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Am Grabmal des unbekannten Soldaten in Paris erinnert eine «Ewige Flamme» an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs (Archivbild).
Bild: JACQUES DEMARTHON / AFP
Nachdem er sich an der «Ewigen Flamme» am Pariser Weltkriegdenkmal eine Zigarette angezündet hatte, wurde ein Mann festgenommen. Ein Video des Vorfalls sorgte für Empörung, eine Politikerin erstattete Anzeige.
Die «ewige Flamme» am Grabmal des unbekannten Soldaten unter dem Pariser Arc de Triomphe soll an die französischen Gefallenen des Ersten Weltkriegs erinnern. Was passiert, wenn man die auch bei Touristen beliebte Gedenkstätte anderweitig nutzt, musste nun ein Mann vor Ort erfahren: Weil er sich eine Zigarette an der Flamme angezündet hatte, wurde er verhaftet.
Der Mann sei wegen der Schändung eines Grabmals festgenommen worden, teilte der französischen Innenminister Bruno Retailleau im Onlinedienst X mit. «Er wurde in Polizeigewahrsam genommen und hat die Tat gestanden», fügte er hinzu.
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In einem online verbreiteten Video ist zu sehen, wie sich ein Mann über die «ewige Flamme» auf dem Grabmal des unbekannten Soldaten in Paris beugt. Er zündet sich eine Zigarette an der Flamme an und verlässt das Denkmal danach wieder. Das Video hatte in den sozialen Medien für Empörung gesorgt, aber auch bei Politikerinnen und Politikern.
«Es ist eine Beleidigung der Erinnerung an jene, die für Frankreich gefallen sind», schrieb die französische Regierungsbeauftragte für Veteranen, Patricia Mirallès, im Onlinedienst X. «Diese Flamme entzündet keine Zigarette, sie wacht über das Opfer von Millionen unserer Soldaten», fügte sie hinzu. «Niemand verhöhnt ungestraft das Gedenken Frankreichs.» Die Ministerin erstattete nach eigenen Angaben umgehend Anzeige.
Die Nachrichtenagentur AFP konnte am Dienstag nicht feststellen, wer das Video zuerst veröffentlicht hatte. Die Zeitung «Le Figaro» berichtete, eine Touristin aus Lettland habe die Szene gefilmt und das Video auf der Online-Plattform Tiktok hochgeladen.
«Er machte nicht den Eindruck, betrunken oder unter Drogeneinfluss zu stehen», zitierte «Le Figaro» die Touristin. «Im Gegenteil, er war sich offensichtlich dessen bewusst, was er tat, und stolz darauf, es getan zu haben.»