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Ceuta: Fast alle Migranten nach Marokko zurückgekehrt
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Migrationskrise

Ceuta: Fast alle Migranten nach Marokko zurückgekehrt

Migrationskrise  in Ceuta: Laut spanischer Regierung sind die meisten irregulären Migrant:innen nach Marokko zurückgekehrt.

Migrationskrise  in Ceuta: Laut spanischer Regierung sind die meisten irregulären Migrant:innen nach Marokko zurückgekehrt.

STR/AP/dpa

Die Migrationskrise in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta scheint sich zu entspannen. Die meisten irregulären Migrant:innen sind nach Angaben der spanischen Regierung nach Marokko zurückgekehrt - freiwillig, wie es heisst.

DPA

DPA

31.07.2026, 22:16

Darum geht's

  • Laut spanischer Regierung sind die meisten irregulären Migrant:innen nach Marokko zurückgekehrt.
  • Rund 48.300 Menschen hätten freiwillig die spanische Exklave wieder verlassen.
  • Viele junge Marokanner:innen hatten gehofft, in Spanien bessere Arbeitsmöglichkeiten zu finden.
  • «Zu Hause gibt es nichts», sagte ein 21-Jähriger in einem Interview.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Die meisten der seit Donnerstag in die spanische Exklave Ceuta gekommenen irregulären Migrant:innen sind nach Angaben der Regierung wieder nach Marokko zurückgekehrt. Das Innenministerium in Madrid bezifferte die Zahl der irregulär über die Grenze gekommenen Menschen am Freitag auf etwa 50.000. Davon seien bis zum Abend 48.300 freiwillig wieder nach Marokko zurückgekehrt. Hunderte weitere seien noch auf dem Rückweg. Die Regionalregierung von Ceuta sprach von etwa 60.000 angekommenen Personen – das entspricht 70 Prozent der regulären Einwohnerschaft.

Junge Marokkaner, die nach Ceuta gekommen waren, sagten der Nachrichtenagentur AP, sie hätten gehofft, in Spanien bessere Arbeitsmöglichkeiten zu finden. Sie hätten sich aber angesichts des Chaos in der Exklave zur Rückkehr entschlossen. «Zu Hause gibt es nichts. Ich muss Zwölf-Stunden-Schichten für einen mageren Lohn arbeiten. Deshalb bin ich hierhergekommen», sagte der 21-jährige Abdulah Buji, der aus der Stadt Tetouan stammt. «Aber auch hier habe ich keine Möglichkeiten gefunden, also muss ich zurück.»

«Viele Menschen wollen nach Europa»

Der 33-jährige Marokkaner Ahmed Karim sagte, er sei wegen des Mangels an Arbeitsplätzen in seiner Heimat nach Ceuta gekommen. «Viele Menschen wollen nach Europa oder Amerika, aber sie haben keine Möglichkeit dazu», sagte er.

Teaser image

Europas Aussengrenze

Der Überblick – Ansturm auf Ceuta

Der Vorsitzende einer Gewerkschaft der Polizeieinheit Guardia Civil, Rachid Sbihi, teilte mit, bei dem massenhaften Grenzübertritt seien mindestens 57 Menschen zu Tode gekommen. Einige Opfer seien ertrunken, andere bei einer Massenpanik getötet worden. In Ceuta hätten Tausende Migranten, darunter unbegleitete Minderjährige, keine Unterkunft und deshalb in Parks oder auf Bürgersteigen geschlafen. Andere seien orientierungslos durch die Strassen gelaufen. «Es ist chaotisch», sagte Sbihi.

02:26

Tor zu Europa: Deswegen wird Ceuta immer wieder von Migranten gestürmt

Zehntausende Menschen aus Marokko erreichen die spanische Exklave Ceuta – viele schwimmend, andere über den Grenzzaun. Ein Urteil des Obersten Gerichts erschwert sofortige Rückschiebungen. Die Migrationskrise an der EU-Aussengrenze ha

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