Längere Kurzarbeit im Visier +++ 2226 Neuinfektionen 

Agenturen/red

15.4.2021

In vielen Betrieben läuft das Recht auf Kurzarbeit bald aus.
KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT (Symbolbild)

In vielen Betrieben läuft das Recht auf Kurzarbeit bald aus. Das weckt bei den Arbeitnehmenden die Angst vor Entlassungen. Die Ständeratskommission will nun die Dauer der Kurzarbeitsentschädigung um sechs Monate erhöhen. Unterdessen meldet das BAG 2226 Neuinfektionen. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

Agenturen/red

15.4.2021

Die Gesundheitskommission des Ständerats schrieb am Donnerstag, nur mit einer Verlängerung der Bezugsdauer erhielten die Betriebe Planungssicherheit. Sollte sich ihr Rat und der Nationalrat dem Vorschlag anschliessen, dürften viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufatmen.

Die auch das Gastgewerbe vertretende Gewerkschaft Unia erklärte im Vorfeld, dass die Gastbetriebe durch die vom Bundesrat am Mittwoch erlaubte Terrassenöffnung nicht zu 100 Prozent ausgelastet sein werden. Deshalb sei es enorm wichtig, dass die Kurzarbeitsentschädigung aufgestockt werde.

Gemäss den jüngsten verfügbaren Daten aus dem Januar stiegen die Zahlen bei der Kurzarbeit wegen des zweiten Shutdowns wieder stark an. Ende Januar waren gemäss dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) 399'667 Personen in Kurzarbeit. Das ist verglichen mit Dezember 2020 eine Zunahme von 36 Prozent. Die Zahl der betroffenen Betriebe erhöhte sich um 37 Prozent auf 47'460, die ausgefallenen Arbeitsstunden stiegen um 55 Prozent.

Die Kosten für die Kurzarbeit werden im laufenden Jahr vom Bund übernommen — so hat es das Parlament in der Frühjahrssession beschlossen.

Keine Corona-Demo in Schaffhausen

Die Stadt Schaffhausen will nun doch nichts wissen von einer weiteren Kundgebung durch Corona-Skeptiker am Samstag. Die Stadtregierung widerrief die Bewilligung für einen Demonstrationszug durch die Altstadt kurzfristig.

Ursprünglich hatte sie vor rund einem Monat einem Gesuch entsprochen, weil bei einer früheren Kundgebung alle Auflagen eingehalten worden waren. Aufgrund der aktuellen Lagebeurteilung kam der Stadtrat auf seien Entscheid zurück.

Grössere Demonstrationen der Skeptiker hätten andernorts zu Problemen geführt, hiess es. Die geplante Kundgebung errege grosse Aufmerksamkeit in den sozialem Medien.

«Angesichts der Reaktionen und Aufrufe in den sozialen Netzwerken kann zurzeit nicht ausgeschlossen werden, dass es zu Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung kommt», schreibt der Stadtrat. Zudem sei davon auszugehen, dass die Auflagen des Bundes bewusst nicht eingehalten werden.

Minimal sinkende Fallzahlen

Die Infektionen mit dem Coronavirus nahmen am Donnerstag verglichen mit der Vorwoche minim ab. In der Schweiz und in Liechtenstein wurden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innerhalb von 24 Stunden 2226 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet.

Gleichzeitig registrierte das BAG gemäss bereinigten und um Nachmeldungen ergänzten Zahlen 21 neue Todesfälle und 115 Spitaleinweisungen. Vor einer Woche wurden 2449 Neuansteckungen gezählt.

Die Positivitätsrate für die vergangenen zwei Wochen lag bei 7,0 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner 303,79 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

Insgesamt wurden bis Dienstagabend 2'299'125 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Davon wurden 1'815'117 Dosen verabreicht. 689'178 Personen sind bereits vollständig geimpft.


Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Schweiz soll mindestens acht Millionen Dosen zusätzliche Impfstoffe erhalten. Deshalb können die Kantone ihre Reserven für die zweite Dosis senken.
  • Die Gefahr seltener Thrombosen ist einer Studie zufolge bei einer Corona-Infektion deutlich höher als nach einer Impfung gegen das Virus.
  • Das BAG meldet 2226 Neuinfektionen bei 31'019 Tests. Das entspricht einer Positivitätsrate von 7,2 Prozent. 21 sind an Covid-19 gestorben, 115 Personen wurden hospitalisiert.
  • Im Zuge der Corona-Pandemie sind in der Schweiz im vergangenen Jahr gemäss 8,8 Prozent mehr Menschen gestorben als im Vorjahr. Die Gesamtlebenserwartung sank um 7,5 Monate.
  • In Deutschland setzt sich der starke Anstieg der Fallzahlen fort: Das Robert Koch-Institut meldet 29'426 Neuinfektionen.
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  • 21.32 Uhr
    Deutscher Innenminister erwartet Querdenker-Beobachtung durch Inlandsgeheimdienst

    Der deutsche Innenminister Horst Seehofer geht davon aus, dass die sogenannte Querdenker-Szene bundesweit zum Beobachtungsobjekt durch den Verfassungsschutz erklärt wird. Mit Blick auf die steigende Gewaltbereitschaft in der Szene sagte Seehofer in Berlin, dass er aus heutiger Sicht «vermuten würde, dass es dazu kommt». Auch er selbst würde dies befürworten.

    Seehofer betonte, bereits jetzt hätten die Behörden die Querdenker «stark im Blick». Dabei gehe die Tendenz im Bundesinnenministerium und «auch im Verfassungsschutzverbund eher in die Richtung, diese Szene zu einem Beobachtungsobjekt zu erklären». Auch er selbst sei «dafür, dass diese Szene als Beobachtungsobjekt eingestuft wird».

    Mit Blick auf Ausschreitungen und die systematische Verletzung von Auflagen bei Demonstrationen von Querdenkern und Corona-Leugnern in mehreren Städten sagte der Minister, es nütze nichts, jedesmal «festzustellen, das darf sich nicht wiederholen und es wiederholt sich dann doch». Er sei daher auch dafür, «dass wir da ganz energisch gegen vorgehen, auch mit stärkster Polizeipräsenz». Notwendig sei eine «rigorose Vorgehensweise des Rechtsstaats».

    Auch aus mehreren deutschen Bundesländern wird eine Beobachtung der Querdenker durch die Verfassungsschutzbehörden gefordert. In Berlin wird dies teilweise bereits praktiziert. Thüringens Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer sprach sich im ARD-Magazin «Kontraste» dafür aus, die Bewegung bundesweit als Verdachtsfall einzustufen.

  • 21.01 Uhr
    Streit über russischen Impfstoff Sputnik V spaltet Slowakei

    In der Slowakei hat sich der politische Streit über den Einsatz des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V erneut zugespitzt. Russland habe den Kaufpreis für eine am 1. März übergebene erste Lieferung von 200'000 Impfdosen wieder zurückgegeben, teilte der Finanzminister und Vize-Ministerpräsident Igor Matovic mit. Dies könnte ein Signal dafür sein, dass der von ihm noch als Regierungschef eingefädelte Kauf des in der EU nicht zugelassenen Impfstoffs Sputnik V tatsächlich geplatzt sei.

    Schuld daran sei vor allem die Leiterin des staatlichen Arzneimittel-Kontrollinstituts SUKL, die mit ihrem kritischen Bericht die russischen Partner brüskiert habe, sagte Matovic in Bratislava. In dem SUKL-Bericht hiess es, die Slowakei habe offenbar einen Impfstoff erhalten, der nicht in allen Details identisch mit dem zuvor in der renommierten Fachzeitschrift Lancet beschriebenen sei. Matovic bezeichnete diesen Bericht als «irreführend» und Teil einer Kampagne gegen den Impfstoff.

    Zuvor hatten Staatspräsidentin Zuzana Caputova und Justizministerin Maria Kolikova dem konservativ-populistischen Ex-Regierungschef vorgeworfen, Unwahrheiten über die Liefervereinbarung mit Russland zu verbreiten. Beide forderten, den geheimgehaltenen Vertrag zu veröffentlichen. Oppositionspolitiker forderten die Entlassung von Matovic.

    Matovic hatte als Sieger der Parlamentswahl 2020 ein Jahr lang die Regierung geführt, musste aber nach monatelangen Konflikten über seine widersprüchliche Corona-Politik zurücktreten und ist nun Finanzminister. Dass er gegen den Willen seiner eigenen Koalitionspartner heimlich mit Russland den Sputnik-Kauf vereinbarte, trug wesentlich zur Eskalation der Koalitionskrise im März bei.

