Knapp die Hälfte der Störche überwintert heuer in der Schweiz. Bei der neunten Winter-Storchenzählung zählte die Gesellschaft Storch Schweiz vom Bodensee bis zum Genfersee insgesamt 1041 Störche.
Keystone-SDA, razw, sda
11.01.2025, 10:28
SDA
Die überwinternden Störche wurden von Helferinnen und Helfer am 4. Januar gezählt, wie Storch Schweiz am Samstag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Durch den zum Teil noch leicht schneebedeckten Boden seien die Störche schlecht zu erkennen gewesen. Erst als sich die Störche bei Beginn der Dämmerung an ihren Schlafplätzen einfanden, seien die grossen Ansammlungen wieder da gewesen.
Gemäss den Zahlen von Storch Schweiz überwintern diesen Winter 48,1 Prozent des Brutpaarbestandes in der Schweiz. Im vergangenen Winter blieben 912 Störche hierzulande, was 47,5 Prozent der damaligen Storchenpopulation entsprach. Einen Höchstwert verzeichnete die Gesellschaft im Winter 2020/2021, als über die Hälfte der Störche in der Schweiz überwinterte.
Die Vögel ziehen in der Regel bei Wintereinbruch weg, weil bei Minusgraden die Nahrung knapp wird. Da es in vielen Regionen kaum noch über mehrere Tage oder Wochen eine geschlossene Schneedecke oder Eis auf Gewässern gibt, finden sie heute auch in den kalten Monaten genügend Schnecken, Würmer, Mäuse und kleine Fische. So können sie sich die kräftezehrende Reise nach Afrika ersparen.
Vor 75 Jahren ausgestorben
Dass Störche heute wieder in der Schweiz leben, ist nicht selbstverständlich. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts brachen die Storchenbestände vielerorts ein, auch in der Schweiz. Flussbegradigungen und die Trockenlegung von Feuchtgebieten raubten den Vögeln ihren Lebensraum. Im Jahr 1950 galt der Weissstorch in der Schweiz schliesslich als ausgestorben.
Doch schon bald nach seinem Verschwinden begannen die ersten Wiederansiedlungsprojekte. Nach zögerlichen Anfängen wächst die Storchenpopulation in der Schweiz seit 2010 eindrücklich: Jährlich brüten rund zehn Prozent mehr Störche in der Schweiz. Im Jahr 2024 zählte Storch Schweiz mit 1081 erstmals über tausend Weissstorchpaare, die in der Schweiz brüteten.
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«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
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