Waffenruhe in Kraft. Das Abkommen sieht unter anderem die Entwaffnung der Hisbollah in mehreren Phasen vor. Eine wichtige Frist dafür lief Ende vergangenen Jahres aber aus, und die Miliz lehnt diesen Schritt weiterhin ab.
Die Spannungen haben sich auch deshalb zuletzt wieder verschärft. Beide Seiten werfen einander Verstösse gegen das Abkommen vor. Israel beschuldigt die Hisbollah zudem, wieder aufzurüsten. Das israelische Militär greift deshalb fast täglich weiter Ziele im Nachbarland an. Dabei gibt es immer wieder Tote. In ihrer Mitteilung am Morgen sagte Israels Armee, sie halte weiterhin an den Waffenruhe-Vereinbarungen zwischen Israel und dem Libanon fest.
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Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
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Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
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