GrossbritannienLondon verhängt Sanktionen gegen syrische Milizen
SDA
19.12.2025 - 18:27
ARCHIV - Eine zerfetzte syrische Flagge weht vor dem syrischen Generalstabshauptquartier. Foto: Moawia Atrash/dpa/Symbolbild
Keystone
Die britische Regierung verhängt Sanktionen gegen syrische Milizen und deren Anführer, die an der Tötung von Zivilisten beteiligt gewesen sein sollen.
Keystone-SDA
19.12.2025, 18:27
SDA
Darunter sind auch Gruppen, die an der Seite von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa kämpften. Eine weitere wird dem Lager des früheren Präsidenten Baschar al-Assad zugerechnet.
Neben vier Milizenführern wurden auch zwei Geschäftsmänner mit Sanktionen belegt. Sie sollen geholfen haben, die Aktivitäten der vor gut einem Jahr gestürzten Assad-Regierung zu finanzieren. Zu den Sanktionen gehört das Einfrieren von Vermögenswerten und ein Reiseverbot nach Grossbritannien.
Etwa 1.400 Tote bei Vergeltungsaktionen in Küstenregion
Während des beinahe 14 Jahre währenden Bürgerkriegs in Syrien kamen unzählige Menschen durch das brutale Vorgehen der Regierungstruppen und ihrer Unterstützer ums Leben. Doch auch nach dem Sturz Assads kam es in verschiedenen Landesteilen zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, bei denen es teils schwere Angriffe auf religiöse Minderheiten gab.
Allein im Frühjahr wurden etwa 1.400 Menschen in der syrischen Küstenregion getötet, die vor allem der Minderheit der Alawiten angehörten, zu der auch Assad zählt. Bei vielen soll es sich um Zivilisten gehandelt haben. Im Sommer kam es zu Kämpfen in der Region Suwaida, in der viele Drusen leben. Das weckte Zweifel daran, ob Übergangspräsident Al-Scharaa sein Versprechen halten kann, Sicherheit für alle Menschen in Syrien zu gewährleisten.
Die britische Aussenministerin Yvette Cooper betonte, man arbeite weiterhin mit der Übergangsregierung in Damaskus zusammen, um die wirtschaftliche Erholung zu befördern und für ein Syrien, das allen seinen Bewohnern eine Stimme gebe.
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften sie.
15.01.2026
Wadephul: Über Grönland entscheiden die Bewohner
Washington/Berlin, 14.01.2026: Die USA unter Präsident Donald Trump wollen Grönland. Vor einem Krisentreffen zwischen Vertretern Dänemarks und der USA hält der deutsche Aussenminister Johann Wadephul bei einem Besuch in Washington dagegen.
O-Ton Johann Wadephul, CDU, Aussenminister
«Aber es ist klar, diese Position habe ich vertreten, und ich glaube, die sollte auch, dass Rasmussen weiter vertreten wird er auch weiterhin vertreten, dass die Zukunft Grönlands durch die Grönländer innen und Grönländer entschieden wird. Die Fragen der Souveränität des Staatsgebietes des Königreiches Dänemark wird durch Dänemark entschieden und durch niemanden anders.»
Wadephul bekräftigt seine Einschätzung, dass es keine Hinweise für eine Militäraktion der USA zur Annexion Grönlands gebe. Gleichzeitig warnt er, dass solche Überlegungen dem transatlantischen Zusammenhalt und der Verlässlichkeit schaden.
15.01.2026
Trump: «Der Iran will verhandeln»
Der Iran will verhandeln: Angesichts der Massenproteste im Iran gegen die autoritäre Staatsführung erhöht Donald Trump den Druck auf die Islamische Republik. Zwar stellt der US-Präsident auch ein Treffen mit Vertretern des Irans in Aussicht – angesichts dessen, was im Land passiere, müssten die USA allerdings vielleicht auch vorher handeln, warnt Trump mit Blick auf die andauernden Proteste. Worüber der Iran mit den USA Gespräche führen möchte, führt er nicht aus.