PolitikLibanon verurteilt mutmasslichen israelischen Angriff auf Zivilschützer
SDA
29.4.2026 - 07:05
Nach einem israelischen Luftangriff in einem südlibanesischen Dorf nahe der israelischen Grenze steigt Rauch auf. Foto: Gil Cohen Magen/dpa
Keystone
Bei einem mutmasslich israelischen Angriff im Süden des Libanons sind nach offiziellen Angaben drei Mitarbeiter des Zivilschutzes getötet worden. Sie seien nahe der Küstenstadt Tyrus auf dem Weg zu einem Rettungseinsatz gewesen, schrieb der libanesische Präsident Joseph Aoun auf der Plattform X. Nach Angaben der libanesischen Streitkräfte wurden zudem zwei Soldaten verletzt. Das israelische Militär äusserte sich zunächst nicht zu dem Vorfall.
Keystone-SDA
29.04.2026, 07:05
SDA
Medienberichten zufolge hatten die israelischen Streitkräfte eine libanesische Militärpatrouille angegriffen, die die Zivilschützer zu einem Rettungseinsatz am Ort einer vorherigen israelischen Attacke begleitete. Israel verstosse gegen internationales Recht, wenn es Rettungskräfte ins Visier nehme, schrieb Präsident Aoun.
Trotz einer Waffenruhe zwischen Israel und dem Nachbarland kommt es im Konflikt mit der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon fast täglich zu gegenseitigen Angriffen. Der Libanon selbst ist offiziell keine Konfliktpartei. Bei ersten direkten Gesprächen in Washington zwischen Israel und dem Libanon forderte Israel jüngst eine vollständige Entwaffnung der Hisbollah. Beirut besteht auf einem kompletten Abzug der israelischen Armee von libanesischem Boden.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt