Tote in DniproMassive russische Luftangriffe auf Kiew
SDA
2.6.2026 - 04:56
ARCHIV – Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine. Foto: Kay Nietfeld/dpa
Keystone
Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht erneut mit Raketen und Drohnen angegriffen. Mindestens ein Mensch kam ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt.
Keystone-SDA
02.06.2026, 04:56
02.06.2026, 07:27
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Russland hat Kiew sowie weitere ukrainische Städte mit Raketen und Drohnen angegriffen.
In der Hauptstadt wurde mindestens ein Mensch getötet, zahlreiche weitere verletzt.
Nach dem Einsturz eines Wohnhauses werden Verschüttete unter den Trümmern befürchtet.
Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut massiv mit Raketen und Drohnen angegriffen.
Im Zentrum der Dreimillionenstadt waren in der Nacht heftige Explosionen zu hören. Dabei wurde mindestens ein Mensch getötet, 20 weitere wurden verletzt, wie Militärverwalter Tymur Tkatschenko auf der Plattform Telegram schrieb. Mehrere Gebäude wurden demnach beschädigt und gerieten in Brand.
Viele Einwohner suchten Zuflucht in U-Bahn-Stationen und Luftschutzkellern. Kurzzeitig kam es auch zu Stromausfällen und Problemen bei der Wasserversorgung. Im Morgengrauen zeugten schwarze Rauchwolken über dem Zentrum von Bränden im Stadtgebiet.
In der Stadt Dnipro wurden bei dem nächtlichen Angriff Behördenangaben zufolge mindestens 4 Menschen getötet und 16 weitere verletzt. Davon würden 15 aktuell im Krankenhaus behandelt. In der östlichen Stadt Charkiw wurden dem Bürgermeister zufolge mindestens zehn Menschen verletzt. Russland griff auch Ziele in der Stadt Saporischschja an. Laut der ukrainischen Luftwaffe setzte Moskau bei den Angriffen auch ballistische Raketen und Marschflugkörper ein.
Menschen unter Trümmern befürchtet
In Kiew stürzte im Bezirk Podilskyj ein mehrstöckiges Wohnhaus nach einem Angriff ein, wie Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram schrieb. Es werde befürchtet, dass Menschen unter den Trümmern verschüttet sind. Anderswo habe ein Angriff die oberen Stockwerke eines 15-stöckigen Wohnhauses beschädigt. Es gebe mehrere Brände im Stadtgebiet.
Im westlichen Nachbarland Polen erklärte das Militär auf der Plattform X, angesichts der russischen Angriffe in der Ukraine sei die Luftabwehr in Alarmbereitschaft versetzt worden, Militärflugzeuge seien aufgestiegen. In Polen kommt es bei grösseren Angriffen in der Ukraine immer wieder zur Alarmierung der Luftabwehr, manchmal steigen dabei auch Kampfjets von Nato-Partnern auf.
Angriff folgt auf deutliche Warnungen Selenskyjs
Russland hatte Kiew erst vor knapp zehn Tagen massiv mit ballistischen Raketen und Drohnen angegriffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte seit Ende vergangener Woche mehrmals vor einem weiteren massiven russischen Luftangriff. «Die Information des Geheimdienstes über einen möglichen massiven Angriff bleibt aktuell», sagte der Staatschef in einer Videobotschaft am Samstag. Er forderte die Ukrainer auf, Luftalarm nicht zu ignorieren.
Zwar sei die ukrainische Flugabwehr in Bereitschaft, erklärte Selenskyj. Jedoch räumte er ein, dass fehlender Nachschub westlicher Verbündeter für die Abwehr von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern Probleme bereite.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion.
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Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
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