  • 20.18 Uhr
    Mehr als 100'000 Corona-Tote in Frankreich registriert

    Frankreich hat die Schwelle von 100'000 registrierten Corona-Toten überschritten. Die Behörden meldeten 296 zusätzliche Tote — damit liegt die Zahl der gemeldeten Todesfälle bei 100'073. Das Land mit seinen rund 67 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern ist von der Covid-19-Pandemie schwer getroffen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron schrieb auf Twitter, man werde kein Gesicht und keinen Namen der Gestorbenen vergessen.

    Frankreichs Regierungssprecher Gabriel Attal hatte am Mittwoch ein Gedenken an die Toten angekündigt — aber keine Details und keinen Zeitpunkt genannt. Er warnte ausserdem, dass die dritte Welle der Epidemie noch nicht hinter Frankreich liege — es gebe aber ermutigende Signale.

    In ganz Frankreich gelten derzeit verschärfte Corona-Massnahmen. Ein Grossteil der Geschäfte ist geschlossen, die Bewegungsfreiheit der Menschen im Land ist eingeschränkt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte die Massnahmen vor zwei Wochen verkündet - zuvor hatten vor allem überlastete Krankenhäuser Alarm geschlagen. Die neuen Regeln sind aber deutlich weniger streng als in der Vergangenheit. Dafür gibt es in Frankreich bereits seit Monaten strenge nächtliche Ausgangsbeschränkungen.

  • 19.41 Uhr
    Israel hebt von Sonntag an Maskenpflicht im Freien auf

    Angesichts der niedrigen Corona-Infektionszahlen in Israel will das Land die Maskenpflicht im Freien von Sonntag an aufheben. Gesundheitsminister Juli Edelstein traf eine entsprechende Entscheidung, wie sein Sprecher bestätigte. Er folge damit den Empfehlungen von Gesundheitsexperten. In Innenräumen bleiben die bisherigen Anweisungen und die Maskenpflicht jedoch bestehen.

    Fast vier Monate nach Beginn der rasanten Corona-Impfkampagne werden in dem kleinen Mittelmeerland immer weniger Neuinfektionen registriert — trotz weitreichender Lockerungen der Massnahmen. Am Donnerstag teilte das Gesundheitsministerium mit, binnen 24 Stunden seien 196 neue Fälle gemeldet worden. Nur 0,4 Prozent von 55'470 Tests fielen demnach positiv aus.

    Auch die Zahl der Schwerkranken fiel — auf 209. Zuletzt war die Zahl am 14. Juli mit 190 Schwerkranken niedriger gewesen. Ende Januar gab es noch rund 1200 schwerkranke Corona-Patienten in Israel.

    Bisher haben mehr als 5,3 Millionen der rund 9 Millionen Israelis eine Erstimpfung mit dem Präparat von Biontech/Pfizer erhalten. Fast fünf Millionen Einwohner sind vollständig geimpft. Vor allem Geimpfte und Genesene geniessen wieder viele Freiheiten.

  • 19.18 Uhr
    Rios Bürgermeister zum zweiten Mal positiv getestet

    Der Bürgermeister von Rio de Janeiro, Eduardo Paes, hat sich eigenen Angaben zufolge zum zweiten Mal mit dem Coronavirus infiziert. Paes sei mit leichten Grippe-Symptomen aufgewacht und habe daraufhin einen Schnelltest gemacht, der positiv ausgefallen sei, teilte die Stadtverwaltung der brasilianischen Metropole mit. Paes war bereits im Mai positiv getestet worden, zeigte aber keine Symptome.

    Brasilien ist derzeit einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Bislang haben sich in dem grössten und bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas mehr als 13,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, über 360'000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

    Die Hilfsorganisation «Ärzte ohne Grenzen» sprach angesichts des fehlenden politischen Willens der Regierung in Brasília, auf die Gesundheitskrise zu reagieren, von einer «humanitären Katastrophe». Während Präsident Jair Bolsonaro einschränkende Massnahmen ablehnt, hatte etwa Rio die Massnahmen zuletzt verschärft.

  • 19.01 Uhr
    Mehrere Schulklassen in Mönchaltdorf ZH müssen in Quarantäne

    Drei Mitarbeiterinnen der Schülerbetreuung KidzClub in Mönchaltdorf ZH sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Mehrere Schul- und Kindergartenklassen werden deshalb in Quarantäne geschickt.

    Alle Kinder vom 1. Kindergarten bis und mit 3. Klasse, welche zwischen dem 7. und 9. April im KidzClub betreut wurden, müssen in Quarantäne, wie die Schulbehörde von Mönchaltorf mitteilte. Dies sei am Dienstag vom Contact Tracing des Kantons Zürich und dem Volksschulamt entschieden worden.

    Mehrere Schulkassen in Mönchaltdorf ZH müssen in Quarantäne. (Symbolbild)
    Mehrere Schulkassen in Mönchaltdorf ZH müssen in Quarantäne. 
    KEYSTONE/TI-PRESS/SAMUEL GOLAY (Symbolbild)

    Ältere Kinder seien wegen der geltenden Maskenpflicht nicht von dieser Massnahme betroffen. Auch Kinder, die nachweislich keinen Kontakt mit den Mitarbeiterinnen hatten, müssen nicht in Quarantäne.

    Der Schulärztliche Dienst des Kantons habe zusätzlich zur angeordneten Quarantäne einen Massen-Spucktest für sämtliche Schülerinnen und Schüler sowie Mitarbeitenden für morgen Freitag angeordnet.

  • 18.38 Uhr
    Italien senkt Wachstumsprognose

    Italien senkt wegen der Corona-Pandemie seine Wachstumsprognose. Das Finanzministerium der drittgrössten Volkswirtschaft der Euro-Zone geht nach Angaben von heute nur noch von einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr von 4,5 Prozent aus, nachdem es im vergangenen Herbst noch sechs Prozent prognostiziert hatte.

    Auch das Haushaltsdefizit soll mit 11,8 Prozent des BIP höher liegen als bei der der früheren Prognose im Januar mit 8,8 Prozentveranschlagt. Die Staatsverschuldung, die sich Ende 2020 auf 155,6 Prozent des BIP belief, wird der neuen Schätzung zufolge in diesem Jahr auf 159,8 Prozent und damit auf den höchsten Wert in der Nachkriegszeit klettern.

    Italien gehört zu den EU-Ländern, denen die Corona-Krise besonders hart zusetzt. 2020 war die Wirtschaft um 8,9 Prozent eingebrochen und damit so stark wie noch nie in der Nachkriegszeit.

    Darüber hinaus segnete das Kabinett in Rom ein neues milliardenschweres Paket zur Ankurbelung der schwächelnden Konjunktur ab. Die Regierung unter dem neuen Ministerpräsidenten Mario Draghi will die Wirtschaft in der Corona-Pandemie mit weiteren 40 Milliarden Euro unterstützen.

  • 18.07 Uhr
    WHO: Immer weniger Sterbefälle bei über 80-Jährigen in Europa

    In Europa ist die Zahl der Corona-Sterbefälle bei über 80-Jährigen auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Pandemie gesunken. Wie der Europa-Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Hans Kluge, am Donnerstag in Athen sagte, ist das vermutlich auf den Fortschritt bei den Corona-Impfungen für Risikogruppen zurückzuführen.

    In den vergangenen zwei Monaten habe sich die Zahl der Corona-Sterbefällen bei Menschen über 80 Jahren von allen anderen Altersgruppen abgekoppelt, sagte Kluge. Mittlerweile entfielen nur noch knapp 30 Prozent der Todesfälle auf die Altersgruppe ab 80 Jahren.

    Kluge, der die Infektionslage in Europa vor knapp zwei Wochen noch als so «besorgniserregend» wie seit Monaten nicht mehr bezeichnet hatte, sieht zudem «erste Anzeichen», dass sich die Übertragung des Coronavirus in mehreren europäischen Ländern verlangsamt. Kluge riet aber weiter zu Vorsicht: In jeder Minute würden in der Region durchschnittlich noch 160 neue Infektionsfälle registriert.

    Die Europa-Direktion der WHO ist für 53 Staaten zuständig, darunter auch Russland und mehrere ehemalige Sowjetrepubliken in Zentralasien.

