RusslandMedien: Russische Soldaten wegen Mordes verurteilt
SDA
7.3.2025 - 15:49
ARCHIV - Ein Blick auf die Stadt Luhansk. Foto: -/AP/dpa
Keystone
Ein Militärgericht im südrussischen Rostow hat Medienberichten zufolge zwei Soldaten wegen der Ermordung einer jungen Frau im besetzten ostukrainischen Gebiet Luhansk zu langen Haftstrafen verurteilt.
Keystone-SDA
07.03.2025, 15:49
SDA
Ein russischer Oberleutnant sei zu 18 Jahren Haft, sein Untergebener zu 12 Jahren Freiheitsentzug verurteilt worden, berichtete das unabhängige Portal «Mediazona» unter Berufung auf den Pressedienst des Gerichts.
Der Fall hatte wegen seiner Brutalität für Aufsehen gesorgt. Das Opfer aus der Region Luhansk war laut Gericht eine aussereheliche Affäre des Offiziers.
Nach einem Streit brachte er die 23-Jährige aus Furcht, dass seine Frau von dem Seitensprung erfahren könnte, zusammen mit seinem Untergebenen in die Kaserne.
Dort fesselten sie die junge Frau und verbanden ihr mit Klebeband die Augen. Anderen Soldaten in der Einheit gegenüber erklärten sie, die Frau sei eine ukrainische Spionin. Insgesamt rund 20 Mal stach der Oberleutnant auf das Opfer ein.
Um Spuren zu verwischen, sprengten sie später die Leiche mit Handgranaten. Der Offizier war vor seiner Festnahme als Autor von Gedichten zur Verherrlichung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine bekannt.
Das russische Verteidigungsministerium hatte auf seinem Telegramkanal in einem Propagandafilm über ihn berichtet. Russland führt seit mehr als drei Jahren Krieg gegen die Ukraine.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt