InternationalMachado berichtet von emotionalem Wiedersehen mit Kindern
SDA
11.12.2025 - 11:42
Friedensnobelpreisträgerin Maria Corina Machado während einer Pressekonferenz in der Regierungsvertretung in Oslo. Foto: Stian Lysberg Solum/NTB/dpa
Keystone
Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado hat nach ihrer Reise aus dem venezolanischen Versteck nach Oslo von einem emotionalen Wiedersehen mit ihren Kindern berichtet.
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11.12.2025, 11:42
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«Ich konnte letzte Nacht nicht schlafen und habe immer wieder an diesen ersten Augenblick gedacht, als ich meine Kinder gesehen habe», sagte die 58-Jährige den Tränen nahe auf einer Pressekonferenz mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre.
Viele Wochen lang habe sie sich danach gesehnt und sich gefragt, wen der drei sie als Ersten umarmen werde. «Ich habe dann alle drei gleichzeitig umarmt, und es war einer der aussergewöhnlichsten, ergreifendsten Momente meines Lebens», sagte sie. «Ich werde das nie vergessen, denn letztendlich bin ich nur eine von Millionen von venezolanischen Müttern, die sich danach sehnen, ihre Kinder in die Arme zu schliessen.»
Nächtliche Ankunft nach langer Zeit im Untergrund
Machado war in der Nacht in der norwegischen Hauptstadt eingetroffen – knapp einen halben Tag nach der offiziellen Nobelpreisverleihung im Osloer Rathaus. Für sie nahm ihre Tochter Ana Corina Sosa Machado den Friedensnobelpreis entgegen, den die venezolanische Oppositionsführerin für ihren Einsatz für die Demokratie in ihrem autoritär regierten Land zugesprochen bekommen hatte.
Vor ihrer Reise nach Oslo lebte Machado seit mehr als einem Jahr weitgehend im Untergrund. Die venezolanische Staatsanwaltschaft hatte angekündigt, Machado als flüchtig zu betrachten, sollte sie das Land verlassen. Bei einer Rückkehr nach Venezuela drohen ihr nun schwerwiegende Folgen wie die Verhaftung oder ein Einreiseverbot.
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O-Ton Johann Wadephul, CDU, Aussenminister
«Aber es ist klar, diese Position habe ich vertreten, und ich glaube, die sollte auch, dass Rasmussen weiter vertreten wird er auch weiterhin vertreten, dass die Zukunft Grönlands durch die Grönländer innen und Grönländer entschieden wird. Die Fragen der Souveränität des Staatsgebietes des Königreiches Dänemark wird durch Dänemark entschieden und durch niemanden anders.»
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