  • 17.47 Uhr
    Kantone können Impf-Reserven senken

    Von April bis Ende Juli soll die Schweiz mindestens acht Millionen Dosen der zwei zugelassenen Impfstoffe erhalten. Deshalb können die Kantone ihre Reserven für die zweite Dosis bis Ende April senken und so das Impftempo erhöhen.

    Ab Mai sollten die Liefermengen noch einmal deutlich ansteigen, teilte das Generalsekretariat des Innendepartements am Donnerstag nach einer Videokonferenz zwischen Bundesrat Alain Berset und der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) mit. Damit bleibe das Ziel einer ersten Impfung für alle Personen bis Ende Juni realistisch – unter Voraussetzung der «kontinuierlichen Lieferung» durch die Hersteller.

    Bund und Kantone seien sich einig, dass die Kantone nun die Impfstoffreserven für die zweite Dosis bis Ende April senken könnten. Denn die zweite Dosis dürfte durch die noch zu liefernden Mengen sichergestellt sein. Dadurch könnten die Kantone ihr Impftempo beschleunigen und die Impfungen schneller auf weitere Altersgruppen ausweiten.

    Eine rasche Verabreichung der Impfungen sei für die Bewältigung der Krise entscheidend, hiess es weiter. Die Kantone hätte dafür die nötigen Kapazitäten aufgebaut. Das Bundesamt für Gesundheit habe seine Empfehlung diese Woche entsprechend angepasst.

    Eine erste Lieferung des Impfstoff von Pfizer Biontech wird von der Spital-Apothekerin Julia Egger vom Kantonsspital Nidwalden in Stans im Empfang genommen und fuer die Impfungen bereitgemacht, am Mittwoch, 23. Dezember 2020. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
    Eine Lieferung des Impfstoff von Pfizer Biontech erreicht das Kantonsspital Nidwalden in Stans. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 17.09  Uhr
    Covid-19 erhöht Thrombose-Risiko deutlich

    Die Gefahr seltener Thrombosen ist einer Studie zufolge bei einer Corona-Infektion deutlich höher als nach einer Impfung gegen das Virus. Covid-19 führe zu einem vielfach höherem Risiko für Sinusvenenthrombosen (SVT) als die aktuellen Impfstoffe, hiess es in einem am Donnerstag veröffentlichten Studie der Universität Oxford.

    Das Risiko eines solchen Blutgerinnsels sei nach einer Infektion etwa 100 Mal höher als normal. 30 Prozent der Fälle träten bei Personen unter 30 Jahren auf. Im Vergleich zu den verfügbaren Covid-19-Impfstoffen sei die Gefahr um acht bis zehn Mal höher.

    Die Studienautoren wiesen darauf hin, dass die Ergebnisse aus der Untersuchung mit 500'000 Covid-Patienten mit Vorsicht interpretiert werden müssten, da mit weiteren Impfungen noch mehr Daten hinzukämen. Die Studie basiert zudem auf US-Daten und liefert daher keine neuen zu Blutgerinnseln durch den Impfstoff von AstraZeneca, da das Mittel dort noch nicht auf dem Markt ist.

    «Covid-19 erhöht das Risiko einer SVT deutlich und ergänzt die Liste der Blutgerinnungsprobleme, die diese Infektion verursacht», erklärte Paul Harrison vom Institut für Psychiatrie der Universität, der zu den Leitern der Untersuchung gehört.

    Die Uni Oxford hat zusammen mit AstraZeneca den Covid-19-Impfstoff des Pharmakonzerns entwickelt. Dieser darf in verschiedenen Ländern wegen Fällen von Sinusvenenthrombosen nach der Impfung nicht mehr uneingeschränkt eingesetzt werden. In der Schweiz hat der Impfstoff noch keine Zulassung erhalten.

  • 16.13  Uhr
    Mehr kritisch kranke Covid-19-Patienten in Intensivpflege

    Die Zahl kritisch kranker Covid-19-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen steigt seit einigen Tagen an. Die Intensivstationen sind durch sie und durch vorübergehend aufgeschobene Operationen stark gefordert. Der künftige Intensivpflegebedarf lässt sich nur schwer abschätzen.

    Die Ressourcen der Intensivstationen hängen von der Entwicklung der Covid-19-Pandemie ab, wie die Schweizerische Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) am Donnerstag mitteilte. Angesichts unterschiedlichster Variablen sei die Lage nur schwer abzuschätzen.

    Die SGI verfolgt ihren Angaben zufolge die Lage und die Auswirkungen der am Mittwoch angekündigten Lockerungen dauernd. Durch den engen Kontakt zu den beteiligten Akteuren sei eine koordinierte Planung gewährleistet.

    Zentral seien weiterhin die Schutzmassnahmen und die Tests. So liessen sich die Hospitalisierungen wegen Covid-19 reduzieren. In den Impfungen sieht die SGI einen wichtigen Bestandteil der Epidemiebekämpfung.

    Die Zahl der Covid-19-Patienten in Berner Spitälern und Intensivstationen ist weiter gesunken.
    Die Zahl kritischer Covid-19-Patienten in Schweizer Spitälern und Intensivstationen steigt wieder an. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 15.35 Uhr
    Zahl der Neuansteckungen nach Ostern gestiegen

    Die Zahl gemeldeter Corona-Ansteckungen ist in der Woche vom 5. bis 11. April (Woche 14) um 15 Prozent gestiegen. Dies meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag. Allerdings wurde in der Vorwoche eine Höchstzahl von Tests durchgeführt aufgrund von Ostern. Das erschwert die Einschätzung.

    Laut dem neusten Wochenbericht des Bundesamts für Gesundheit (BAG) wurden in der Woche 14 insgesamt 14'157 laborbestätigte Fälle gemeldet, gegenüber 12'308 in der Vorwoche. Das ist ein Anstieg um 15 Prozent. Zurückzuführen ist das auf ein verändertes Testverhalten der Bevölkerung.

  • 15.05 Uhr
     Deutschland verimpft fast 740'000 Dosen an einem Tag

    In Deutschland sind am Mittwoch so viele Corona-Impfdosen verabreicht worden wie an keinem Tag zuvor. Laut staatlichem Robert Koch-Institut waren es rund 739'000 Impfungen nach 564'000 am Vortag.

    «Das ist ein neuer Tagesrekord», teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter mit. Vor einer Woche waren es schon einmal 725'000 an einem Tag. Durch die Einbeziehung der Hausarztpraxen hatte sich die Zahl der täglichen Impfungen in Deutschland nach Ostern nahezu verdoppelt.

    17,8 Prozent der deutschen Bevölkerung haben jetzt mindestens eine Impfung. In Bremen und im Saarland sind es mehr als 20 Prozent – die Marke dürfte Anfang nächster Woche auch deutschlandweit geknackt werden. Spahn hatte zuvor betont, dass die Impffortschritte derzeit nicht gross genug seien, um die dritte Corona-Welle zu brechen.

  • 14.56 Uhr
    Graubünden öffnet Impf-Anmeldung für über 35-Jährige

    Der Kanton Graubünden öffnet das Altersfenster für Anmeldungen zur Corona-Impfung nun auch für jüngere Menschen. Seit (heute) Donnerstag können sich 35- bis 44-Jährige anmelden.

    Schon eine Woche später, ab dem 22. April, ist die Anmeldung auch für die beiden letzten Altersgruppen offen, wie der Kanton mitteilte. Es handelt sich dabei um die 25‐ bis 34‐Jährigen und die 16‐ bis 24‐Jährigen. Der Kanton warnt allerdings, dass es nach einer Anmeldung bis zur Vergabe des Impftermins weiterhin bis zu zweieinhalb Monaten dauern kann.

    Für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ist eine Impfung vorerst nicht empfohlen. Für sie fehlen ausreichende Daten zur Wirkung des Impfstoffes. Personen mit durchgemachter Corona-Infektion wird eine Impfung neu erst sechs Monate nach Beginn dieser Erkrankung empfohlen, anstatt wie bisher nach drei.

    In Graubünden werden an jedem Werktag rund 1300 Personen gegen das Coronavirus geimpft - etwa im Kongresszentrum in Davos. (Archivbild)
    In Graubünden werden an jedem Werktag rund 1300 Personen gegen das Coronavirus geimpft - etwa im Kongresszentrum in Davos. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 14.16 Uhr
    Auch Luzerner Schulen starten mit Reihentests

    Im Kanton Luzern soll ab dem 3. Mai an allen öffentlichen Schulen ab der Sekundarstufe I mit Reihentestes für die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen gestartet werden. Vorgesehen sind die Speicheltests einmal pro Woche, sie sind freiwillig und kostenlos.

