Marine Le Pen wegen IS-Gräueltweet vor Gericht

AFP/tpfi

9.2.2021

SINTRA, PORTUGAL - JANUARY 09: French far-right leader Marine Le Pen smokes an electronic cigarette while attending with the president of the Portuguese far-right party Chega (Enough) André Ventura a dinner in support of his presidential candidacy in Casa Da Azenha - Quinta da Ribeira, Vale de Lobos, on January 09, 2021, in Sintra, Portugal. The dinner was restricted to a limited number of people due to the COVID-19 Coronavirus pandemic. French National Union (ex-National Front) leader Marine Le Pen is on a two-day visit to Portugal to support the launch of André Ventura's electoral campaign as candidate to the Portuguese presidency. (Photo by Horacio Villalobos - Corbis/Corbis via Getty Images)
Nachdem die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen Fotos der Terrormiliz IS bei Twitter geteilt hatte, eröffnet die französische Justiz einen Prozess gegen sie. (Archivbild)
Bild: Getty Images 

Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen muss sich ab Mittwoch wegen der Verbreitung von Propagandabildern der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) vor Gericht verantworten. Der 52-Jährigen drohen bis zu drei Jahre Haft und eine Geldbuße in Höhe von 75’000 Euro.

Die Staatsanwaltschaft des Pariser Vorortes Nanterre wirft Le Pen die «Verbreitung von Gewaltbildern» vor, was zum Schutz von Minderjährigen verboten ist.

Le Pen hatte die Bilder getöteter Geiseln der IS-Miliz nach den Pariser Terroranschlägen vom November 2015 getwittert, bei denen 130 Menschen getötet wurden. Sie wollte damit nach eigenen Angaben auf die Gefahr durch Islamisten aufmerksam machen. In dem Verfahren sieht Le Pen einen Versuch, sie vor der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr mundtot zu machen.

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