    Vor den Frühlingsferien wurden an der Kantonsschule Beromünster und an der Sekundarschule Meggen repetitive, gepoolte PCR-Speicheltests als Pilotversuche lanciert. Diese verliefen reibungslos, wie die Luzerner Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte. Die Schulen könnten nun mit den Reihentestungen beginnen.

    Die Organisation für die Administration und Durchführung der Tests obliegt den Schulen. Die Staatskanzlei hält fest, dass das Testen praktisch keine Auswirkungen auf die Quarantäne habe. Da alle Lernenden eine Maske tragen würden, müssten in der Regel nur jene Lernenden in Quarantäne, die einen engen Kontakt hatten.

    Die übrigen Schülerinnen und Schüler können die Schule weiter besuchen. Bei mehreren Fällen pro Klasse werde die zuständige Dienststelle Gesundheit über die Quarantäne-Anordnung entscheiden, heisst es weiter.

    Der Kanton Zug hatte bereits im Februar mit den Reihentests an Schulen begonnen, nun starten auch die Luzerner Schulen damit. (Archivbild)
    Der Kanton Zug hatte bereits im Februar mit den Reihentests an Schulen begonnen, nun starten auch die Luzerner Schulen damit. (Archivbild)
    Bild: Keystone
  • 13.35 Uhr
    Uri öffnet nächstes Anmeldefenster für Impfung

    Der Kanton Uri startet eine neue Impfetappe: Neu können sich Personen, die enge Kontakte zu besonders gefährdeten Menschen pflegen, für die Covid-19-Impfung anmelden. Zugelassen sind ausschliesslich Kontaktpersonen mit Wohnsitz im Kanton Uri.

    Die bisher angemeldeten Personen zwischen 65 und 74 Jahren dürften bis Ende April grösstenteils geimpft sein, teilte der Urner Covid-19-Sonderstab am Donnerstag mit. Damit könne ab Ende April mit der Impfung der letzten priorisierten Personengruppe begonnen werden, bevor die Anmeldung für die übrige Urner Bevölkerung freigegeben werde. Bis (gestern) Mittwochabend wurden im Kanton Uri bereits über 10'000 Covid-19-Impfungen durchgeführt.

  • 13.30 Uhr
    BAG meldet 2226 neue Fälle und 21 Tote

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Donnerstag 2226 Coronavirus-Ansteckungen bei 31‘019 Tests innerhalb eines Tages gemeldet worden. Das entspricht einer Positivitätsrate von 7,2 Prozent. 21 Personen sind an den Folgen von Covid-19 gestorben, 115 Personen mussten ins Spital eingewiesen werden.

    Die Zahlen zu den Todesfällen und Hospitalisationen wurden vom BAG dabei angepasst. Falsch- und Doppelmeldungen wurden bereinigt sowie Nachmeldungen aus dem Zeitraum September 2020 bis März 2021 erfasst. Von den am Donnerstag gemeldeten Todesfällen sind demnach 17, bei den Hospitalisationen 24 auf diese Anpassung zurückzuführen. Vor einer Woche lag die Zahl der Neuansteckungen bei 2449. Neu Todesfälle wurden vor Wochenfrist 20, zusätzliche Spitaleinweisungen 156 registriert.

    Die Positivitätsrate für die vergangenen zwei Wochen lag bei 7,0 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner 303,79 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,14. Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zur Zeit 71,6 Prozent. 24,3 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

    Insgesamt wurden bis vorgestern Abend 2'299'125 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Davon wurden 1'815'117 Dosen verabreicht. 689'178 Personen sind bereits vollständig geimpft.

    In den vergangenen 24 Stunden wurden dem BAG 31'019 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie wurden in der Schweiz und in Liechtenstein 6'505'841 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, wie das BAG weiter mitteilte. Insgesamt gab es 630'194 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus.

    Von den mutierten Varianten des Coronavirus sind in der Schweiz bisher 42'164 Fälle entdeckt worden. 16'539 betrafen die britische Variante (B.1.1.7), 245 die südafrikanische (B.1.351) sowie 13 die brasilianische (P.1). 25367 Fälle konnten keiner Variante eindeutig zugewiesen werden.

    ZUM PRAESENZUNTERRICHT AN DER KANTONSSCHULE WIEDIKON UNTER EINHALTUNG DER CORONA-SCHUTZKONZEPTE STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG. WEITERE BILDER FINDEN SIE AUF visual.keystone-sda.ch --- Ein Schueler streckt auf, um der Mathematiklehrerin eine Frage zu stellen, waehrend Schueler und Schuelerinnen der Klasse 4b der Kantonsschule Wiedikon, KWI, selbststaendig arbeiten, fotografiert am 18. Maerz 2021 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
    Schülerinnen und Schüler mit Schutzmasken Mitte März in der Kantonsschule Wiedikon. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 13.05 Uhr
    Mehr als eine Million Covid-Tote in Europa

    Europa hat nach Angaben des Regionalbüros der Weltgesundheitsorganisation WHO eine traurige Marke überschritten: Mittlerweile sind in den Ländern der europäischen WHO-Region mehr als eine Million Todesfälle in Verbindung mit Corona-Infektionen registriert worden.

    Jede Woche kommen derzeit 1,6 Millionen Neuinfektionen hinzu, wie WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Donnerstag während seiner regelmässigen Online-Pressekonferenz sagte, die er diesmal bei einem Besuch in Athen abhielt. Das sind 9500 jede Stunde, 160 Menschen jede Minute.»

  • 13 Uhr
    Vorfälle in der Luftfahrt um 45 Prozent zurückgegangen 

    Die Vorfälle in der Luftfahrt haben im letzten Jahr unter anderem wegen der Corona-Pandemie um fast die Hälfte abgenommen. Am deutlichsten war der Rückgang in der kommerziellen Luftfahrt. Bei der zivilen Luftfahrt hingegen blieb die Zahl der Flugbewegungen praktisch gleich.

    Im gesamten Jahr 2020 habe das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) 3724 Vorfälle registriert, heisst es im jährlichen Sicherheitsbericht. Das seien 45 Prozent weniger als vor einem Jahr. Mit 53 Prozent am deutlichsten zurück gingen die Vorfälle bei der kommerziellen Luftfahrt. Das sei wenig erstaunlich, weil dieser Bereich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie am meisten getroffen wurde.

    Bei der zivilen Fliegerei hingegen habe es abgesehen von der Zeit des Lockdowns im März und April im Vergleich zum Vorjahr praktisch keine Veränderungen in der Zahl der Flugbewegungen gegeben. Die Zahl der Vorfälle verringerte sich ebenfalls nur um 23 Prozent. Ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahres blieben die Flugunfälle mit 26 und die schweren Vorfälle mit 33. Fast halbiert habe sich jedoch die Zahl der Todesopfer. Bei sechs tödlichen Unfällen seien im letzten Jahr zehn Menschen ums Leben gekommen.

    Auffallend sei die hohe Zahl von Kollisionen mit Wildtieren auf den Flughäfen und der Beschädigungen von Flugzeugen am Boden. Zugenommen hätten auch die Konflikte im Luftraum im Mischverkehr zwischen Instrumenten- und Sichtflügen von 13 auf 32. Diesem negativen Trend wolle das BAZL mit «geeigneten Massnahmen» entgegenwirken.

    Eine Swiss Maschine landet auf dem Flughafen in Duebendorf, am Donnerstag, 19. Maerz 2020 aufgenommen von Oeniken. Aufgrund des stark reduzierten Flugangebots der Fluggesellschaft Swiss werden Flugzeuge der Airbus A320er-Familie temporaer an den Flughafen Duebendorf verlegt.(KEYSTONE/Ennio Leanza)
    Eine Maschine der Swiss landet im März 2020 auf dem Flughafen in Dübendorf: Aufgrund der Pandemie hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) eine drastische Abnahme an Vorfällen registriert. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 12.30 Uhr
    Litauen will sich um Astrazeneca aus Dänemark bemühen

    Nach dem Verzicht Dänemarks auf den Corona-Impfstoff von Astrazeneca will sich Litauen um die übrig bleibenden Dosen bemühen. «Wenn Dänemark erwägen würde, diese Mengen zu teilen, wären wir wirklich glücklich, zu denen zu gehören, die sie übernehmen würden», sagte Regierungschefin Ingrida Simonyte am Donnerstag in Vilnius. Das baltische EU-Land habe bereits sein Interesse in Kopenhagen signalisiert. Unklar ist allerdings, ob ein solcher Handel nach den EU-Beschaffungsregeln überhaupt möglich ist.

    Dänemark hatte als erstes EU-Land am Mittwoch angekündigt, vollständig auf den Corona-Impfstoff von Astrazeneca zu verzichten. Begründet wurde der Schritt mit sehr seltenen Fällen ungewöhnlicher Blutgerinnsel, Blutungen und niedriger Blutplättchenzahlen.

    Verpackungen mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca.
    Verpackungen mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca.
    Bild: dpa

    Noch sei unklar, wie viele Dosen Litauen aus Dänemark erhalten könnte, sagte Simonyte der Agentur BNS zufolge. Sie habe aber keinen Zweifel daran, dass es in Litauen Menschen geben wird, die sich mit dem Astrazeneca-Mittel impfen lassen wollen.

  • 12.10 Uhr
    St. Galler Nothilfe startet 

    Im Kanton St. Gallen ist am 15. April ein Hilfsangebot für Leute gestartet, die in Not geraten sind und bei anderen Corona-Unterstützungsprogrammen durch die Maschen fallen. Dafür stehen fünf Millionen Franken bereit.

    Die Gelder seien zur finanziellen Unterstützung von Personen gedacht, die aufgrund der Corona-Krise und trotz der Hilfsprogramme von Bund und Kanton nicht mehr in der Lage sind, ihre Ausgaben zu decken, heisst es in der Mitteilung des Kantons vom Donnerstag.

    Ab sofort können sich St. Gallerinnen und St. Galler in den Gemeinden beraten lassen und Gesuche einreichen. Die Voraussetzungen sowie die Adressen der Beratungsstellen sind in verschiedenen Sprachen auf der Website www.coronahilfe.sg.ch aufgeschaltet.

    Die finanzielle Unterstützung orientiert sich am System der Ergänzungsleistungen. Die St. Galler Regierung will die Wirksamkeit in den nächsten Monaten überprüfen und bei Bedarf anpassen.

    Im Kanton St. Gallen ist das Programm für die Corona-Nothilfe gestartet. Vor allem in der Westschweiz wurden im letzten Jahr Lebensmittel an Bedürftige verteilt, die wegen der Pandemie in Not geraten sind. (Symbolbild)
    Im Kanton St. Gallen ist das Programm für die Corona-Nothilfe gestartet. Vor allem in der Westschweiz wurden im letzten Jahr Lebensmittel an Bedürftige verteilt, die wegen der Pandemie in Not geraten sind. (Symbolbild)
    Bild:  Keystone
  • 11.47 Uhr
    Indien verzeichnet 200'000 neue Fälle an einem Tag

    In Indien sind an einem Tag mehr als 200'000 Corona-Fälle erfasst worden – mehr als je zuvor in der grössten Demokratie der Welt. Zudem starben innerhalb von 24 Stunden 1038 weitere Menschen im Zusammenhang mit Corona, wie Zahlen des Gesundheitsministeriums am Donnerstag zeigten. In absoluten Zahlen ist Indien mit insgesamt mehr als 14 Millionen erfassten Infektionen das am zweitmeisten von Corona betroffene Land – nach den USA. Indien ist auch das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt.

    Wegen der immer stärker steigenden Fallzahlen haben einige Regionalregierungen Beschränkungen erlassen. Im Bundesstaat Maharastra mit der Finanzmetropole Mumbai müssen Geschäfte, die keine unbedingt notwendigen Dienstleistungen anbieten, vorerst schliessen. Auch Versammlungen von mehr als fünf Leuten sind dort verboten. In Mumbai und der Hauptstadt Delhi etwa werden Krankenhausbetten und medizinischer Sauerstoff knapp. Einige Hotels wurden angewiesen, in Corona-Behandlungsstätten umgewandelt zu werden. In der Hauptstadt mit seinen 20 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern wurden zuletzt nach offiziellen Zahlen mehr als 17'000 Fälle erfasst.

    Noch Ende 2020 nahmen die Corona-Fälle in Indien deutlich ab. Es gab teils weniger als 10'000 Fälle an einem Tag. Doch eine verbreitete Sorglosigkeit, grosse religiöse Feste und Regionalwahlveranstaltungen ohne Masken und Abstand sowie ansteckendere Virus-Varianten dürften dann wieder zu dem Anstieg beigetragen haben.

    Angehörige eines Mannes, der an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben ist, bereiten die Einäscherung seiner Leiche auf dem Vadaj-Friedhof vor. Indien ist weltweit momentan das am zweitstärksten vom Coronavirus betroffene Land. Foto: Ajit Solanki/AP/dpa
    Angehörige eines Mannes, der an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben ist, bereiten die Einäscherung seiner Leiche auf dem Vadaj-Friedhof vor. Indien ist weltweit momentan das am zweitstärksten vom Coronavirus betroffene Land. 
    Bild:  dpa
  • 11.22 Uhr
    1.-Mai-Umzug in Zürich fällt auch dieses Jahr aus

    Auch in diesem Jahr fällt «Solidarisiere, mitmarschiere» wegen Corona aus: Der Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich hat den 1.-Mai-Umzug und die Schlusskundgebung auf dem Sechseläutenplatz abgesagt. Eine Demonstration mit mehreren Tausend Teilnehmenden sei aktuell nicht durchführbar.

    Trotz Corona-Auflagen eine Demonstration zu organisieren, wäre für den Gewerkschaftsbund nicht machbar. «Seit Beginn der Pandemie kämpfen die Gewerkschaften für einen angemessenen Gesundheitsschutz der Beschäftigten», wird Präsident Markus Bischoff (AL) in einer Mitteilung vom Donnerstag zitiert. Nun selber eine Grossdemonstration durchzuführen, an der die Einhaltung der Massnahmen nicht garantiert werden könne, sei unglaubwürdig.

    Als Alternative organisieren die Gewerkschaften in der Stadt Zürich fünf stationäre, kleine Kundgebungen. Sie beginnen um halb zehn und behandeln Arbeitsthemen, alle im Zusammenhang mit der Corona-Krise.

    Kundgebungsteilnehmer laufen am traditionellen 1. -Mai-Umzug, am Tag der Arbeit im Zürich am Mittwoch, 1. Mai 2019. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 11.08 Uhr
    Ständeratskommission will Kurzarbeitsbezug verlängern

    Die Gesundheitskommission des Ständerates hat dem Bundesrat empfohlen, die Höchstbezugsdauer für Kurzarbeitsentschädigungen so schnell wie möglich von 18 auf maximal 24 Monate zu verlängern. Nur so erhielten die Unternehmen Planungssicherheit.

    Weiter solle die Verwaltung darlegen, wie die Versorgungssicherheit mit Impfstoffen und Medikamenten verbessert werden könne, teilte die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK-S) nach Gesprächen mit Bundesrat Alain Berset und seinen Fachleuten am Donnerstag mit.

    Ausserdem müssten die erwarteten grösseren Mengen an Impfstoff so schnell wie möglich verabreicht werden. Damit würden weitere vorsichtige Öffnungsschritte möglich und die Schweizer Bevölkerung erhalte eine Perspektive.

  • 10.40 Uhr
    Marché-Concours in Saignelégier abgesagt

    Das Pferdefestival Marché-Concours in Saignelégier JU wird wegen der Covid-19-Pandemie in diesem Jahr nicht stattfinden. In Absprache mit dem Ehren-Gastkanton Aargau haben die Organisatoren den Anlass auf das Wochenende vom 12. bis 14 August 2022 verschoben.

    Die Bedingungen für den Grossanlass seien nicht optimal, teilten die Organisatoren des Festes für die Freiberger Pferde am Donnerstag mit. Es handelt sich nach 2020 bereits um die zweite Absage des Marché-Concours national de chevaux, der normalerweise Zehntausende von Besucherinnen und Besuchern anlockt.

    Der Marché-Concours gehört mit seinen Pferde- und Wagenrennen sowie seinem Pferdemarkt zu den Höhepunkten für Pferdeliebhaberinnen und -liebhaber. In diesem Jahr hätte der Gastkanton Aargau unter dem Motto «Typisch Aargau» einen Auftritt mit Dutzenden von Statistinnen und Statisten vollziehen sollen. Diese Programmpunkte seien aber nicht mit den Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie vereinbar, heisst es.

    Junge Reiterinnen in Aktion bei einem Galopprennen, beim Marche-Concours National de Chevaux am Sonntag, 12. August 2018 in Saignelegier. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
    Junge Reiterinnen in Aktion bei einem Galopprennen, beim Marche-Concours National de Chevaux im Jahr 2018 in Saignelegier. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 10.25 Uhr
    Lebenserwartung in der Schweiz sinkt

    Wegen der Corona-Pandemie sind in der Schweiz im vergangenen Jahr gemäss einer neuen Studie 8,8 Prozent mehr Menschen gestorben als im Vorjahr. Betroffen waren vor allem ältere Personen. Gleichzeitig sank auch die Gesamtlebenserwartung um 7,5 Monate.

    In Anbetracht der Tatsache, dass die Sterblichkeit in der Schweiz seit Jahrzehnten sinke, sei der Anstieg von 8,8 Prozent im letzten Jahr «ungewöhnlich» und spiegle die Auswirkungen der Corona-Pandemie wider, schreibt das Universitätszentrum für Allgemeinmedizin und öffentliche Gesundheit in Lausanne (Unisanté) in einem Communiqué. Es handle sich dabei um einen Rückgang auf das Niveau von 2014/2015.

    Die von Unisanté durchgeführte Analyse habe aber auch gezeigt, dass die Übersterblichkeit erst ab einem Alter von 70 Jahren bei Männern und ab 75 Jahren bei Frauen signifikant gewesen sei. Unterhalb dieses Alters hätten die Forscherinnen und Forscher keinen wesentlichen Anstieg der Sterblichkeit beobachtet.

    Des pompiers du SIS (Service d'Incendie et de Secours) apportent un corps dans le centre funeraire du cimetiere des Rois, ce vendredi 20 novembre 2020 a Geneve. Le service des pompes funebres de la Ville de Geneve ne sait plus ou donner de la tete a cause de la crise sanitaire. Les places dans les chambres froides des cimetieres de Saint-Georges et des Rois sont toutes occupees et des corps ont du etre transferes a la morgue des Hopitaux universitaires de Geneve (HUG). (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)
    Ein verstorbener Patient im Unispital Genf im November 2020: Die Lebenserwartung in der Schweiz ist zurückgegangen.
    KEYSTONE

    Betroffen waren mehr Frauen als Männer. Dadurch ging auch die Gesamtlebenserwartung der Männer stärker zurück (-9,7 Monate) als diejenige der Frauen (-5,3 Monate). Dieser Rückgang stehe zwar im Gegensatz zum jährlichen Anstieg um zwei Monate, der in den letzten Jahrzehnten üblich gewesen sei.

    Doch er sei nicht vergleichbar mit dem Verlust von rund zehn Jahren während der spanischen Grippe im Jahr 1918. Die Lebenserwartung im Jahr 2020 liege damit weiterhin bei über 81 Jahren für Männer und bei über 85 Jahren für Frauen. Auch das entspreche in etwa dem Niveau vor fünf Jahren.

  • 10 Uhr
    Schaffhausen entzieht Corona-Demo die Bewilligung

    Am Samstag soll es in der Stadt Schaffhausen doch nicht zu einer weiteren Kundgebung von Skeptikern der Corona-Massnahmen kommen. Der Stadtrat hat die Bewilligung für die Demonstration in der Altstadt kurzfristig widerrufen.

    Der Stadtrat hatte den Gesuchstellern die Bewilligung ursprünglich vor rund einem Monat erteilt, da bei deren drei früheren Kundgebungen die Auflagen eingehalten worden waren. Aufgrund einer aktuellen Lagebeurteilung ist er nun auf seinen Entscheid zurückgekommen, wie er in einer Mitteilung schreibt.

    In der Zwischenzeit hätten grössere Demonstrationen zum gleichen Thema in anderen Städten zu Problemen geführt, hält der Stadtrat fest. Zudem habe die für diesen Samstag geplante Kundgebung in den sozialen Medien sehr grosse Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

    «Angesichts der Reaktionen und Aufrufen in den sozialen Netzwerken kann zurzeit nicht ausgeschlossen werden, dass es zu Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung kommt.» Zudem müsse davon ausgegangen, dass die Auflagen des Bundes bewusst nicht eingehalten werden.

    Corona-Skeptiker vor dem Tell Denkmal in Altdorf am 10. April 2021: In Schaffhausen soll es an diesem Wochenende nun doch zu keiner Kundgebung kommen.
    Corona-Skeptiker vor dem Tell-Denkmal in Altdorf am 10. April 2021: In Schaffhausen soll es an diesem Wochenende nun doch zu keiner Kundgebung kommen.
    KEYSTONE/URS FLUEELER
  • 9.50 Uhr 
    Argentinien: «Tsunami» an Neuninfektionen
    Buenos Aires verhängt Ausgangssperre

    Buenos Aires verhängt Ausgangssperre

    Schlange stehen vor einer Notaufnahme in Buenos Aires. Angesichts deutlich steigender Infektionszahlen hat die Regierung des Landes schärfere Massnahmen für die Hauptstadt und für die umliegende Region verhängt. Schulen werden geschlossen, ab sofort gilt eine nächtliche Ausgangssperre. Staatspräsident Alberto Fernandez selbst hatte sich mit dem Coronavirus angesteckt, am Mittwoch sprach er über den Ernst der Lage: «Von 20 Uhr am Abend bis sechs Uhr am Morgen hat sich niemand auf der Strasse zu bewegen. Ich habe die Aussetzung aller freizeitlichen, sozialen, kulturellen, sportlichen und religiösen Aktivitäten angeordnet. Wer einkaufen geht, muss das tagsüber erledigen. Die Geschäfte sind lediglich zwischen neun Uhr am Morgen und sieben Uhr am Abend geöffnet.» Die Massnahmen sollen zunächst bis zum 30. April gelten. Argentinien hatte am Mittwoch 25.157 neue Infektionen gemeldet, nach einem Rekordwert von mehr als 27.000 am Dienstag. Bislang sind den Angaben zufolge mehr als 58.500 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die Regierung hatte versucht, einen Lockdown zu vermeiden, mit Blick auf die fragile wirtschaftliche Lage des südamerikanischen Landes. Der Gouverneur der Provinz Buenos Aires sprach zuletzt von einem «Tsunami» der Neuinfektionen.

    15.04.2021

  • 9.45 Uhr
    Schwyz weitet Test-Regime an Schulen aus

    Der Kanton Schwyz weitet das repetitive Testen auf alle Schulstufen aus. Die Testung an den Schulen basiert auf dem Prinzip der doppelten Freiwilligkeit und soll einmal wöchentlich mittels eines PCR-Speicheltests durchgeführt werden.

    In der Woche nach Ostern hatte der Kanton Schwyz an zwei Standorten der Sekundarstufe I Pilottestungen mittels Speicheltest durchgeführt. Die Testungen funktionierten reibungslos und wurden von Schülerinnen und Schülern als unproblematisch und einfach anwendbar empfunden, teilte die Regierung am Donnerstag mit.

    Bei der Auswertung der insgesamt zwölf Testpools erwies sich einer als positiv. Mit Einzeltest bei den betroffenen Poolmitgliedern konnte ein Schüler identifiziert werden, der trotz fehlender Symptome infiziert war und sofort isoliert wurde. Aufgrund dieser positiven Ergebnisse und der auch in anderen Kantonen gemachten Erfahrungen entschied die Covid-19-Taskforce des Bildungsdepartements, die Umsetzung des repetitiven Testens auf alle Schulstufen auszuweiten.

    Ein gezieltes und repetitives Testen von symptomfreien Personen helfe, lokale Infektionsherde zu identifizieren und somit Infektionsausbrüche frühzeitig einzudämmen. Dies sei eine wichtige Grundlage für die Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts sowie für die Vermeidung von klassen- oder gar schulübergreifenden Quarantänen.

    Die Testung an den Schulen basiert auf dem Prinzip der doppelten Freiwilligkeit. Einerseits entscheidet jede Schule für sich, ob sie sich am repetitiven Testen beteiligen will. Ist dies der Fall, können die Schülerinnen und Schüler noch über die Teilnahme entscheiden. Die Teilnahme an den Tests ist kostenlos.

  • 9.30 Uhr
    Uni Zürich setzt auch nach Corona auf Online-Unterricht

    Die Universität Zürich (UZH) will ihre Lehre künftig als Mix von Präsenz- und Onlineveranstaltungen anbieten. Dies soll den Studierenden individuelleres Lernen ermöglichen.

    Der digitale Schub aus der Corona-Pandemie soll genutzt werden, heisst es in einer Mitteilung der Universität Zürich vom Donnerstag. Die weitgehende Umstellung auf Onlineformate haben Dozierenden und Studierenden jedoch auch Nachteile gebracht.

    Für die Zeit nach der Corona-Pandemie will die UZH nun den richtigen Mix zwischen Präsenz- und Onlineveranstaltungen finden. Hybride Lehr- und Lernformate seien effektiver als reiner Online-Unterricht. Digitale Lehrangebote, welche den Präsenzunterricht ergänzen, sollen die Flexibilität, Mobilität und Barrierefreiheit erhöhen.

  • 8.37 Uhr
    Schweizer Immunologe hat «grosse Bedenken»

    «Ich habe also grosse Bedenken, wie sich die Epidemie in der Schweiz nun entwickeln wird», bekundet Christian Althaus im «Tages-Anzeiger»: Der Immunologe sei von den jüngsten Lockerungsankündigungen «sehr überrascht» und rechnet deshalb mit noch mehr Stress im Gesundheitswesen.

    Problematisch findet er besonders, dass wieder Treffen von bis zu 50 oder 100 Personen möglich seien. «Obergrenzen für Versammlungen und Veranstaltungen sind eines der zentralsten Elemente in der Pandemiebekämpfung. Schweden beispielsweise hatte seit Beginn der Pandemie durchgehend eine Obergrenze von 50 Personen.»

    Auch die Fortschritte beim Testen und Impfen beruhigen Althaus in diesem Moment nicht. «Für eine wirksame Teststrategie braucht es vor allem ein durchdachtes Konzept», watschte er den Bundesrat ab. Die Immunität der Bevölkerung liege derzeit zwischen 20 und 40 Prozent und das sei «noch viel zu wenig».

  • 8.18 Uhr
    Fitnessstudios vs. Bundesrat

    Der Schweizerische Fitness- und Gesundheitscenterverband hat den Bund wegen der angeordneten Schliessungen verklagt. Zurückrudern will die Interessenvertretung nun aber nicht – auch wenn es jetzt vorsichtige Lockerungen gibt, so der Präsident Claude Ammann gegenüber «20 Minuten». «Wir gehören zu den Branchen, die geschlossen wurden. Deshalb erwarten wir nun auch etwas finanzielle Solidarität», so Ammann.

  • 8 Uhr
    Indien: Über 200'00 Neuinfektionen in 24 Stunden

    Indien ist mit mehr als 200'000 Coronavirus-Fällen an einem Tag über die Schwelle von 14 Millionen Infektionen seit Beginn der Pandemie hinausgeschossen. «Die Welle ist alarmierend», sagte ein Experte zu den am Donnerstag bekannt gegebenen Zahlen.

    Zusätzlich zu den 200'739 Neuinfektionen wurden 1038 Todesfälle registriert. Mit mehr als 173'000 Toten insgesamt liegt Indien an vierter Stelle hinter den USA, Brasilien und Mexiko. Bei der Zahl der Infektionen ist es auf dem zweiten Platz hinter den USA.

    In der Finanzmetropole Mumbai, einem Hotspot des Anstiegs, und dem Unionsland Maharashtra insgesamt sind mehrere Lockdown-Massnahmen in Kraft: Am Mittwochabend mussten die meisten Industriebetriebe, Geschäfte und öffentlichen Plätze schliessen, die Bewegungsfreiheit wurde für 15 Tage eingeschränkt. Bahn- und Flugverkehr wurden aber nicht gestoppt.

    A security person patrols at Gateway of India in Mumbai, India, Wednesday April 14, 2021. The teeming metropolis of Mumbai and other parts of Maharashtra, the Indian state worst hit by the pandemic, face stricter restrictions for 15 days starting Wednesday in an effort to stem the surge of coronavirus infections. (AP Photo/Rajanish Kakade)
    Nichts geht mehr: Mumbai am 14. April.
    KEYSTONE

    In den vergangenen Tagen hatten sich viele Arbeitsmigranten an Bahnhöfen versammelt, um in überfüllten Zügen Mumbai in Richtung ihrer Heimat zu verlassen. Der Virologe Shahid Jamil erklärte, die Kommunal- und Landeswahlen mit grossen Wahlkampfkundgebungen sowie ein Hindu-Fest mit Hunderttausenden im Ganges badenden Pilgern in der nordindischen Stadt Haridwar seien sogenannte Superspreader Events gewesen.

    Krankenhäuser sind überfüllt. In Neu-Delhi wurden Hotels und Festsäle angewiesen, sich als Covid-19-Zentren Krankenhäusern anzugliedern. In den Unionsländern Maharashtra, Madhya Pradesh und Gujarat meldeten einige Krankenhäuser einen Mangel an Sauerstoffflaschen. Die Bundesregierung forcierte die Impfkampagne. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Neu-Delhi wurden am Mittwoch mehr als drei Millionen Menschen geimpft, insgesamt sind es nun mehr als 114 Millionen. Indien hat 1,4 Milliarden Einwohner.

  • 7.45 Uhr
    Die Nachteile des Homeoffices

    Mehr als jeder dritte Homeoffice-Nutzer klagt einer deutschen Umfrage zufolge über gesundheitliche Probleme wegen eines schlechten Arbeitsplatzes. In einer Erhebung des Forschungsinstituts Forsa im Auftrag des Stuttgarter Prüfkonzerns Dekra gaben 36 Prozent der befragten Heimarbeiter an, dass bei ihnen aufgrund eines «mangelhaften, nicht-ergonomischen Arbeitsplatzes» Verspannungen sowie Rücken- oder Kopfschmerzen aufgetreten seien.

    Frauen sind demnach davon etwas häufiger betroffen als Männer. 34 Prozent der Befragten bemängelten darüber hinaus eine fehlende oder unzulängliche Arbeitsausstattung, zum Beispiel einen zu kleinen Bildschirm oder instabiles Internet. 32 Prozent stellten laut Erhebung bei sich längere Arbeitszeiten oder Arbeitsphasen zu für sie untypischen Zeiten – etwa am Abend oder am Wochenende – fest.

    Als weitere grössere Probleme empfanden Homeoffice-Beschäftigte Störungen durch die Wohnsituation oder den Alltag, etwa durch Familienangehörige oder Nachbarn (30 Prozent), sowie Störungen wegen nicht klar von der Restwohnung abgegrenzter Arbeitsbereiche (27 Prozent). 23 Prozent fehlten laut Umfrage die Wahrnehmung durch den Arbeitgeber oder die Aufmerksamkeit des Chefs, 21 Prozent beklagten Probleme mit der IT-Ausstattung.

    Nach einer Erhebung der Krankenkasse DAK vom Februar ist im Corona-Jahr 2020 in Deutschland allein die Zahl der Krankheitstage von Arbeitnehmern wegen Rückenschmerzen deutlich gestiegen. Insgesamt ging die Zahl der Ausfalltage mit dieser Diagnose demnach im Vorjahresvergleich um sieben Prozent nach oben.

  • 7.10 Uhr
    Pub-Umsätze in England verdoppelt

    Der erste Öffnungstag nach Monaten im Lockdown hat englischen Pubs und Gaststätten Rekordeinnahmen beschert. Getränke waren dabei am Montag besonders begehrt, wie der Branchenanalyst CGA ermittelte. Der Verkauf von Bier, Wein und Sekt in den Pubs sei 113 Prozent höher gewesen als am selben Tag 2019.

    Bemerkenswert ist dabei nach Ansicht der Experten, dass nur die Aussengastronomie geöffnet hat und vor allem am Vormittag in London und weiten Teilen Englands winterliche Temperaturen herrschten. Die Bestellungen nahmen um 150 Prozent zu, zahlreiche Betriebe sind auf Wochen ausgebucht.

    Customers sit outside bars and restaurants on Canal Street in the Gay village in Manchester Monday, April 12, 2021, as restaurants, bars and pubs can open and serve people who can be seated outside. Millions of people in England will get their first chance in months for haircuts, casual shopping and restaurant meals on Monday, as the government takes the next step on its coronavirus lockdown-lifting road map. (AP Photo Jon Super)
    Gäste geniessen die Lockerungen in der Canal Street in Manchester am 12. April.
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    Schätzungsweise verfügen knapp 40 Prozent der Gaststätten im grössten britischen Landesteil – insgesamt etwa 41'100 Kneipen und Restaurants – über ausreichend Plätze im Freien, um unter den geltenden Regeln zu öffnen. Alle anderen dürfen erst im nächsten Schritt öffnen, der für den 17. Mai geplant ist.

    Insgesamt lag das Plus im Jahresvergleich bei 58,6 Prozent, denn beim Essen lagen die Umsätze sogar um 11,7 Prozent niedriger als 2019.

  • 5.30 Uhr
    In Deutschland ziehen Infektionen merklich an

    Ganz sicher lässt sich die Infektionslage in Deutschland nach den Ostertagen noch immer nicht beurteilen – wichtige Kennwerte weisen aber auf einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen hin.

    dpatopbilder - 14.04.2021, Berlin: Eine Schülerin macht selbst bei einem Probelauf mit Corona-Schnelltests an der Grundschule in der Köllnischen Heide in Berlin-Neukölln einen Nasenabstrich. Foto: Christoph Soeder/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Christoph Soeder)
    Tests in Schulden sollen das Infektionsgeschehen eindämmen: In Berlin macht eine Schülerin bei sich selbst einen Nasenabstrich für einen Schnelltest.
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    So lag die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen bundesweit bei 153,2. Ähnlich hoch hatte sie zuletzt Mitte Januar (155 am 13. Januar) während der zweiten Welle gelegen.

    Tatsächlich stiegen die Zahlen zunächst weniger stark als befürchtet. Das könnte sich in der nächsten Zeit allerdings merklich ändern. In den Tagen um Ostern könnte es weniger Tests gegeben haben, nimmt das RKI an. Die Osterferien hätten zudem für das Geschehen an Schulen einen «nachhaltigen Entschleunigungseffekt» gehabt, sagte der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité am Dienstag im Podcast «Coronavirus-Update» bei NDR-Info.

  • 5.22 Uhr
    Ivanka Trump wirbt für Corona-Impfungen

    Ivanka Trump wirbt nach ihrer ersten Corona-Spritze für die Schutzimpfungen. «Sich impfen zu lassen ist der beste Weg, dieses Virus zu besiegen und sich und andere zu schützen», erklärte die 39-jährige Tochter von Ex-Präsident Donald Trump der Nachrichtenagentur AP. Sie selbst habe sich am Mittwoch in Florida mit dem Mittel von Biontech und Pfizer impfen lassen.

    Trump hätte sich als wichtige Mitarbeiterin ihres Vaters bereits früher impfen lassen können, wie zwei mit ihren Plänen vertraute Personen sagten. Sie habe sich jedoch entschieden, damit noch zu warten. Ivanka Trump ist nach dem Ende der Amtszeit ihres Vaters mit ihrer Familie nach Florida gezogen. Dort werden mittlerweile Menschen ab 16 geimpft.

  • 4.40 Uhr
    London verheimlicht Zahlen über Impfstoffexporte

    Unter Verweis auf die nationale Sicherheit verzögert die britische Regierung Angaben zu Impfstoffexporten. In einem Schreiben an die Deutsche Presse-Agentur (dpa) betonte das Aussenministerium in London, die Informationen seien vorhanden. Zunächst müsse aber geprüft werden, ob es im öffentlichen Interesse liege, sie zu veröffentlichen. Eine Antwort könne daher frühestens im Mai erfolgen.

    epa09134628 British Prime Minister Boris Johnson departs 10 Downing Street for Prime Minister Questions at parliament in London, Britain, 14 April 2021. EPA/ANDY RAIN
    Der britische Premierminister Boris Johnson verweigert die Herausgabe von Zahlen zu Impfstoffexporten. Er sieht die nationale Sicherheit bedroht.
    KEYSTONE

    Die dpa hatte in einem sogenannten Freedom of Information Request um Auskunft gebeten, wie viele Impfstoffdosen aus Grossbritannien bis zum 10. März exportiert wurden und in welche Länder sie gingen. Diese Anfragen müssen in der Regel innerhalb von 20 Werktagen beantwortet werden.

    Die EU hatte Grossbritannien vorgeworfen, Impfstoffexporte zu blockieren, und führte unter anderem deswegen einen Exportkontrollmechanismus ein. London wies den Vorwurf zurück und bezichtigte die EU, ihrerseits mit dem Mechanismus Impfnationalismus zu betreiben. Nach Angaben der Europäischen Kommission wurden allein bis Ende März mehr als 20 Millionen Dosen Impfstoff vom Kontinent nach Grossbritannien geliefert. Ob und wie viele in die andere Richtung gingen, ist nicht genau bekannt. Nach EU-Angaben war es so gut wie nichts.

    Beide Seiten verhandeln derzeit über eine längerfristige Lösung beim Streit um Impfstoffe. Ausgang offen.

  • 3.12 Uhr
    Zweite Corona-Welle trifft Argentinien hart

    Angesichts der zweiten Welle der Corona-Pandemie in Argentinien hat die Regierung in Buenos Aires für grosse Teile des südamerikanischen Landes wieder strenge Ausgangsbeschränkungen verhängt. Im Grossraum Buenos Aires gilt ab Freitag von 20 Uhr bis 6 Uhr eine Ausgangssperre, wie Präsident Alberto Fernández am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Ausgenommen sind lediglich Arbeiter in essenziellen Sektoren. Alle sozialen, sportlichen, kulturellen und religiösen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen werden untersagt. Schulen und Kindergärten schliessen bis Ende April. In der Metropolregion Buenos Aires leben etwa 14,8 Millionen Menschen. Das entspricht rund 37 Prozent der argentinischen Gesamtbevölkerung.

    Zuletzt hatte die Zahl der Neuinfektionen in Argentinien neue Höchstwerte erreicht. Am Dienstag wurden gut 27'000 neue Corona-Fälle registriert, so viel wie niemals zuvor seit Beginn der Pandemie vor etwa einem Jahr. Am Mittwoch meldeten das Gesundheitsministerium 368 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19, so viele wie seit Mitte Januar nicht mehr. Insgesamt haben sich in dem südamerikanischen Land rund 2,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, über 58'500 Patienten sind bislang im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

  • 0.30 Uhr
    USA warten mit Johnson & Johnson-Impfstoff ab

    Nach der vorübergehenden Aussetzung der Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson in den USA hat sich ein Beratergremium der US-Gesundheitsbehörde CDC dafür ausgesprochen, vor einer Empfehlung zum weiteren Vorgehen zunächst mehr Informationen zu sammeln. Das entschieden die Mitglieder des Gremiums am Mittwoch nach stundenlanger Diskussion bei einem kurzfristig angesetzten Notfalltreffen. In etwa einer Woche solle es ein weiteres Treffen geben, hiess es.

    epa09097508 Medical staff member prepares shots of the Janssen (Pharmaceutical Companies of Johnson & Johnson) vaccine against Covid-19 during a vaccination operation organized by St. John's Well Child and Family Center in Los Angeles, California, USA, 25 March 2021. St. John's Well Child and Family Center, the Los Angeles County Federation of Labor and immigrant rights groups organized a press conference prior to the vaccination operation to call for immigrants, including undocumented people, to be prioritized in the COVID-19 vaccine rollout. About 400 immigrant community members will be receiving their COVID-19 vaccines throughout the day at the site. EPA/ETIENNE LAURENT
    Der Janssen-Impfstoff von Johnson & Johnson ist umstritten, seit mehrere Fälle von schweren Nebenwirkungen aufgetreten sind. Die US-Gesundheitsbehörde ringt um einen Entscheid, ob sie das Vakzin weiterempfehlen soll oder nicht.
    KEYSTONE

    Die CDC und die Arzneimittelbehörde FDA hatten am Dienstag eine vorübergehende Aussetzung der Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson empfohlen, nachdem in den USA in diesem Zusammenhang sechs Fälle von Sinusvenenthrombosen erfasst worden waren. Die Aussetzung sei aus einem «Übermass an Vorsicht» empfohlen worden, hiess es. Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson verzögerte daraufhin den Marktstart seines Impfstoffs in Europa und setzte auch alle derzeit laufenden Studien mit Impfungen mit dem Wirkstoff vorübergehend aus.

    Bislang wurden nach aktualisierten Angaben mehr als 7,2 Millionen Dosen des Impfstoffes, der Ende Februar in den USA zugelassen worden war und von dem es nur eine Dosis braucht, in den USA gespritzt. Bei sechs Frauen zwischen 18 und 48 Jahren war es den Behörden zufolge zwischen sechs und 13 Tagen nach der Impfung zu Sinusvenenthrombosen gekommen. In drei Fällen sei zusätzlich eine Thrombozytopenie, also ein Mangel an Blutplättchen, gemeldet worden. Eine Frau starb.